Burgtheater

Ja es umgibt uns eine neue Welt! Torquato Tasso, Johann Wolfang Goethe
Karsten Riedel, Franui

‹Fool of Love›

Shakespeare-Sonette mit Musik von Karsten Riedel und Franui

Die Sonette Shakespeares sind eine verborgene Schatzkammer in einem Labyrinth. Unentschlüsselbar, geheimnisvoll. Ein Sturm der Leidenschaft und der Verzweiflung. Sprache wie Musik, Gedanken wie Gesang der Sphären.

Ein Dichter betet einen schönen Jüngling an. Er kann ihn nicht besitzen. Paradoxerweise fordert er ihn auf, zu heiraten, zu zeugen, seine Schönheit zu verewigen. Sind die Gedichte Auftragswerke oder intime Botschaften? Gab es den Adressaten wirklich? Und wer ist der Autor? Eine Frau tritt an des Jünglings Stelle, niederträchtig und gemein, die „Dark Lady“. Des Dichters Liebe wird zum Fieber.

Der Sänger, Komponist und Songschreiber Karsten Riedel tut sich mit der Osttiroler Musicbanda Franui zusammen und schafft einen ganz neuen Shakespeare-Sound. Franui, eine artifizielle Dorfmusikkapelle mit ihrem merkwürdigen Klangapparat aus Bläsern, Streichern und Volksmusik-Saiteninstrumenten, ist unter anderem mit ihren eigensinnigen Lied-Interpretationen von Schubert, Brahms und Mahler bekannt geworden. Ihre Musik ist der rote Faden, mit dem sich Matthias Hartmann und Michael Schachermaier, Karsten Riedel und fünf Schauspieler in Shakespeares klingendes Labyrinth hineinbegeben. Ein Schauspiel für Ohren und Seele.

Gesprochene Texte in deutscher Sprache, die Sonette werden auf English gesungen.

Jetzt auf CD
"Fool of Love"
Karsten Riedel & Franui
erschienen bei Col Legno
Alle Lieder gesungen von Karsten Riedel. mehr


In dieser Produktion wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

Leitung: Michael Schachermaier, Matthias Hartmann

Komposition: Karsten Riedel

Musikalische Leitung: Andreas Schett

Komposition / musikalische Arrangements: Romed Hopfgartner, Markus Kraler, Andreas Schett

"Let me confesse - Karsten Riedel, Tilo Nest und Franui"
"Not from the stars - Karsten Riedel, Sunnyi Melles und Franui"
"Sonett Dialog - Karsten Riedel, Johannes Krisch und Franui"
Im Burgtheater sind seit Mittwoch unter dem Titel "Fool of Love" rund zwei Dutzend der Gedichte, lose zu einer Geschichte verknüpft, mit Musik zu erleben: Aufwendige Kleinkunst wird hier geboten, inszeniert von Michael Schachermaier und Burg-Chef Matthias Hartmann, dessen Hang zu chaplineskem Humor spürbar ist. Die Regie spielt hier aber keineswegs die Hauptrolle.
Vertont wurden die Sonette von Musiker und Schauspieler Karsten Riedel, der ihnen auch seine mächtige Stimme leiht, Klavier und Gitarre spielt. Die Osttiroler Band Franui begleitet Riedel mit einer Mischung aus Pop- und Volksmusik. Der Dichter ist in Gestalt einer greisenhaften Puppe präsent, entworfen, hergestellt und pantomimisch ausdrucksvoll geführt von Nikolaus Habjan. Die Puppe spielt allerlei Rollen, die Schauspieler sprechen dazu, auch Texte, die nicht zu den Sonetten gehören wie z.B. die Geschichte vom Herrn Sedlaczek (famos: Nicholas Ofczarek). [...]
Die Puppe ärgert oder freut sich über die Darbietungen der Schauspieler, sie persifliert Todesfälle von Cäsar bis Kleopatra, sie macht Miene, sich in die Musik einzumischen: Dieser weiße Clownkopf mit dem breiten Maul ist quasi die schillernde Seele der Show und ein Haupttreffer. Wie auch Franui – der Chef der Band, Andreas Schett, erzählt deren verwickelte Geschichte, teils im Dialekt, teils auf Hochdeutsch. Damit wird die größte Hürde für das Begreifen der Sonette auf leicht erfassbare Weise thematisiert: die komplexe sprachliche Struktur. So geht es hier nicht nur um Shakespeare und seine Poesie, sondern auch um vieles andere – und vor allem um das Künstlerleben.
Die Gedichte bleiben dennoch stets präsent – als Irrlicht, das sie wohl jenseits aller Erklärungsversuche bleiben. Da schillert Johannes Krisch als Udo-Lindenberg-Verschnitt, Tilo Nest stimmt wahlweise greinende oder brechtische Töne an. Dörte Lyssewski verströmt listige Ironie, wie sie schönen Wesen eigen ist, die viel versprechen und nichts halten. Wenn freilich Sunnyi Melles erscheint, leuchtet ein grelles Feuerwerk: Als bizarre Königin Elisabeth trippelt sie über die Szene, hüllt Shakespeare in einen Hauch von Marilyn – und verblüfft schließlich als außerirdischer Kahlkopf, teils grübelnd, teils auftrumpfend mit Zahlenmystik. (Die Presse)

