Burgtheater

Ja es umgibt uns eine neue Welt! Torquato Tasso, Johann Wolfang Goethe
Maria Happel und Martin Schwab, fotografiert von Reinhard Werner

Johann Wolfgang Goethe
‹Hermann und Dorothea›

„Alles regt sich, als wollte die Welt, die gestaltete, rückwärts Lösen in Chaos und Nacht sich auf, und neu sich gestalten.“

Ein Kleinstadtidyll, plötzlich konfrontiert mit einem Weltereignis: ein unübersehbarer Zug von Vertriebenen, flüchtend vor den Revolutionskriegen, Hilfe und Unterkunft suchend. Die Bewohner der Kleinstadt helfen – doch meist mit Verzichtbarem und Entbehrlichem. Furcht und Sorge fressen sich in die christlichen Seelen.

Unter den Flüchtlingen trifft Hermann, der Sohn eines Wirtes, auf Dorothea. Eine schicksalhafte Begegnung, die den jungen Mann bis in sein Innerstes verwandelt. Aber seine Heiratspläne stoßen beim Vater auf erbitterten Widerstand. Die Mutter vermittelt, und Erkundigungen über die Emigrantin bringen Gewissheit über ihren makellosen Ruf und ihre besondere Tapferkeit, doch das hoffnungsvolle Glück mit Hermann bleibt ambivalent – in einer Zeit, in welcher auch „dem endlich gelandeten Schiffer der sicherste Grund des festesten Bodens zu schwanken“ scheint.

Wie Homer in seinen großen Epen, bedient sich Goethe in Hermann und Dorothea – unter den Zeitgenossen von gleicher Popularität wie sein Werther – des Hexameters, um die bildmächtige Handlung beinahe musikalisch voranzutreiben.

Leitung: Alfred Kirchner

Raum: Jura Gröschl

Dramaturgische Mitarbeit: Claudia Kaufmann-Freßner

April

Mittwoch, 12.04.2017 | 20.00 UhrBurgtheaterKarten

Mai

Donnerstag, 04.05.2017 | 20.00 UhrBurgtheaterKarten

Ein treffliches Gottesgeschenk. [...] Maria Happel [...] und Martin Schwab sorgten in der Einrichtung von Alfred Kirchner für zwei Sternstunden. (Kurier)

Einhelliger Jubel für ein vermeintlich klitzekleines, in Wahrheit unerhörtes Werk. (Der Standard)

Maria Happel und Martin Schwab malten mit Worten Goethes Epos von „Hermann und Dorothea“: Eine Geschichte von Krieg, Flucht - und ein rares Erlebnis. (Die Presse)

Keine Frage: Genau so muss Goethe heute. (Kurier)

Alfred Kirchner hat für die beiden Burggrößen Maria Happel und Martin Schwab auf weiter Fläche einen Ort der Poesie geschaffen, an dem das Wort Platz hat. (Kronen Zeitung)

Ein knackig durchgezogener, anregender Abend, gar keine Frage. Goethe-Nachhilfe mit einiger Überzeugungskraft. (nachtkritik.de)

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Man hat eben im Burgtheater zwei Vortragskünstler zur Hand, die das Gerücht von Deutschtümelei und Biedersinn in höhere Ironie auflösen. (Der Standard)

Maria Happel und Martin Schwab erfreuen sich dabei hörbar an dem Epos in neun Gesängen, haben sichtbar Lust an der Kunst der Hexameter. (Kronen Zeitung)

Wie wunderbar, dass hier exzellente Sprecher sich geistig und akustisch auf der Höhe ihres Textes befinden [...], dass sie „mit verteilten Rollen“ einfach alles spielen können, die einzelnen Protagonisten ebenso wie die beschreibenden Texte, aus denen sie nicht selten Pointen holen. (Online Merker)

Das charimatische Schauspieler-Duo Maria Happel und Martin Schwab hat die gebundene Sprache so wunderbar drauf, dass die beiden ganz ungebunden ran gehen können an die Ironie, mit der Goethe beim homerischen Durchbeuteln seiner Protagonisten nun wirklich nicht gespart hat. (nachtkritik.de)

Happel und Schwab arbeiten mit großem Geschick gegen den Hexameter an,sie sind ernst, wenn die Flüchtlingskrise es erfordert, und als Geschichtenerzähler sehr oft heiter. Das Publikum dankte mit Bravos und Standing Ovations. (Kurier)

Vor allem aber fließt Goethes köstliche Suada den beiden Schauspielern wie ätzende Lauge von den Lippen. Schwab steigert sich hinein in den Furor des Biedermanns. Happel zieht, zumal als Wirtsfrau, alle Register der Lebensklugheit. (Der Standard)

Regisseur Alfred Kirchner hat mit Maria Happel und Martin Schwab den vielen Figuren neue Gesichter gegeben. (Kronen Zeitung)

Dabei ist es nicht immer gänzlich einfach, pausenlose eindreiviertel Stunden dieser so in sich verschränkten Geschichte zuzuhören, aber wenn es jemand tatsächlich zu einem Vergnügen höherer Art machen kann, dann diese beiden … (Online Merker)

Schwab als frustrierter Hermann unter dem Birnbaum weinend/schmollend, oder etwas hilflos polternd als alter Wirt – das hat ebenso viel Charme wie Maria Happels Wirts-Monolog, in den sie sich mächtig hinein steigert. Dass die Rollenaufteilung nicht auf die Geschlechter der Lesenden fixiert ist, macht die Sache reizvoll. (nachtkritik.de)

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