Burgtheater

Ja es umgibt uns eine neue Welt! Torquato Tasso, Johann Wolfang Goethe
Tino Hillebrand, Merlin Sandmeyer, Marie-Luise Stockinger

Stefan Hornbach
‹Über meine Leiche›

Theaterstück für Menschen ab 14 Jahren

„Und wer hat eigentlich behauptet, dass Leben gut und Sterben böse ist.“

Fritz ist schmächtig, schüchtern – und krebskrank. Er ist nach Hause gezogen, zurück zu seiner Mutter, die nie was mit ihm anfangen konnte. Sein Vater ist schon lange weg und hat woanders eine neue Familie gegründet. Jana ist tough, selbstbewusst – und lebensmüde. Sie kennt Fritz seit ihrer Kindheit. Gelaufen ist da nie was. Fritz war ein Loser, Allergiker, halbblind, unsportlich, aber immer ein bisschen verliebt in Jana. Sein Alltag spielt sich jetzt zwischen Arzt, Chemotherapie und „Psychoekeltante“ ab, bis Jana, fasziniert vom Tod, mit Fritz einen Pakt schließt. Jana will Fritz zeigen, wie man stirbt, Fritz soll Jana beibringen, wie man lebt.

Über meine Leiche ist ein berührendes, heiter-trauriges Stück über eine schwere Krankheit, die zugleich ein Ankommen im Leben bedeutet: die späte Coming-of-Age-Geschichte eines jugendlichen Außenseiters Mitte 20. Poetisch, aber ohne Rührseligkeit und mit durchgeknallten Figuren beschreibt Hornbach, wie Fritz allmählich ins Delirium hineingleitet, wie er mit der coolen Jana ringt und gleichzeitig von ihr geleitet wird – oder findet das alles nur noch in seiner fiebrigen Fantasie statt?

„Einmal durch die Erdkugel und auf der anderen Seite wieder raus.“

Über meine Leiche wurde im Rahmen der Autorentheatertage im Juni in Berlin voraufgeführt.

„Über meine Leiche bündelt verzweifelt-komische Angstbewältigungsstrategien, die hier auf der Bühne erst recht ihr amüsantes Potential entfalten: tief empfunden, leicht vermittelt, ein Spaß bis unter die Haut.“ FAZ

Regie: Nicolas Charaux

Bühne und Kostüme: Pia Greven

Musik: David Lipp

Licht: Norbert Gottwald

Dramaturgie: Klaus Missbach

März

Samstag, 18.03.2017 | 20.00 UhrKasinoKarten

Charaux bringt die traumwandlerischen „Realitäten“ des Textes zum Wirken. [...] Es ist ein verspielter und dennoch ernster Abend, der den schlimmsten Ängsten beikommt. Rührend und zum Scherzen aufgelegt. (Der Standard)

Tino Hillebrand, Merlin Sandmeyer und Marie-Luise Stockinger spielen mit großem Engagement. [...] Ein berührender Abend über die letzten Dinge in jugendlich-modernem Stil und ohne den forschen Zweckoptimismus, der Katastrophen sonst häufig begleitet. (Die Presse)

Die Inszenierung von Nicolas Charaux setzt sehr gekonnt auf Slapstick, Filmszenen werden nachgestellt, akustische Verfremdungsmittel werden eingesetzt. [...] Tino Hillebrand, Merlin Sandmeyer und Marie-Luise Stockinger wechseln sich in allen Rollen ab und spielen großartig. [...] Ein ungewöhnlicher, nur eine Stunde langer Theaterabend, als berührende, charmante Geschichte eines Erwachsenwerdens auch für Teenager geeignet. (Kurier)

Verspielt, ohne Samthandschuhe und doch stets geschmackvoll gibt der Abend Gleichaltrigen Einblick in die Gedankenwelt eines jungen Mannes, bei dem ein Tumor diagnostiziert wurde. [...] Nach nur 70 Minuten erwacht man aus einem surrealen Traum, der viel freundlicher war, als sein schlimmes Thema vermuten ließ. (Falter)

Pressestimmen zu den Voraufführungen im Rahmen der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin:

Der Regisseur Nicolas Charaux begreift die fragmentarische Erzählweise als Inspiration, um ebenso fragmentarisch zu inszenieren. [...] „Über meine Leiche“ bündelt verzweifelt-komische Angstbewältigungsstrategien, die hier auf der Bühne erst recht ihr amüsantes Potential entfalten: tief empfunden, leicht vermittelt, ein Spaß bis unter die Haut. (FAZ)

Regisseur Nicolas Charaux gelingt mit „Über meine Leiche“ die mutigste und auf jeden Fall verspielteste Inszenierung. [...] Die beiden Figuren Jana und Friedrich repräsentieren unterschiedliche Prinzipien: Ihre lebenssatte Todessehnsucht prallt auf seinen glimmenden Lebensdrang. [...] Diese Asymmetrie nutzt Charaux als Spielmaterial. Bälle kullern aus Wandklappen, Film-Dialoge werden pantomimisch nachgestellt; das Spielerische bleibt dicht am Ernst der Situation. (taz)

Sie will sterben. Er will leben. Aus diesen krassen Polen schlägt Stefan Hornbach in seinem Debütstück Funken. Lässig schaut er seiner Generation aufs Maul. Berührt mit Wortwitz. (Inforadio RBB)

Suche im Spielplan



  • Bundestheater-Holding
  • Burgtheater
  • Staatsoper
  • Das Ballett
  • Volksoper
  • Art for Art/Theaterservice