Repertoire
Die Repertoire-Vorstellungen werden mit den Besetzungen der jeweiligen Premieren angegeben. Die aktuellen Besetzungen (mit eventuellen Umbesetzungen) entnehmen Sie bitte dem aktuellen Spielplan.
*In diesen Produktionen wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.
Als seine Schwester und Geliebte plötzlich stirbt, befällt den bis dahin allseits geschätzten römischen Kaiser Caligula eine folgenschwere Erkenntnis: „Die Menschen sterben, und sie sind nicht glücklich.“ Die Absurdität der Existenz wird ihm in ihrer ganzen Härte bewusst. Doch der mit schier unbegrenzter Macht ausgestattete Herrscher rebelliert gegen sein Schicksal.
mehrLaura Naumanns vierter Theatertext demut vor deinen taten baby erzählt die Geschichte von Mia, Bettie und Lore, die nach einem gemeinsam überstandenen Terroralarm ihre Leben neu erfinden.
mehrWas hat mein Leben mit dem jungen Chinesen, der mir im Schnellrestaurant gegenüber die Thai-Suppe serviert, zu tun? Hängen unsere Schicksale zusammen und wenn ja, dann wie? Sind wir in der Lage, die Zufälle, vielleicht auch Zusammenhänge und Abhängigkeiten, die unsere Lebenspläne so schmerzhaft angreifbar machen und spielend Kontinente überschreiten, als Möglichkeiten zu verstehen?
Wie zum Beispiel würden Sie sich verhalten, wenn Sie einen schwer kariösen Zahn eines Menschen in ihrer Suppe finden?
Oscar Wildes Bestechungs- und Erpressungsgeschichte spielt im Hause des Unterstaatssekretärs Robert Chiltern in London. Dort bekommt man Besuch aus Wien von Mrs. Chevely, die jahrelang in politischen Geschäften in Österreich unterwegs war. Der Hyper-Alpenkanal soll von England aus mitfinanziert werden, und dazu braucht man den gutaussehenden und gewieften Politiker Chiltern, einen Mann, der leidenschaftliches Machtstreben mit sozialer Verantwortung und privater Sehnsucht nach Liebe verbindet.
mehrIn einer Garderobe in der Staatsoper: der „Vater“ und der „Doktor“, der Ignorant und der Wahnsinnige. Sie warten auf den Auftritt der „Königin der Nacht“. Dabei handelt es sich um die Tochter des halb blinden Ignoranten, die in dieser Nacht zum 222. Mal die Königin der Nacht aus Mozarts „Zauberflöte“ singen wird.
mehrEine Hochzeitsgesellschaft versucht, die gemeinsam erlebte Hochzeitsfeier, welche vor zehn Jahren stattgefunden hat, exakt zu wiederholen – auf dringenden Wunsch der Braut. „Was ist, wenn wir im Tod von unserem Leben träumen?“ sagt diese und erprobt anhand des Versuchs der Wiederholung mit enormer Verve, die Angst im Nacken, einen verblüffenden Gegenentwurf zum Gesetz der Vergänglichkeit von Glück.
mehrMit der hochaktuellen Geschichte der politischen Blitzkarriere vom Hofintriganten Selicour hat der Tragödiendichter Schiller eine Komödie hinterlassen, die zwar selten gespielt wird, aber an Raffinesse, Paraderollen und ausgefeilter Form seinen Musterdramen in nichts nachsteht.
mehrHeinrich von Kleist, dessen Todestag sich 2011 zum zweihundertsten Mal jährt, wurde für sein durch Goethe 1808 uraufgeführtes Lustspiel von einem Kupferstich von Le Veau mit dem Titel „Le juge, ou la cruche cassée“ inspiriert. „Der zerbrochne Krug“ zeigt am Modell eines holländischen Dorfgerichts, wie die Menschen das Vertrauen in eine Obrigkeit verlieren, die nicht Recht, sondern Macht spricht.
mehrAls dreijähriges Kind ist der Sohn des Grafen Borotin vor zwanzig Jahren in einem See ertrunken. Sein Vetter, der letzte männliche Verwandte, ist gerade ohne Nachkommen gestorben, und einzig seine Tochter Berta bleibt Borotin als Stütze seines Stammes.
