Burgtheater

Macht Burg Wahn Sinn spielt Zeit

Wozu dient mir diese so erstaunliche Macht, wenn ich die Zustände nicht ändern kann, wenn ich nicht erreichen kann, dass die Sonne im Osten untergeht, dass das Leid abnimmt und die Menschen nicht mehr sterben?

CALIGULA
Albert Camus
Regie: Jan Lauwers
Premiere: 17. Mai 2012 im Kasino

Als seine Schwester und Geliebte Drusilla stirbt, verzweifelt der juvenile römische Kaiser Caligula am Leben: die Absurdität der menschlichen Existenz wird ihm mit voller Härte bewusst. Caligula, bis zu diesem Tag ein gerechter Regent, verfällt in politische und moralische Raserei. Er möchte fortan konsequent nach seiner Erkenntnis leben und eine Herrschaft des Absurden errichten. Dieses Vorhaben – verbunden mit seiner de facto unbegrenzten Macht als Kaiser – führt sogar dazu, dass er in gleichsam absoluter Absurdität den Mond besitzen will. Sein Schreckensregime wird immer brutaler, doch zwei Männer verschwören sich gegen Caligula: der Dichter Scipio und der Patrizier Cherea.

Mit kaum kaschiertem Bezug auf die totalitären Regime seiner Epoche verfasste der junge Albert Camus 1938 „Caligula“. Das Stück versinnbildlicht seine philosophische Konzeption des Existentialismus, die permanente Revolte des Menschen gegen das Absurde der eigenen Existenz, und hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt.


Suche im Spielplan

  • Bundestheater-Holding
  • Burgtheater
  • Staatsoper
  • Das Ballett
  • Volksoper
  • Art for Art/Theaterservice