Der einstige Punksänger, ausgebildete Pianist und Komponist Karsten Riedel vertonte einige von William Shakespeares Sonetten, die Osttiroler Musikbanda Franui übernahm exzellent die Schrägmusikumsetzung. Michael Schachermaier und Hartmann richteten mit Unterstützung der Burgschauspieler Dörte Lyssewski, Sunnyi Melles, Johannes Krisch, Tilo Nest und Nicholas Ofczarek den frenetisch bejubelten „Bunten Abend“ ein.
Die zentrale Rolle dabei übernahm aber ein an sich lebloses Wesen, das vom jungen Grazer Puppenspieler Nikolaus Habjan geführt wird. [...] Witz, Satire und Ironie ziehen sich durch den musikalischen Abend über die süße Liebe, den tiefen Ozean, Leidenschaft und Verzweiflung. [...]
"Fool of Love" ist einer jener raren Abende, bei denen sowohl künstlerische Präzision als auch szenische Leichtigkeit wie selbstverständlich Hand in Hand gehen. (Kleine Zeitung)

Denn der elisabethanische Dichterfürst ist persönlich auf der Bühne anwesend, in Form einer (extrem liebevoll gestalteten) Puppe, die von Nikolaus Habjan fabelhaft geführt wird. [...] Mal rockig, mal poppig, mal zärtlich und balladesk kommen die Nummern daher. Riedel singt, sitzt am Klavier, die Musicbanda Franui spielt und die Burgstars singen mit. Plötzlich ist sie dann ganz da, die geheimnisvolle Welt der Shakespeare-Sonette, plötzlich haben der "rival poet" oder die "dark lady" ihre Auftritte. Auch Königin Elisabeth selbst huscht in Gestalt von Sunnyi Melles über die Bühne. Dass die Melles später wie eine Diva der 20er-Jahre singend ans Mikro tritt, ist da nur konsequent.
Ja, Shakespeare macht Spaß, mit Shakespeare darf gelacht werden. Etwa dann, wenn die Puppe mit Krone auf dem Haupt die schönsten Shakespeare-Dramentode nachspielt. Cäsar, Kleopatra, Julia – er hat sie letztlich alle abgemurkst. Und Shakespeare staunt. Wenn sich etwa Tilo Nest und Nicholas Ofczarek (als wienerischer Theaterfan) seiner annehmen, wenn Dörte Lyssewski seine Worte spricht, wenn Johannes Krisch mit cooler Sonnenbrille aus den Sonetten echten Hardrock macht, wenn Riedel und Franui lässig-herbe Klänge beisteuern.
Burgchef Matthias Hartmann hat all das mit Michael Schachermaier im schön-reduzierten Ambiente mit merklicher Freude in Szene gesetzt; die Schauspieler sind auch als Sänger einfach großartig. Vor allem aber: "Fool of Love" ist eine unglaublich intelligente, federleichte und musikalisch hinreißende Annäherung an den Dichter. Suchtgefahr ist garantiert. (Kurier)

