Der Parasit
Autor: Friedrich Schiller nach Louis-Benoît PicardRegie: Matthias Hartmann
Bühne & Kostüme: Johannes Schütz
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Amely Joana Haag
Premiere: 31. Dezember 2010 im Burgtheater
Uraufführung: 12. Oktober 1803 am Hoftheater Weimar
Ort und Zeit: Paris im 18. Jahrhundert
Themen: Hochstaplerei, Networking, Mobbing
Handlung: Der clevere Taugenichts Selicour hat durch Lügen, Intrigen und Schmeicheleien das Vertrauen des neuen Ministers Narbonne in privaten und politischen Angelegenheiten erworben. Zu Karrierezwecken beginnt er, sein öffentliches Auftreten zu perfektionieren. Selicour gelingt es, das eigene Unvermögen zu vertuschen, indem er sich hemmungslos die Qualitäten anderer Menschen zunutze macht: Um seine Tauglichkeit für den diplomatischen Dienst zu beweisen, gibt er sich etwa als Verfasser der Memoiren des rechtschaffenen Beamten Firmin aus und wirbt zugleich mit den Versen von Firmins Sohn um die Hand der Ministertochter. Angesichts seines rhetorischen Geschickes werden auch alle anderen Figuren zu fassungslosen Beobachtern dieser rasanten Karriere degradiert. Erst am Schluss des Stückes schafft es La Roche, der als alter Freund um den wahren Charakter Selicours weiß, dem Minister die Augen zu öffnen. Er entlarvt den Hochstapler in seinem falschen Spiel und entzieht somit dem Parasiten den Wirt für seinen Erfolg.
Besonderheiten: „Der Parasit“ basiert auf einer französischen Komödie von Louis-Benoît Picard, welche Schiller ursprünglich nur übersetzen wollte. Am Ende war aus der Gelegenheitsarbeit eine „ernsthafte Bearbeitung“ des Stückes geworden.