mehrOphelia und Gabriel, zwei junge Großstadtmenschen, treffen in einem Hotelzimmer zum ersten Mal aufeinander. Er arbeitet als Callboy. Sie ist überqualifiziert, arbeitslos und gibt ihr mühsam Erspartes immer wieder für kleine Reisen in ihr noch unbekannte Stadtteile aus.
mehrKopenhagen, 1975: In der Kommune wird nicht nur das Bad geteilt und gemeinsam gegessen, dieses Haus lebt von der Überzeugung, dass Gemeinschaft weit über den Kochtopf hinaus geht. Gemeinschaft ist die gelebte Realität einer politischen Überzeugung, die zur Großfamilie gewordene Idee einer solidarischen Gesellschaft. Doch manchmal macht die Biologie der Philosophie einen Strich durch die Rechnung.
mehrKleist gestaltete seine Novelle gleichen Namens angeblich nach einer wahren Begebenheit, deren Schauplatz er – aus Rücksicht auf die Betroffenen – „vom Norden nach dem Süden“ verlegte. Für seine dramatische Bearbeitung des berühmten Stoffs verlegt Bruckner die Begebenheit vom Süden – in Italien – wieder nach dem Norden: nach Preußen in der Zeit der napoleonischen Kriege.
mehrKoproduktion mit den Wiener Festwochen
Eine Frau und ein Mann. Sind es zwei Kinder? Oder ist es ein altersloses Paar? Kommen sie vielleicht aus Schillers „Don Carlos“? An einem schönen Sommertag treffen sie sich in einem imaginären Garten. Begleitet vom Sausen und Aufrauschen der geahnten Bäume sprechen sie über den ersten Moment der Liebe.
mehrEine Frau wacht eines Morgens in einer Jagdhütte auf und findet sich eingeschlossen von einer unsichtbaren Wand, hinter der kein Leben mehr existiert. Was ihr bleibt, sind ein Hund, eine Katze, eine Kuh, die Berge, eine Alm.
mehrDer viktorianische Dauerbrenner „Das Bildnis des Dorian Gray“ ist unserer Zeit wie auf den Leib geschrieben: Der Kult um ewige Jugend könnte kaum besser porträtiert werden, unsere Botox-straffen Gesichter nicht besser gespiegelt sein, als in der polierten Oberfläche dieses sprachlichen Meisterwerks.
mehrEine Familie in Amerikas tiefster Provinz, im Osage County, Oklahoma, wo die Prärie nicht nur eine Landschaft ist, sondern auch ein seelisches Leiden, ein Bewusstseinszustand wie der Blues.
mehrIn Woody Allens Komödie geht es im Grunde um die Frage, warum zwei Menschen ein Paar werden – und es eventuell auch bleiben. Liebevoll-ironisch, mit rhetorischer Finesse und dem feinen Gespür für die verborgenen Begierden sind die Figuren gezeichnet – wunderbar durchgeknallte Charaktere und dezent-satirische Komik garantiert.
mehrBob und Helena erzählen uns die Geschichte „ihrer“ magischen Sommernacht mit ironischer, manchmal fast zynischer Distanz und der überbordenden Lust an einer richtig guten Story...
mehrEine kostbare Miniatur unter den Dramen von Thomas Bernhard, balancierend zwischen Tragödie und Komödie, zwischen Wahnsinn und höchster Erkenntnis, zwischen Einsamkeit und Größenwahn. Für einen großen Theatermacher und Schauspielergenius bietet sie unendlich viele Spielmöglichkeiten. Nach Bernhard Minetti ist Gert Voss nun Bernhards herrlicher Theaterclown, angekommen im 21. Jahrhundert.
mehrLum und Purl Schweitzke fragen sich unablässig, was das Ganze eigentlich soll – wo liegt der Sinn ihres Daseins? Sie leiden, wünschen sich etwas, das allein ihretwegen existiert: ein gemeinsames Kind, für das es sich zu leben lohnt. Doch ein Kind ist nicht vorgesehen, jedenfalls nicht für Lum und Purl. Als Figuren, die in ein Theaterstück eingeschrieben sind, scheint es ihnen unmöglich, den Lauf der Dinge zu beeinflussen.
