Burgtheater

Macht Burg Wahn Sinn spielt Zeit

Flucht? Flucht vor dir! Das hab’ ich wohl nicht notwendig. Wir sind ja weit genug voneinander, auch daheim!

DAS WEITE LAND
Arthur Schnitzler
Regie: Alvis Hermanis
Premiere: 24. September 2011 im Burgtheater

Der Wiener Glühlampenfabrikant und Casanova Hofreiter hat seine letzte Eroberung, die Frau des Bankiers Natter, soeben hinter sich gelassen und verbreitet nun eine düstere Geschichte: Der Pianist Korsakow habe sich aus unerwiderter Liebe zur Fabrikantengattin Genia das Leben genommen. Die Eheleute Hofreiter entfremden sich immer mehr voneinander. Der Fabrikant verführt die junge Erna in den Dolomiten und hält – vorerst vergeblich – um ihre Hand an. Seine rechtmäßige Gattin tröstet sich zugleich mit Marine-Fähnrich Otto, die beiden gestehen einander ihre Liebe. Genia will sich daraufhin ihrem Mann offenbaren, doch dieser weiß längst Bescheid. Hofreiter fordert den Fähnrich zum Duell.

Schnitzlers in der Endzeit der k. u. k.-Monarchie um 1910 angesiedeltes Stück analysiert mit erbarmungslosem Blick Szenen einer zerbrochenen Ehe, entlarvt die Monstrosität gesellschaftlicher Konventionen und blickt tief in die Seele der Wiener Wohlstandsbürger.

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