Niklaus Helbling
Biografie
1959 in Zürich geboren, studierte dort Germanistik und Geschichte.
Nach Anfangsjahren in der freien Theaterszene Zürich arbeitete er ab 1988 als Dramaturg am Hamburger Thalia Theater, ab 1989 inszenierte er selbst, u.a. am Schauspiel Bochum drei Stücke von Sibylle Berg, Corneilles „Le Cid“ und Racines „Andromaque“; für das Nationaltheater Mannheim einen Kurt-Schwitters-Abend, „Auguste Bolte“, und „Isabella von Ägypten“, eine szenische Adaption der Novelle von Achim von Arnim; am Schauspiel Köln Goethes „Torquato Tasso“; am Thalia Theater Hamburg „Better Days“ von Richard Dresser und „Minna von Barnhelm“ von Lessing, in Basel das mit Brigitte Helbling verfasste Stück „King Placebo oder Die Reise ins Pharmaland“, in Zürich Ibsens „Brand“, Sibylle Bergs erstes Musical „Wünsch dir was“, Lessings „Miss Sara Sampson“, Brechts „Die Dreigroschenoper“, am Schauspiel Frankfurt Lessings „Emilia Galotti“ und „Warum wir also hier sind. Kein Traumspiel“ von Michael Lentz, bei den Salzburger Festspielen „Heimat, deine Sterne“, am Staatsschauspiel Dresden Shakespeares „Othello“ und „Das letzte Feuer“ von Dea Loher. Am Oldenburgischen Staatstheater inszenierte er an der Oper den Lamentoabend „Nachtwache“ mit Musik von Monteverdi, Purcell, Ligeti, Radiohead u.a.
Er ist Mitbegründer, Autor und Regisseur des interdisziplinären Schweizer Labels MASS & FIEBER, mit dem er seit 1999 mehrere Theaterproduktionen realisierte: „Bambifikation“ (ausgezeichnet mit dem Impulse-Preis); „Präriepriester“, „Krazy Kat oder Die Liebe zum Pflasterstein“, „Red Cross Over, ein Sing- und Lehrstück über die Neutralität“, „Autodrom“, „Houdini oder Die innere Sicherheit“, „Die schwarze Kammer“, „Freitagabend ziehen wir die innere Uhr auf“, „Tierpark“ und „Geld und Not“.
Am Burgtheater inszenierte er Michail Bulgakows „Der Meister und Margarita“, die Uraufführung von Dimitré Dinevs „Das Haus des Richters“, Shakespeares „Ende gut, alles gut“, die Uraufführung von Sibylle Bergs „Nur Nachts“ und die Uraufführung von Franzobels "Der Boxer oder Die zweite Luft des Hans Orsolics".






