Burgtheater

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Jan Lauwers

Jan Lauwers


Copyright:
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Phile Deprez
Foto mit Nennung zum einmaligen Abdruck freigegeben.


Artists in Residence
Jan Lauwers & Needcompany

Premiere in der Spielzeit 2011/12


"Caligula" von Albert Camus
(Premiere im Mai 2012 im Kasino)

Biografie


1957 in Antwerpen geboren, studierte Malerei an der Kunstakademie in Gent. 1979 gründete er das Epigonenensemble, das 1981 in das Kollektiv Epigonentheater zlv (zonder leiding van, d. h. „ohne die Leitung von“) umgewandelt wurde und zum radikalen Wandel der flämischen Theaterszene in den frühen 1980er Jahren beitrug. 1985 wurde es aufgelöst und Lauwers gründete zusammen mit Grace Ellen Barkey die Needcompany. Sowohl in der Zusammensetzung der Schauspieler als auch in der Arbeitsweise ist die Needcompany international orientiert; von Anfang an wurde jede Produktion in verschiedenen Sprachen aufgeführt. Während die ersten Arbeiten – etwa „Need to know“ (1987) und „ça va“ (1989) noch stark visuell geprägt waren, gewannen im Folgenden die erzählerische Linie und die Herausarbeitung eines zentralen Themas an Bedeutung, wobei die fragmentierte Struktur aber beibehalten wurde. Lauwers’ Hintergrund in der bildenden Kunst bestimmt seinen Umgang mit dem Medium Theater. Ein Hauptcharakteristikum ist dabei das transparente, „denkende“ Spiel der Darsteller, die Thematisierung des Paradoxons zwischen Spielen und Nicht-Spielen.

Theaterprojekte u.a. „Invictos“ (1991), Monolog „SCHADE/Schade“ (1992), Oper „Orfeo“ (1993), von 1994 bis 1996 „The Snakesong Trilogy“, für die documenta X 1997 den ersten Teil des Diptychons „No beauty for me there, where life is rare“, der zweite Teil „Morning Star“ (1999) wurde in New York mit dem OBIE Award ausgezeichnet. Mit dem Frankfurt Ballett erarbeitete er DeaDDogsDon’tDance/ DjamesDjoiceDeaD“ (2000), es folgten „Images of Affection“ (2002), 2003 unter dem Titel „No Comment“ drei Monologe sowie ein Tanzsolo, „Isabella’s Room“ (2004), „The Lobster Shop“ (2006), der Monolog „All is Vanity“ (2006, mit Vivianne De Muynck), alle drei wurden beim Festival d’Avignon uraufgeführt. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Needcompany präsentierte Lauwers mit seinen Schauspielern im März 2007 im Brüsseler BOZAR die „Walk-In-Installation Needcompany Deconstruction“. Im November des Jahres folgte beim Theaterfestival Spielart „Deconstruction 07“ im Münchner Haus der Kunst, bei den Salzburger Festspielen 2008 „The Deer House“ als letzten Teil der Trilogie „Sad Face / Happy Face“ (mit „Isabella’s Room“ und „The Lobster Shop“). Daneben sind zahlreiche Filme und Videoproduktionen entstanden, Lauwers bildnerische Arbeiten werden auf internationalen Ausstellungen gezeigt.

Seit der Spielzeit 2009/2010 sind Jan Lauwers und die Needcompany „Artists in Residence” an der Burg und präsentierten ihre Trilogie „Sad Face / Happy Face“ mit „Isabella’s Room“, „The Lobster Shop“, „The Deer House“ sowie „This door is too small (for a bear)”. Mit Mitgliedern des Burgtheater-Ensembles wurde 2011 die Produktion „Die Kunst der Unterhaltung: Needcompany spielt den Tod von Michael König“ erarbeitet und uraufgeführt. Zeitgleich präsentierte Jan Lauwers die Ausstellung „The Entertainers Private Room“ in der Charim Galerie in Wien.

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