Ich glaube, es war Flucht, Panik – eine Panik, die mich von einem zum anderen trieb, auf der Suche nach Schutz – an den ungeeignetsten Orten. Bei den unmöglichsten Leuten!
ENDSTATION SEHNSUCHTTennessee Williams
Regie: Dieter Giesing
Bühne Karl-Ernst Hermann
Kostüme: Fred Fenner
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Klaus Missbach
Mit: Katharina Lorenz, Dörte Lyssewski, Petra Morzé, Dunja Sowinetz; Nicholas Ofczarek, Marcus Kiepe, Dietmar König, Juergen Maurer, Rudolf Melichar, Daniel Sträßer
Premiere: 28. Jänner 2012 im Burgtheater
Blanche Dubois muss die Versteigerung des einstmals stolzen Familienbesitzes und die Auflösung ihrer bisherigen Existenz mit ansehen und flüchtet sich zu ihrer Schwester Stella nach New Orleans. Dort gerät die neurotische, dem Alkohol verfallene Southern Belle sofort in Konflikt mit ihrem Schwager, Stanley Kowalski, einem Arbeiter, der die alte Südstaaten-Aristokratie genauso verachtet wie Blanche die Manieren polnischer Einwanderersöhne. Der virile Stanley fürchtet bald um seine Ehe und sein Zuhause, das seit Blanches Ankunft erheblichen Erschütterungen ausgesetzt ist. Mit roher Gewalt macht er sich daran, die Illusionswelt seiner Schwägerin Stück für Stück zu zerstören.
Tennessee Williams’ kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenes Drama erzählt – stark beeinflusst durch die Lehren Sigmund Freuds – vom Übergang der de facto aristokratischen Kultur der alten Südstaaten zum neuen, von den Einwanderern des Nordens geprägten industriellen Amerika. Vor der latent exotischen Kulisse des French Quarters prallen in diesem „Triebwagen“ des Begehrens buchstäblich Welten aufeinander.