Dieser sinnlich-vergnügliche Abend [...] ist eher ein als Shakespeare getarntes, tadelloses Konzert, in dem eine Klappmaulpuppe gern ihren Senf dazugibt. Dieser ausgemergelte fahle Eierkopf von einem Mann ist auf der Burg-Rampe die Hauptfigur: ein in die popmusikalische Gegenwart gezerrtes elisabethanisches Geschöpf mit tristem Gesichtsausdruck (Shakespeare selbst oder eine seiner Figuren). Die feinsinnigen, anrührenden wie aufregenden Kompositionen von Karsten Riedel und dessen so imposant wie seine Elvis-Koteletten wirkende Stimme versetzen die aus der Zeit gefallene Puppe bald in Stimmung. [...] Mit wenigen Bewegungen verwandelt Puppenspieler Nikolaus Habjan den Ausdruck seiner Klappmaulfigur von Entsetzen in Ergriffenheit. Ein Gesicht, das sich im Kontext der jeweiligen Musik zu wandeln scheint (Leitung: Michael Schachermaier und Matthias Hartmann).
Der Wert des Abends liegt in der sinnlichen Verschmelzung dieses Puppenspiels mit der Musik und den Stimmen der singenden Schauspieler: Sunnyi Melles trippelt als elisabethanische Königin vorbei, Nicholas Ofczarek intoniert einen waschechten Heribert Sedlacek, Tilo Nest und Johannes Krisch huldigen der "dark lady", auch Dörte Lyssewski singt.
Sänger und Komponist Karsten Riedel ist zu einer veritablen Kraft am Burgtheater geworden; "Fool of Love" ist dort sein fünfter, bisher größter Beitrag zu einem Theater, das seine Ränder erkundet. (Der Standard)

Wenn Theater schwerelos über seine Grenzen geht, entstehen magische Gebilde wie Matthias Hartmanns und Michael Schachermaiers Visualisierung von Shakespeare-Sonetten. Im Zentrum logiert eine Puppe, der Größen wie Nicholas Ofczarek und Dörte Lyssewski die Stimmen geben. Fulminant: Sunnyi Melles als Elisabeth I. Karsten Riedel und die Musikformation Franui umrahmen gesanglich. Inspirativ. (News)

Eine Auswahl an Sonetten hat der Musiker und Sänger Karsten Riedel für "Fool of Love" vertont und mit Franui in den typischen Klang zwischen Folklore und kunstvollen Tönen verpackt.
Die meisten dieser Lieder singt Riedel selbst [...] anderes überlassen er, Michael Schachermeier und Matthias Hartmann (Leitung) den Burggrößen wie Sunnyi Melles (hinreißend ihr Chanson im Marilyn- Monroe-Stil), Dörte Lyssewski (haucht perfekt wie Ute Lemper), JohannesKrisch (dass er singen kann, das hat er schon öfters bewiesen), Tilo Nest und Nicholas Ofczarek. (Kronen Zeitung)

Ein junger Freund, eine dunkle Geliebte und ein erbitterter Rivale: Die Figuren, die Shakespeare in seinen Sonetten [...] ansprach, könnte die moderne Popmusik nicht besser erfinden. Der Musiker und Komponist Karsten Riedel hat beide Stilelemente zu einem stimmigen Ganzen vermischt und mit seinen vertonten Sonetten und der Unterstützung der Osttiroler Musikbanda Franui [...] frenetischen Applaus erzielt. Der Star des Abends war eine Puppe als Dichter Shakespeare, geführt von Nikolaus Habjan. Meist melancholisch und romantisch, einmal poplastig beschwingt und dann mit französischem oder südländischem Einschlag, gestaltet Riedel am Flügel seine melodiöse Liebeslyrik. Fünf Burgschauspieler sind an diesem Abend mit dabei: Dörte Lyssewski überzeugt mit der kräftigsten Stimme, Nicholas Ofczarek mit einem Ausflug in den Wiener Dialekt, Johannes Krisch als Sänger mit diabolischem Charme und Sunnyi Melles erst als Königin Elisabeth I., dann als den 1920er-Jahren entsprungene Balladen-Diva. Den komödiantischen Höhepunkt liefert Tilo Nest, der stimmlich die Puppe bei deren Nachstellung von vier Shakespeare-Todesszenen unterstützt, von Julius Cäsar bis zu Julia aus „Romeo und Julia“. (Salzburger Nachrichten)

