Burgtheater

Ich bin wirklich ziemlich lebensmüde. Stefan Hornbach. Über meine Leiche

Michael Thalheimer

Michael Thalheimer


Copyright:
Reinhard Werner


Premiere in der Spielzeit 2016/2017


„Die Perser“ von Aischylos
Premiere im Mai 2017 im Akademietheater

Biografie


1965 bei Frankfurt am Main geboren. Studierte ab 1985 Schauspiel in Bern und war an verschiedenen Stadttheatern im deutschsprachigen Raum als Schauspieler engagiert, bevor er 1997 am Theater Chemnitz seine erste Arbeit als Regisseur zeigte, „Der Architekt und der Kaiser von Assyrien“ von Fernando Arrabal.

Es folgten Inszenierungen u.a. am Theater Freiburg, dem Theater Basel, dem Schauspiel Leipzig, dem Staatsschauspiel Dresden und seit 2000 auch regelmäßig am Hamburger Thalia Theater (u.a. Molnárs „Liliom“; Schnitzlers „Liebelei“; Schillers „Kabale und Liebe“; Büchners „Woyzeck“; Wedekinds „Lulu“; Gerhart Hauptmanns „Rose Bernd“; Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“; Shakespeares „Hamlet“; Schnitzlers „Reigen“), am Deutschen Theater Berlin – von 2005 bis 2008 als leitender Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung – (u.a. Lessings „Emilia Galotti“; Tschechows „Drei Schwestern“; Hauptmanns „Einsame Menschen“/“Die Weber“ / „Die Ratten“; Goethes „Faust“ (Teil I und II); Jon Fosses „Schlaf“; „Die Orestie“ von Aischylos; Ibsens „Die Wildente“; Hebbels „Die Nibelungen“; „Unschuld“ von Dea Loher; Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“; Schillers „Die Jungfrau von Orleans“), am Schauspiel Frankfurt („Ödipus/Antigone“ von Sophokles; „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller; Euripides’ „Medea“; „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada; Henrik Ibsens „Nora“; Kleists „Phentesilea“), am Staatstheater Stuttgart (Tschechows „Der Kirschgarten“), am Théâtre des Amandiers in Nanterre, Paris (Koltès „Der Kampf des Negers und der Hunde“), an der Schaubühne Berlin („Die Macht der Finsternis“ von Tolstoi; „Tartuffe“ von Molière; „Nachtasyl“ von Gorki, „Wallenstein“ von Schiller), am Residenztheater München (Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“).

Mit Beginn der neuen Intendanz von Oliver Reese ab der Spielzeit 2016/17 wird Michael Thalheimer fester Regisseur am Berliner Ensemble.

Michael Thalheimers Inszenierungen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Innovationspreis des Fernsehsenders 3sat sowie den Berliner Friedrich-Luft-Preis sowie zweimal die Moskauer „Goldene Maske“. Viele seiner Produktionen wurden zum Berliner Theatertreffen, zuletzt „Medea“ 2013, und zu internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und dem Festival Iberoamericano de Teatro in Bogotá eingeladen. Für seine Inszenierungen von Lessings „Emilia Galotti“ und Hauptmanns „Die Weber“ (beide Deutsches Theater Berlin) erhielt er den Nestroypreis, zuletzt 2013 für Hugo von Hofmannsthals „Elektra“ (Burgtheater).

2005 debütierte Thalheimer als Opernregisseur mit Leoš Janáčeks „Katja Kabanova“ an der Berliner Staatsoper, weitere Opernarbeiten hier: Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ und zuletzt 2015 „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber. An der Basler Oper inszenierte er Verdis „Rigoletto“, an der Vlaamse Opera in Antwerpen „La Forza del Destino“, an der Staatsoper Hamburg Hector Berlioz‘ „Les Troyens“ und zuletzt 2016 „Otello“ von Verdi, wieder an der Vlaamse Opera (Koproduktion mit der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg).

Am Burgtheater inszenierte er Bertolt Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“, „Elektra“ von Hugo von Hofmannsthal, „Maria Magdalena“ von Friedrich Hebbel und die Österreichische Erstaufführung von Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“.

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