37 | Anton Tschechow
Drei Schwestern
Premiere im Akademietheater:
16. Juni 1976
Tschechows berühmtes Stück über unerfüllte Sehnsüchte in der sensiblen und berührenden Inszenierung von Otto Schenk mit Gertraud Jesserer, Elisabeth Orth, Josefin Platt, Herwig Seeböck, Kurt Sowinetz, Klausjürgen Wussow und vielen anderen.
Drei Schwestern
ANTON TSCHECHOW
Ins Deutsche übertragen von Ilse Schneyder und Otto Schenk
Regie: Otto Schenk
Bühnenbild: Rolf Glittenberg
Kostüme: Silvia Strahammer
Mit: Adrienne Gessner, Andrea Hauer, Gertraud Jesserer, Sylvia Lukan, Elisabeth Orth, Josefin Platt, Franz Elkins, Adolf W. Hirschal, Wolfgang Hübsch, Rudolf Melichar, Johannes Schauer, Herwig Seeböck, Kurt Sowinetz, Klausjürgen Wussow, Philipp Zeska
„Nach Moskau ...“ – eine Stadt wird in Tschechows „Drei Schwestern“ zum Inbegriff menschlicher Sehnsüchte und Träume von Glück und Erfüllung. Auf den ersten Blick führen Mascha, Olga und Irina, die in einer kleinen Provinzhauptstadt wohnen, kein schlechtes Leben: Olga arbeitet aufopferungsvoll als Lehrerin, Mascha ist mit dem Lehrer Kulygin verheiratet, nur Irina, die jüngste, leidet unter ihrer Untätigkeit. Doch ihr ländliches Leben ist so sicher wie langweilig, und die Schwestern wünschen sich nach Moskau zurück, wo sie aufgewachsen sind, aber ihr Bruder Andrej, der einmal von einer akademischen Karriere träumte und nun mit einer tyrannischen Frau aus dem Provinzspießbürgertum verheiratet ist, hat das für den Umzug nach Moskau nötige Erbe verspielt. Lediglich das im Ort ansässige Offizierskorps bringt Abwechslung in den Alltag. Die Jahre vergehen. Sehnsucht und Illusionen sind der Verzweiflung und Resignation gewichen, halbherzige Kompromisse münden im Unglück. Und schließlich verlässt auch das Offizierskorps den Ort ...
In genauen Seelenporträts schildert Tschechow das Ausgeliefertsein der Menschen, die in ihrer Unfähigkeit zur Kommunikation gefangen sind, resigniert angesichts der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Zeit vergeht ungenutzt und die Hoffnungen auf ein anderes, besseres Leben erweisen sich als vergeblich.






