Die Ratschläge seiner Mutter bringen Parzival dem ersehnten Ziel, Ritter zu werden, nicht näher. Für die bessere Gesellschaft an Artus’ Hof ist er ein nützlicher Idiot, und die ritterliche Erziehung bei Gurnemanz führt ihn geradewegs in die Katastrophe: Vor dem todkranken Gralskönig unterlässt er aus schüchterner Diskretion die Frage nach dessen Leiden – und wird als mitleidsloser Unmensch gebrandmarkt: nichts verstanden und alles falsch gemacht.
Mit Mitteln der Improvisation und Assoziation erzählt „Parzival/Short Cut“ das Epos und sucht zugleich die Geschichte dahinter, die es 800 Jahre lebendig erhalten hat – und was steckt heute, in einer Zeit, in der Empathie und Ethos als „political correctness“ omnipräsent zu sein scheinen, noch hinter der Frage: „Wie geht es dir?“
Regie: Peter Raffalt
Bühnenbild: Vincent Mesnaritsch
Kostüme: Elke Gattinger
Bewegungstraining: Daniela Mühlbauer
Dramaturgie: Claudia Kaufmann-Fressner
Musik: Matthias Jakisic
Video: Alexander Richter

Sarah Scharl, Jakob Ehrlich, Ensemble
Copyright:
Reinhard Werner
Burgtheater
Presse: Fotos zum einmaligen Abdruck freigegeben

Simon Harlan, Marco Sykora
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Reinhard Werner
Burgtheater
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Simon Harlan, Alice Peterhans
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Reinhard Werner
Burgtheater
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Simon Harlan
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Burgtheater
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Simon Harlan, Jakob Ehrlich, Sarah Scharl
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Reinhard Werner
Burgtheater
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Sophia Aichinger, Barbara Juch, Sarah, Scharl, Marco Sykora, Alice Peterhans, Jakob Ehrlich, Viola Novak
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Reinhard Werner
Burgtheater
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Simon Harlan, Sarah Scharl, Barbara Juch
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Reinhard Werner
Burgtheater
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Sarah Scharl, Sophia Aichinger, Simon Harlan
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Viola Novak, Simon Harlan, Jakob Ehrlich
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Burgtheater
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Simon Harlan, Barbara Juch
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Reinhard Werner
Burgtheater
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vorne: Simon Harlan, Alice Peterhans, hinten: Sarah Scharl, Jakob Ehrlich, Viola Novak, Sophia Aichinger
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Burgtheater
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Marco Sykora, Simon Harlan
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Reinhard Werner
Burgtheater
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Die Junge Burg begeistert mit „Parzival/Short Cut“: Intelligent, witzig, aktuell, gut gespielt. (Die Presse)
Spiel, Spaß und Überraschung: das neueste Burgtheater-Projekt dieser Saison – die „Junge Burg“ bietet drei in eins. Mit hingebungsvollem Spiel, köstlichem Spaß und singenden Protagonisten in unterschiedlichsten Rollen, beglückten die angehenden SchauspielerInnen in Peter Raffalts Suche nach dem Gral – „Parzival“. (Kronen Zeitung)
In der Hauptrolle brilliert Simon Harlan als tollkühn-naiver und gleichzeitig schwer sympathischer Parzival, der gegen den Wunsch seiner Mutter unbedingt Ritter werden möchte. Die Short Cut-Version von Peter Raffalt konzentriert sich auf die Abenteuer des Titelhelden, die trotz der schon stark vereinfachten Handlung zum Schluss durch einen gelungenen Kunstgriff rekapituliert werden. Harlan simuliert einen Texthänger, um dann mit Hilfe des gesamten Ensembles die Handlung in wenigen Minuten zu wiederholen. Erst dann kommt es zum großen Showdown. Tolle Idee.
Dem Ensemble (neben Harlan, Sophia Aichinger, Barbara Juch, Viola Novak, Alice Peterhans, Sarah Scharl, Jakob Ehrlich und Marko Sykora) ist es gelungen, den 800 Jahre alten Stoff frisch und unverbraucht auf die Bühne zu bringen. Die Ritter der Tafelrunde kommen im silbernen Disco-Outfit daher, Jakob Ehrlichs Artus als Manager-Vorstandstyp. Die Duelle werden in moderne Gang-Fights verwandelt, wahnsinnig gelungen ist der Schere-Stein-Papier-Kampf, der trotz der Reduktion nichts an Härte und Spannung verliert.
