Burgtheater

Ich war vier Jahre lang die Antilope.

Repertoire

Die Repertoire-Vorstellungen werden mit den Besetzungen der jeweiligen Premieren angegeben. Die aktuellen Besetzungen (mit eventuellen Umbesetzungen) entnehmen Sie bitte dem aktuellen Spielplan.
*In diesen Produktionen wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

John CassavetesBegin the Beguine*

Der legendäre Filmemacher John Cassavetes schrieb „Begin the Beguine“, eine nach dem Cole Porter-Evergreen benannte, tiefschwarz funkelnde Allegorie über Liebe und Tod, Eros und Thanatos, kurz vor seinem Ableben für Peter Falk und Ben Gazzara. Das Projekt kam über die Vorbereitungsphase nie hinaus. Jan Lauwers inszeniert mehr als zwanzig Jahre später die Uraufführung.

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René PolleschCavalcade or Being a holy motor*

"Die Wahrheit hat noch nie irgendein Gefühl in uns erzeugt. Deshalb geht man ja auch ins Theater. Weil da nur gespielt wird, und dadurch die größten Gefühle in uns hervorgerufen werden aus einem einfachen Grund: dass die Gefühle nur gespielt sind. Man geht ja nicht ins Theater wegen der Wahrheit, um sich die wahren Gefühle anzusehen.

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Georg BüchnerDantons Tod*

„Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet?“

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Isabel AllendeDas Geisterhaus*

Bühnenfassung von Antú Romero Nunes und Florian Hirsch

Isabel Allendes 1982 veröffentlichtes Debüt trägt deutlich autobiographische Züge und wurde zu einem Welterfolg. Es ist ein Roman über die Erinnerung, die wie ein Puzzle, in dem jedes Teil irgendwie einen Sinn ergeben muss, Stück für Stück zusammengesetzt wird.

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Ferdinand RaimundDer Alpenkönig und der Menschenfeind*

Der reiche Gutsbesitzer Herr von Rappelkopf wähnt sich verraten von der Welt und zieht sich mit seiner Familie und der Dienerschaft auf ein von der Gesellschaft isoliertes Landgut in den Alpen zurück. Rappelkopf wird zum Misanthrop.

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Johann NestroyDer böse Geist Lumpazivagabundus*

Koproduktion mit den Salzburger Festspielen

Im Zauberreich geht eine Seuche um: Lotterleben und Verschwendungssucht. Des Landes Söhne sind vom bösen Geist Lumpazivagabundus befallen und verjubeln zügellos das väterliche Erbe. Um die Knaben zu bekehren, bietet der Feenkönig ihnen ein letztes Mal Kredit an.

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Elfriede Jelinek, Oscar WildeDer ideale Mann

Oscar Wildes Bestechungs- und Erpressungsgeschichte spielt im Hause des Unterstaatssekretärs Robert Chiltern in London. Dort bekommt man Besuch aus Wien von Mrs. Chevely, die jahrelang in politischen Geschäften in Österreich unterwegs war. Der Hyper-Alpenkanal soll von England aus mitfinanziert werden, und dazu braucht man den gutaussehenden und gewieften Politiker Chiltern, einen Mann, der leidenschaftliches Machtstreben mit sozialer Verantwortung und privater Sehnsucht nach Liebe verbindet.

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Johann NestroyDer Talisman*

Der Vagabund Titus Feuerfuchs wird wegen seiner roten Haare privat wie beruflich zum Außenseiter gestempelt. Auch seine Leidensgenossin, die ebenfalls rotschöpfige Gänsehirtin Salome, kann ihm nicht helfen.

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Heinrich von KleistDer zerbrochne Krug

Heinrich von Kleist wurde für sein durch Goethe 1808 uraufgeführtes Lustspiel von einem Kupferstich von Le Veau mit dem Titel „Le juge, ou la cruche cassée“ inspiriert. „Der zerbrochne Krug“ zeigt am Modell eines holländischen Dorfgerichts, wie die Menschen das Vertrauen in eine Obrigkeit verlieren, die nicht Recht, sondern Macht spricht.

