Burgtheater

Macht Burg Wahn Sinn spielt Zeit

Das blinde Geschehen

Autor: Botho Strauss
Regie: Matthias Hartmann
Bühne: Karl-Ernst Hermann
Uraufführung: März 2011 im Burgtheater

Ort und Zeit: Irgendwo in Second Life, genau jetzt
Themen: Virtuelles Leben, Mann und Frau, ungeträumte Träume
Handlung: Der Musikvideoregisseur John Porto, ein Magier des Cyberspace, befindet sich im ständigen Zwiegespräch Freya Genetrix, die mal Fabelwesen, mal stinkreale Frau ist. Dabei malt er Handlungen auf eine Varietébühne, die vom selbstsingenden Mikrophon beherrscht wird. In episodenhafter Folge treten sieben Revueengel auf, die struppige Sophie, der Livrierte, die beleibte Reporterin, die Verletzte, der Vater, die junge Gattin, die Schwester, der Ehemann, der Geliebte, die Zufallsbekanntschaft, Fräulein Gabriele, der Verkäufer, die brötchenbeissende Frau, die Schattin und der letzte Gast. Die Figuren sind allesamt Bewohner einer Schattenwelt, irgendwo im Reich des Virtuellen, und drängen ans Licht, wollen für einen Augenblick wenigstens in die Träume der schlafenden Weltbevölkerung gelangen. Mit der lapidaren Anweisung „Pas ça“ („Das nicht“) schickt John Porto sie zurück ins blinde Geschehen. Eine skurrile Revue, die fragmentarisch und in immer neuen Anläufen das Mögliche und Unmögliche an menschlichen Begegnungen auslotet.

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