Franui setzt zurückhaltende Akzente, ein bisschen jazzig mit zarten, nur gelegentlich spitzen Bläsern, komplizierter Harmonik und Rhythmen zwischen Polka und Mariachi. Die Sonette klingen, als seien sie für diese zeitlose Musik geschrieben worden. Riedels Songs orientieren sich weitgehend am klassischen Aufbau der Sonette. Riedel zwängt sie nicht in eine Strophe-Refrain-Strophe-Struktur, bietet keinen Shakespeare-goes-Pop.
Nicht alle Lieder singt Riedel selbst. Immer wieder übernimmt jemand aus dem schauspielernden Burgtheater-Ensemble: Sunnyi Melles gibt die Diva im eng anliegenden Kleid, Johannes Krisch mit rauher Stimme und Sonnenbrille eine Mischung aus Udo Lindenberg und Klaus Kinsky, Dörte Lyssewski eine etwas blasse Chansonette, Tilo Nest eine Art bärbeißigen Johnny Cash. Aber alle mit dezent ironischem Augenaufschlag.
Zum eigentlichen Star des Abends entwickelt sich der junge Puppenspieler Nikolaus Habjan. Er führt eine lebensgroße Klappmaul-Puppe mit unglaublich hässlichem weißen Glatzkopf voller Falten. Das ist der Dichter, der seine Sonette an den schönen Geliebten, seine "Dark Lady" oder an einen rivalisierenden Dichter richtet. [...] Auch seine Stimme leihen ihm die Schauspieler – die manchmal hinter, manchmal neben dem weitgehend stummen Puppenspieler stehen. Dann spricht die Puppe auch mit ihnen – oder sie kommentiert mit Kopf- und Handbewegungen, was und wie sie singen. Das ist ganz wunderbar bis in die kleinsten Gesten. [...] Das Ganze wirkt wie ein heiteres Satyrspiel. (Nachtkritik.de)

Der den eigentümlichen und nicht zuletzt geheimnisumwobenen Sonetten William Shakespeares gewidmete Liederabend überzeugt musikalisch und nähert sich sehr nonchalant dem englischen Dichter. [...] Ausgehend von den von Karsten Riedel komponierten Songs, die unter Verwendung musikalischer Inspirationsquellen von Pop, Klassik bis Folklore und in der gemeinsamen Interpretation mit einem etwas reduzierten Franui-Ensemble Shakespeares deftiger, anrührender wie verschlüsselter Liebeslyrik entspricht, entwickelt der Abend eine beträchtliche Sogwirkung. Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann und Michael Schachermeier entwarfen mithilfe einiger Burg-Schauspieler, die den sängerischen Einsatz nicht scheuen, einen unterhaltsamen szenischen Rahmen.
Da ist es vor allem die vom jungen steirischen Puppenspieler Nikolaus Habjan gebaute und geführte Klappmaulpuppe mit an Shakespeare gemahnenden Zügen, die ob ihrer beeindruckenden Präsenz Größen wie Sunnyi Melles (eine herrlich trippelnde Elizabeth I. und erstaunlich gute Sängerin) oder einem in einer Szene sehr erheiternd „weanerischen“ Nicholas Ofczarek fast die Show stiehlt. Mit dem schönen Satz „In Shakespeares Dramen sterben Menschen wie Puppen, aber Puppen sterben besser“ demonstriert die „Puppe“ äußerst amüsant und leicht gelangweilt Todesszenen von Stücken wie „Antonius und Cleopatra“, „Julius Cäsar“ oder „Romeo und Julia“. Dörte Lyssewski, Tilo Nest und Johannes Krisch legen sich wie die schon erwähnten Kollegen ebenfalls musikalisch ins Zeug und scheinen große Freude an ihrem Tun abseits des klassischen Schauspiels zu haben. (Tiroler Tageszeitung)