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Franz GrillparzerDie Ahnfrau

Als dreijähriges Kind ist der Sohn des Grafen Borotin vor zwanzig Jahren in einem See ertrunken. Sein Vetter, der letzte männliche Verwandte, ist gerade ohne Nachkommen gestorben, und einzig seine Tochter Berta bleibt Borotin als Stütze seines Stammes.

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Henrik IbsenDie Frau vom Meer*

Ellida, Tochter eines Leuchtturmwärters, sehnt sich nach dem Meer. Seitdem sie den Kleinstadtarzt Doktor Wangel geheiratet hat, lebt sie in einer Sackgasse am Ende des Fjords. Die „Frau vom Meer“ findet zudem keine Nähe zu Wangels Töchtern aus erster Ehe, Bolette und Hilde.

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Hans Henny JahnnDie Krönung Richards III.*

Richard III. ist ein Krieger, ein getriebener Tyrann, er hadert mit Gott über das bestimmungslose Leid, das die Menschen erdulden müssen. Seine unbezwingbare Angst vor dem Tod fordert viele Opfer.

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Die letzten Zeugen

75 Jahre nach dem Novemberpogrom 1938
Ein Projekt von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann

Sie sind die Letzten. Wie lange werden wir noch Überlebende befragen können, wie lange ihnen noch zuhören dürfen? Sie treten auf und sprechen, um zu erzählen, wie sie der Vernichtung knapp entkamen.

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Karl KrausDie letzten Tage der Menschheit*

Koproduktion mit den Salzburger Festspielen

„Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen; ich habe gemalt, was sie nur taten.“

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Wolfram LotzDie lächerliche Finsternis*

„Wir sitzen hier mitten im Kriegsgebiet, aber wir bekommen nichts davon mit.“

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Ferdinand BrucknerDie Marquise von O.

Kleist gestaltete seine Novelle gleichen Namens angeblich nach einer wahren Begebenheit, deren Schauplatz er – aus Rücksicht auf die Betroffenen – „vom Norden nach dem Süden“ verlegte. Für seine dramatische Bearbeitung des berühmten Stoffs verlegt Bruckner die Begebenheit vom Süden – in Italien – wieder nach dem Norden: nach Preußen in der Zeit der napoleonischen Kriege.

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Anton TschechowDie Möwe*

Wer ist der Regisseur des eigenen Lebens? Und was und wie erzählen wir davon auf dem Theater? Tschechow versammelt drei Generationen auf einem Landgut an einem idyllischen See, wo der Sommer scheinbar ereignislos vergeht.

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Die Reise nach Petuschki

nach Wenedikt Jerofejew

„Fahr nach Petuschki, fahr doch! Petuschki – das ist deine Rettung und deine Glückseligkeit. Fahr los!“ Wenja also fährt los.

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Marlen HaushoferDie Wand

Eine Frau wacht eines Morgens in einer Jagdhütte auf und findet sich eingeschlossen von einer unsichtbaren Wand, hinter der kein Leben mehr existiert. Was ihr bleibt, sind ein Hund, eine Katze, eine Kuh, die Berge, eine Alm.

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Oscar WildeDorian Gray

Nach über 100 ausverkauften Vorstellungen im Vestibül nun im Akademietheater zu erleben: "In einer beeindruckend wandlungsfähigen One-Man-Show verkörpert Markus Meyer sämtliche Rollen – Verführer wie Verführte.“ (Nachtkritik)

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Ödön von HorváthGeschichten aus dem Wiener Wald*

Horváths vielleicht berühmtestes Stück blickt hinter die Fassaden von Heurigen-Idylle und Wienerwalzer-Seligkeit. Seine feinmaschig gewobenen „Geschichten“ entlarven die Fiktion kleinbürgerlichen Glücks erbarmungslos als Produkt harter Arbeit und die Dummheit als Vorstufe der Barbarei.

