Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes
Autor & Regie: Roland SchimmelpfennigBühne & Kostüme: Johannes Schütz
Premiere / Österreichische Erstaufführung: Dezember 2010 im Akademietheater
Uraufführung: Toronto, Juni 2010
Ort und Zeit: eine Universitätsstadt der westlichen Welt, Gegenwart
Themen: Humanitäre Ideale, Desillusionierung, Verlust
Handlung: Das Ärztepaar Carol und Martin hat die letzten Jahre in einem Entwicklungsland gearbeitet, während ihre ehemaligen Studienkollegen Liz und Frank zurückgeblieben sind und eine Familie gegründet haben. Nachdem Carol und Martin von ihrem humanitären Einsatz zurückgekehrt sind, treffen sich die alten Freunde zu einem Abendessen. Der gemeinsame Abend macht deutlich, wie sehr sich die Paare auseinander entwickelt haben. Carol und Martin sind traumatisiert von ihren Erlebnissen in dem Krisengebiet, auch ihre Beziehung und ihre Gesundheit haben darunter gelitten. Die beiden haben in dieser Zeit Annie, ein verwaistes und krankes Mädchen, bei sich aufgenommen. Liz und Frank haben in den letzten sechs Jahren Briefe und Geld an die kleine Annie geschickt, um ihre Pflege mit zu finanzieren. In dieser Zeit sind Liz und Frank an den Banalitäten des scheinbar harmonischen Familienlebens gescheitert. Zwei Puppen rücken in den Mittelpunkt des Geschehens: Liz hat eine kleine Kunststoffpuppe namens Peggy Pickit, die sie Annie schicken will, und Carol hat wiederum eine geschnitzte Holzpuppe als Gastgeschenk mitgebracht. Um die Entfremdung der Freunde zu überspielen, führt Liz imaginäre Gespräche mit den zwei Puppen. Carol gesteht, dass sie Annie in den Wirren des drohenden Bürgerkrieges zurücklassen mussten und ihr Schicksal sowie ihre medizinische Versorgung damit ungewiss ist. Liz ist fassungslos darüber und zerstört daraufhin beide Puppen.
Besonderheiten: Teil der Afrika-Trilogie des Vulcano Theatre in Vancouver.