mehrElektra, Tochter des mykenischen Königs Agamemnon, musste mit ansehen, wie ihre Mutter Klytämnestra gemeinsam mit ihrem Geliebten Ägisth den Vater tötete. Seitdem wartet sie auf den Tag der Rache.
mehrBlanche Dubois muss die Versteigerung des einstmals stolzen Familienbesitzes und die Auflösung ihrer bisherigen Existenz mit ansehen und flüchtet sich zu ihrer Schwester Stella nach New Orleans. Dort gerät die neurotische, dem Alkohol verfallene Southern Belle sofort in Konflikt mit ihrem Schwager, Stanley Kowalski, einem Arbeiter, der die alte Südstaaten-Aristokratie genauso verachtet wie Blanche die Manieren polnischer Einwanderersöhne.
mehrChansons und mehr. Mit Michael Heltau und den Wiener Theatermusikern
Nach seinen letzten umjubelten Programmen im Burgtheater („Statt zuspielen“) und im Akademietheater („I brauch kan Pflanz“) präsentiert Michael Heltau nun sein aktuelles Programm wieder in der Burg und natürlich gemeinsam mit den Wiener Theatermusikern, die nicht Begleiter, sondern kongeniale Mitgestalter seiner Abende sind.
mehrMatthias Hartmann inszeniert beide Teile von Goethes monumentalem Faust-Drama. Zwei verschiedene ästhetische Annäherungen entsprechen dabei den völlig unterschiedlichen Eigenschaften des ersten und des zweiten Teils.
mehrGespenster gehen um auf Helene Alvings Landgut, Wiedergänger aus einer verdrängten Vergangenheit, die im Handlungsverlauf allmählich ans Licht treten. Erst als ihm zum zehnten Todestag ein Denkmal gesetzt werden soll und sein Sohn Osvald waidwund aus Paris heimkehrt, enthüllt sich das finstere Erbe des Kammerherrn Alving.
mehrNach der Krise, im Frühling, alles ist wieder gut: Bankberaterin Christina Merkel trifft ihren Kunden Herrn Bond zum Beratungsgespräch – auf einer Bank im Freien, unter einer Ulme. Die Verhältnisse scheinen auf den Kopf gestellt, denn auch die Banken wissen nun: Die Kunden lassen sich nicht mehr für blöd verkaufen.
mehrMusiktheater nach Péter Esterházy. Numerierte Sätze aus dem Leben der Familie Esterházy
„Dasein heißt, sich eine Vergangenheit zu basteln“ lautet ein entscheidender Satz in Esterházys Roman, der sich auf die Spuren seiner berühmten adeligen Familie begibt, die 1951 von den Kommunisten enteignet wurde.
mehrProfessor Immanuel Kant ist in Begleitung seiner Frau, seines Bruders Ernst Ludwig und Friedrichs, seines Papageis, auf einem Luxusdampfer unterwegs nach Amerika. Er soll den Ehrendoktortitel der Columbia University empfangen und sich einer Augenoperation wegen eines Glaukoms unterziehen.
mehrLondon, 2. Oktober 1872. Das Leben des wohlhabenden Exzentrikers Phileas Fogg läuft wie ein gut geöltes Uhrwerk. Er überlässt nichts dem Zufall, jede seiner Handlungen ist akribisch geplant. Aber dann wettet er, in 80 Tagen um die Welt zu reisen, und begibt sich mit seinem Diener auf die riskante und abenteuerliche Tour, auf der sich ihnen viel Unbequemes und Unerwartetes in den Weg stellt.
mehrDie Ballade von Leila und Lee
Diese Inszenierung im Vestibül ist eine „Koproduktion“ von Junger Burg und Burgensemble: Vier SchauspielerInnen begeben sich auf eine filmhafte Reise durch die schottischen Highlands.