Rotes Licht und Nebel geben Parzival einen Hauch 80ies-Touch, während mittelalterliche Minnegesänge grandios von Barbara Juch auf der E-Gitarre interpretiert werden. Es sind diese kleinen Spielereien, die in Verbindung mit dem grandiosen Ensemble der Jungen Burg ein unverzichtbares und absolut sehenswertes Theaterstück garantieren. (Kurier)
Ein Ritter-Roadmovie ist hier zu erleben, das auch szenisch so originell ist, dass es den Vergleich mit Fantasy-Filmen mal ausnahmsweise nicht scheuen muss.
Das junge Ensemble agiert präzise in verschiedensten Rollen, an der Spitze Simon Harlan als Parzival. Das eine oder andere Talent gehört noch geschliffen. Von den Mädchen gefallen speziell Barbara Juch und Alice Peterhans. Atemberaubend akrobatisch: Marco Sykora.
Auch technisch ist die kleine Produktion spannend: So viele verschiedene Medien, Sprachen, Technologien werden hier einfach und erfinderisch angewendet, über weite Strecken effektvoll wie im großen Haus (Bühne: Vincent Mesnaritsch, Kostüme: Elke Gattinger, Musik: Matthias Jakisic). Das Ganze ist ein Vergnügen, keine Sekunde bemüht, didaktisch, übertrieben wie sonst Theater für Junge. (Die Presse)
Wäre nur jeder Theaterabend in Wien so mitreißend wie dieser: Die jungen Absolventen des Lehrgangs „Junge Burg“ zeigten in Peter Raffalts ausgezeichneter Regie eine auf 90 Minuten verdichtete Pop-Version der Parzival-Sage. Sie taten dies derart begeistert und begeisternd, dass so manche „erwachsene“ Produktion im Vergleich dazu lahm wirkt. [...]
Die Geschichte vom „reinen Toren“ [...] wird als herrlich witziges, rotzfreches, gescheites und dennoch zartes Road Movie ohne Road gezeigt. Die Darsteller wechseln in Höchstgeschwindigkeit die Rollen, kommentieren die Handlung singend (toll: die Musik von Matthias Jakisic) und erzeugen alle Toneffekte live. [...]
Simon Harlan beweist als infantiler, berührender Parzival großes Talent. Marco Sykora überzeugt mit sehr musikalischer Sprache, Barbara Juch durch enorme Wandlungsfähigkeit und Komik. Die anderen stehen ihnen nicht nach [...]. (Kurier)
Für das, was Peter Raffalt damit geschaffen hat, ist es schwer, eine passende Zuordnung zu finden. Ist der Abend mehr eine Show, ein Musical oder gar eine Revue? Einerlei, es ist ein „Parzival Update“, das weniger einen „Eschenbach Light Abend“ bietet und mehr eine augenzwinkernde Hommage an ihn ist. [...]
Anspruchsvoll und fordernd ist er für die Darsteller, die mit Leidenschaft und Konzentration den schwierigen Grad zwischen äußerlicher Darstellung und innerlichem Befinden bewältigen, sängerisch als Solisten und im Chor glänzen.
Die jungen Darsteller spielen intensiv, allen voran Simon Harlan als energiegeladener Tor Parzival. Nicht weniger souverän wirken auch die anderen Schauspieler: Barbara Juch, Viola Novak, Alice Peterhans, Sarah Scharl, Sophia Aichinger, Jakob Ehrlich und Marko Sykora.
Sie alle meistern ihre Rollen durch klare Artikulation, aber auch durch fast schon sportlichen Körpereinsatz.
Viele leidenschaftliche Momente und ungezähmte Gefühlsausbrüche berührten. Eine exzellente Darbietung einer Nachwuchsschauspielergruppe der nächsten Generation, die eine Menge verspricht! (Kronen Zeitung)
Mit jugendlichem Leichtsinn, einer gewürzten Portion Humor und kreativen Ideen präsentiert die "Junge Burg" nun Parzival / Short Cut, ihre zweite unter der Leitung von Peter Raffalt erarbeitete Produktion. Episodenweise tritt uns der mittelalterliche Held (ritterlich dargestellt von Simon Harlan) in der rasant inszenierten Uraufführung entgegen. [...]
Die jungen Schauspieler nehmen die schwere Thematik freilich nicht auf die leichte Schulter. In der Parodie und mit teilweise grotesker Darstellung der ritterlichen Tugenden und Werte wie Treue, Würde und Mäßigung der Leidenschaften nähern sie sich einer einigermaßen fremden Welt und Lebensweise an. Projizierte Zeichnungen von der ersten gemeinsamen Nacht von Parzival und Conduiramur unterstreichen ebenso wie wilde Kampfeinlagen und musikalische Zwischenspiele auf der E-Gitarre und im Chor eine unterhaltsame Mittelalter-Session mit Brücken zum Heute. (Der Standard)