Den Hauptpart bei dieser Revue hat Riedel selbst. Vor einem halboffenen bodenlangen dunkelroten Plüschvorhang spielt er Klavier oder Gitarre, während die Osttiroler Musicbanda Franui in einer kongenialen Instrumentierung seine lyrischen Vertonungen begleitet. In der Mitte der Bühne nimmt zwischen den Musiknummern der Puppenspieler Nikolaus Habjan mit seiner Puppe, einem kahlköpfigen, eiergesichtigen Herrn, Platz. Mit ihm spielen und singen die Burgschauspieler Dörte Lyssewski, Sunnyi Melles, Johannes Krisch, Tilo Nest und Nicholas Ofczarek meist mit unverhohlen ironischem Unterton. Was für großartige, wandlungsreiche Sprecherstimmen sind da zu hören! Und es es grenzt an Magie, wie Habjan aus der Puppe ein beseeltes Wesen macht. Durch wenige Posen und Gebärden offenbart sich uns ihre Seele", ihre Freude und Trauer, ihr Missfallen und Übermut. (Die Furche)

Die Idee des Abends und sein Clou ist die weißköpfige Puppe mit groteskem Shakespeare-Gesicht, die der Puppenspieler Nikolaus Habjan von Zeit zu Zeit auf die Bühne bringt und virtuos handhabt. Wenn die Schauspieler hinter der Bühne oder von deren Rand dieser „Figur“ die Stimme leihen, gewinnt sie geradezu Eigencharakter, Eigenpersönlichkeit, Eigenleben [...].
Zwei der Schauspieler kommen als Stimme dieses seltsamen Protagonisten zu ihren großen Szenen: Tilo Nest, wenn er die Puppe röchelnd, stöhnend, keuchend ein paar Shakespeare-Tode (von Kleopatra über Caesar zu Julia) spielen lässt, ein hinreißender G’spaß. Und Nicholas Ofczarek, ganz weit von Shakespeare weg, wenn diese Puppe plötzlich in dickem Wienerisch behauptet, ein gewisser Heribert Sedlacek zu sein, der immer davon geträumt hat, auf den Brettern des Burgtheaters zu stehen. (Der neue Merker)

Oft sind die fünf Burgschauspieler aber bloß die Ghost-Speaker für die Hauptperson des Abends, die aussieht wie aus der Proszeniumsloge der Muppets entsprungen: ein kantiger alter Herr mit Riesenklappe, eine Handpuppe in Menschengröße. Nikolaus Habjan ist der Puppenspieler, der dem eigenwilligen alten Herrn seine linke Hand für ausdrucksvolle Gesten leiht und ihn nicht nur zu einem regen Mit-Spieler, sondern eben zur Titelfigur macht. [...]
Besser, lebendiger, charismatischer kann man eine Puppe nicht führen. Das ist so gut und die Klangkulisse von Franui ist so Herz zerreißend schräg, dass man ohnedies nicht nach mehr fragt an dem anderthalbstündigen Abend. Wie selbstverständlich doch Texte aus dem späten 16. Jahrhundert und saftiger Pop zusammenwachsen. [...]
Das Vergnügen ist freilich grenzenlos, wenn sich das Blatt ganz offen wendet, zum bärbeissigen oder clownesken Satyrspiel. „In Shakespeares Dramen sterben Menschen wie Puppen – aber Puppen sterben besser“, sagt der Alte, und er führt das gleich vor, röchelt sein Leben aus als Julius Caesar, als Kleopatra und als Julia. (DrehPunktKultur)

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