Matthias Hartmann
Premieren in der Spielzeit 2011/2012
"Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist
(Premiere am 11. September 2011 im Akademietheater)
"Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi
(Premiere am 4. Dezember 2011 im Kasino)
"Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie" von Woody Allen
(Premiere am 31. Dezember 2011 im Burgtheater)
"Fool of Love" Shakespeare-Sonette vertont von Karsten Riedel
(Regie: Michael Schachermaier, Matthias Hartmann,
Premiere am 15. Februar 2012 im Burgtheater)
"Troja" nach der Ilias des Homer
(Premiere im Mai 2012 im Kasino)
Biografie
Geboren 1963 in Osnabrück. Erste Regieassistenzen ab 1985 am Berliner Schillertheater und am Theater Kiel. 1990 wurde er künstlerischer Leiter und Hausregisseur am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover, seine Inszenierung von Lessings „Emilia Galotti“ wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 1993 wechselte er mit Eberhard Witt ans Bayerische Staatsschauspiel München, wo er bis 1999 Hausregisseur blieb. Er inszenierte am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Burgtheater (1995 Schillers „Die Räuber“, 1996 Molières „Der Menschenfeind“ und Horváths „Kasimir und Karoline“, 1998 Turrinis „Die Liebe in Madagaskar“). Die zweite Einladung zum Theatertreffen erhielt er für seine Inszenierung von „Der Kuss des Vergessens“ von Botho Strauß 1998 am Zürcher Schauspielhaus, er wurde von „Theater heute“ zum „Regisseur des Jahres“ gewählt.
Von 2000 bis 2005 war er Intendant des Schauspielhauses Bochum, inszenierte u.a. Uraufführungen von Botho Strauß und Peter Turrini sowie das medial vielbeachtete „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett mit Harald Schmidt als Lucky und „1979“ nach dem Roman von Christian Kracht. Im September 2005 übernahm er die Intendanz des Schauspielhauses Zürich. Hier inszenierte er die Uraufführung von Botho Strauß’ „Nach der Liebe beginnt ihre Geschichte“, Tschechows „Iwanow“, „Othello“ von Shakespeare, Heinrich von Kleists „Amphitryon“, „Blackbird“ von David Harrower, die deutschsprachige Erstaufführung von Mark Ravenhills „pool (no water)“, Molières „Tartuffe“, Sophokles’ „Ödipus“, die Uraufführung von Justine del Cortes „Sex“, die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Fosses „Ich bin der Wind“ und Thomas Bernhards „Immanuel Kant“.
An der Oper führte er ab 2003 Regie zu Friedrich Smetanas „Die verkaufte Braut“ (Dirigent Peter Schneider), Eugen d’Alberts „Tiefland“ und Bizets „Carmen" (Dirigent beide: Franz Welser-Möst) am Opernhaus Zürich sowie Richard Strauss' „Elektra“ (Dirigent Christoph von Dohnányi) an der Pariser Oper. An der Wiener Staatsoper inszenierte er im Oktober 2009 „Lady Macbeth von Mzensk“ von Dmitri Schostakowitsch, an der Zürcher Oper 2010 „Rusalka“ von Anton Dvorák.
Seit September 2009 ist Matthias Hartmann Direktor des Burgtheaters. Er inszenierte Goethes „Faust – Der Tragödie erster und zweiter Teil“, „Phädra“ von Jean Racine in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, „Was ihr wollt“ von William Shakespeare, „Der Parasit“ von Friedrich Schiller nach Louis-Benoît Picard und die Uraufführung von „Das blinde Geschehen“ von Botho Strauß. Zudem zeigt er in öffentlichen Proben seine Arbeit an „Krieg und Frieden“, Teile aus dem Ersten Buch von Leo Tolstoi (ausgezeichnet mit dem Nestroy Spezialpreis 2010).