mehr„Ich glaube nicht, dass die Welt auf immer und ewig kulturell gespalten ist. Für mich gibt es keine einfachen Erklärungen für die Identität eines Menschen. Deshalb habe ich ja auch so viel über dieses Thema geschrieben. Ich bekomme zum Beispiel oft zu hören, dass ich entscheiden müsse‚ auf welcher Seite‘ ich stehe, und dass ich mich entweder als Tunesier oder als Schweden bezeichnen solle. Aber das werde ich nicht tun. Ich habe eine nordafrikanisch-schwedische Identität.“ Jonas Hassem Khemiri
Fassung: Peter Raffalt
Der Kläger: Pferdehändler Michael Kohlhaas. Der Täter: Junker Wenzel von Tronka. Streitwert: Zwei Rappen. Delikte: Vorspiegelung falscher Tatsachen, Amtsmissbrauch, Körperverletzung und Sachbeschädigung.
mehrLiliom, der beste Ausrufer beim Ringelspiel der Frau Muskat, ein begehrter Kenner der verheißungsvollen Illusionsmaschinerie fürs Volk, trifft auf das Dienstmädchen Julie und damit auf eine schicksalhafte Liebe.
mehrChansons von Jacques Brel und mehr. Mit den Wiener Theatermusikern
Nach seinen letzten umjubelten Programmen im Burgtheater („Statt zuspielen“) und im Akademietheater („I brauch kan Pflanz“) präsentiert Michael Heltau nun sein aktuelles Programm wieder in der Burg und natürlich gemeinsam mit den Wiener Theatermusikern, die nicht Begleiter, sondern kongeniale Mitgestalter seiner Abende sind.
mehrWie so oft bei Tschechow dreht sich auch in seinem Meisterwerk „Onkel Wanja“ alles um die Liebe, die Vergeblichkeit – und um das Geld.
mehrIn einer unruhigen Nacht in Venedig enthüllt Jago dem edlen Brabantio die Flucht seiner Tochter Desdemona mit Othello – der Beginn seines geheimen Kriegs gegen den schwarzen General, der ihm zwar vertraut, ihn jedoch nicht zum Leutnant befördert hat; eine Kränkung, die bei Jago tiefsten Hass auslöst.
mehrWendy und Michael ahnen nicht, dass draußen am Fenster ein geheimnisvoller Zuhörer hockt und gespannt den Geschichten lauscht, die sie einander abends erzählen – Geschichten von rätselhaften Welten, Indianern, bösen Piraten und anderen fantastischen Gestalten. Der geheimnisvolle Zuhörer ist niemand anderer als Peter Pan.
mehrAm Vorabend der Versteigerung des Gutes Vojnicevka trifft der Dorfschullehrer Platonov im Salon der Vojnicevs auf seine ehemalige Geliebte Sofja Egorovna, auf die Generalswitwe Anna Petrovna und auf die in ihn verliebte Gutsbesitzerin Maria Grekova. Platonov spielt mit der Liebe der drei Frauen, ohne sie zu erwidern.
mehrDer Prinz von Homburg missachtet einen Befehl des Kurfürsten und wird deshalb – obwohl er die brandenburgischen Truppen zum Schlachtsieg geführt hat – zum Tode verurteilt. In Prinz und Kurfürst steht sich der menschliche Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit, Herz und Verstand, Gesetz und Gefühl gegenüber.
mehrProfessor Bernhardi, ein erfolgreicher Internist, ist Leibarzt des Wiener Adels und Direktor einer Privatklinik. Seine Karriere wird jäh unterbrochen, als er aus humanitärer und ärztlicher Überzeugung einem katholischen Pfarrer den Zugang zu einer Patientin verweigert.
mehrProjekt einer Insel
Ein Schiff geht unter und mit ihm alle alten Möglichkeiten, weiterzumachen wie bisher. Ein Einziger überlebt die Katastrophe – Robinson Crusoe, der Mann, den seine Unzufriedenheit mit der sicheren Mittelmäßigkeit des Lebens immer wieder zu abenteuerlichen Unternehmungen trieb. Es heißt, von vorn zu beginnen, allein in der Wildnis zu überleben.
mehrIm Verona des frühen 15. Jahrhunderts leben zwei bis aufs Blut verfeindete Familien: die Montagues und die Capulets. Romeo Montague erscheint maskiert auf einem Ball der Capulets und begegnet dort deren 14-jähriger Tochter Julia. Die beiden verlieben sich auf der Stelle. Doch ein Unstern thront missgünstig über dieser Liebe.
mehrWarten, Kommen, Leben (ewig) heißen die drei Teile von Ewald Palmetshofers neuem Stück, das er als Auftragsarbeit für das Burgtheater geschrieben hat. Die Alten warten und hoffen, dass die Jungen nicht kommen, um ihr Erbe schon jetzt und heute anzutreten. Aber die zukünftigen Generationen kommen – Karl und Franz, die Räuber – und sie wollen sich ihr Erbe holen, bevor es nichts mehr gibt.
mehrAlexander Wiegold inszeniert einen großen Stoff im kleinsten Spielort der Burg: In seiner philosophisch aufgeladenen Science-Fiction-Parabel stellt Stanisław Lem die Frage nach dem Zusammenhang von Identität, Erinnerung und Schuld, zugleich aber auch nach den Grenzen der Erkenntnisfähigkeit des Menschen. Da dieser die Welt zwangsläufig nach seinen eigenen Denk- und Wahrnehmungskriterien konstruiert, kann er die menschliche Perspektive niemals überwinden.
mehrDie geistig zurückgebliebene Bauerntochter Beppi leidet Zeit ihres Lebens unter der Kälte und Hartherzigkeit ihrer Eltern. Deren Maßregelungen und gegenseitige Schuldzuweisungen verunsichern das Mädchen zusehends und treiben es immer tiefer in die Einsamkeit.
mehr"Atemlose Ruhe vor dem "Sturm", der nach etwa 90 Minuten große Freude hinterlässt. Freude an Shakespeares Sprache, großartigen Schauspielern und einer lebhaften intelligenten Inszenierung. Barbara Frey verknappt hier Shakespeares letztes Stück radikal, aber virtuos. Lang anhaltender Applaus für einen beglückenden und kurzweiligen Abend, der auch jüngstem Publikum großes Theater nahe bringen kann." (Wiener Zeitung)
mehrTextfassung von Amely Joana Haag und Matthias Hartmann
Endlich Frieden in Troja. Nach 10 Jahren. Kein Grieche mehr weit und breit. Kein Schiff mehr am Horizont. Nur noch ein gigantisches, hölzernes Pferd am Strand: Gottesgeschenk oder Kriegsmaschine? Doch da bewegt sich etwas, ein zurückgelassener Grieche sitzt zusammengekauert an einem Fuß des Pferdes, zitternd. Er wird den Trojanern eine atemberaubende Version seiner Geschichte erzählen.
mehrIn „Väter“ erzählen ein Deutscher, ein Russe und ein Lette von ihren Vätern. Sie erinnern sich als Söhne und erzählen als Schauspieler.
mehrIn Illyrien gehen die Uhren anders: Shakespeares fiktionales Königreich ist ein Land der Muße und der Langeweile. Niemand arbeitet, man lebt für die Musik, das Trinken, für die Liebe und, vor allem, die Melancholie. Erst die Ankunft der schiffbrüchigen Viola belebt den von Schwermut befallenen Ort, Illyrien erwacht – und zwar mit Verve.
mehrDer 25. Juni, 21 Uhr. Alle drei Episoden von „Wastwater“ – inhaltlich subtil miteinander verlinkt – spielen nahe dem Flughafen Heathrow bei London und werden regelmäßig vom Lärm startender Maschinen durchdonnert.
mehr„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus.“
Wenn sich Elfriede Jelinek auf die Spuren des Wanderers aus Franz Schuberts Winterreise begibt, zieht sie – radikal wie in keinem anderen Stück zuvor – persönliche Bilanz. Angesichts ihrer eigenen Vergänglichkeit richtet sie den Blick in ihre Vergangenheit und ihre Zukunft, befragt sich selbst zu den schon entschwundenen oder noch vorhandenen Möglichkeiten von privatem und beruflichem Leben.
Über dreißig Kurzszenen und Improvisationen zu Prosaminiaturen der Autoren Daniil Charms, Georges Courteline und Pierre Henri Cami ergeben ein Panorama der unterschiedlichsten ZWISCHENFÄLLE, in denen zehn Darsteller in beinahe neunzig Rollen aufeinandertreffen.
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