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Henrik IbsenGespenster*

Gespenster gehen um auf Helene Alvings Landgut, Wiedergänger aus einer verdrängten Vergangenheit, die im Handlungsverlauf allmählich ans Licht treten. Erst als ihm zum zehnten Todestag ein Denkmal gesetzt werden soll und sein Sohn Osvald waidwund aus Paris heimkehrt, enthüllt sich das finstere Erbe des Kammerherrn Alving.

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William ShakespeareHamlet

Helsingör, im Staate Dänemark, Prinz Hamlet kehrt vom Studium in Wittenberg an den Hof zurück. Sein Vater, König von Dänemark, ist gestorben. Dessen Bruder Claudius hat Hamlets Mutter Gertrud geheiratet und ist der neue König. Der Geist von Hamlets Vaters erscheint des Nachts und enthüllt seinem Sohn, dass er von Claudius heimtückisch ermordet wurde. Der Prinz schwört Rache. Er stellt sich wahnsinnig – und treibt damit Ophelia, die Hamlet liebt, tatsächlich in den Wahnsinn.

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Leo TolstoiKrieg und Frieden*

Eingebettet in die Epoche der Napoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1812, an deren Ende der Sieg Russlands steht, erzählt Tolstoi in diesem Monumentalwerk anhand zweier Familiengeschichten den ungeheuerlichen und sich stetig steigernden Kontrast zwischen der dekadenten Gesellschaft des russischen Hochadels und den existenziellen und desillusionierenden Erfahrungen derselben Menschen im Kriegsirrsinn. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan in Lackschuhen – bis dann doch plötzlich die Füße brennen...

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William ShakespeareKönig Lear

Shakespeares düsteres Trauerspiel, das nicht nur seine Zeitgenossen verstörte, wurde 1605 in London uraufgeführt. Zum 70. Geburtstag Klaus Maria Brandauers inszeniert Peter Stein dieses literarische und theatrale Elementarereignis, eine Tragödie, an deren Schluss – wie Jan Kott es formulierte – „nur die blutige und leere Erde“ zurückbleibt.

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Franz MolnárLiliom

Liliom, der beste Ausrufer beim Ringelspiel der Frau Muskat, ein begehrter Kenner der verheißungsvollen Illusionsmaschinerie fürs Volk, trifft auf das Dienstmädchen Julie und damit auf eine schicksalhafte Liebe.

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Friedrich HebbelMaria Magdalena

Klara, die Tochter des Tischlermeisters Anton, ist mit Leonhard verlobt. Auf einem Fest hat Klara ihren Jugendfreund, den Sekretär Friedrich, nach langer Zeit wiedergetroffen und ihren Verlobten eifersüchtig gemacht. Der zwingt Klara, mit ihm zu schlafen – nicht ohne Folgen.

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Bertolt BrechtMutter Courage und ihre Kinder*

Musik von Paul Dessau

Mit dem Planwagen durch Europa: Für die Marketenderin Anna Fierling, „Mutter Courage“ genannt, ist der Krieg ein lukratives Geschäft. Begleitet von ihrer stummen Tochter Kattrin, zunächst auch den beiden Söhnen Eilif und Schweizerkas, und stets im Gefolge verfeindeter Truppen, treibt die „Courage“ Handel, wo und mit wem sie nur kann.

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Anton TschechowOnkel Wanja

Wie so oft bei Tschechow dreht sich auch in seinem Meisterwerk „Onkel Wanja“ alles um die Liebe, die Vergeblichkeit – und um das Geld.

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Tankred DorstParzival

Gahmuret, der Vater Parzivals, ist ein wahrer Abenteurer und stirbt vor Parzivals Geburt – aus unheilbarer Abenteuerlust – vor den Toren Bagdads. Parzivals Mutter, Königin Herzeloyde, die alle schädlichen Vorbilder von ihrem Sohn fernhalten will, zieht mit ihm in einen menschenleeren Wald, wo sie ihn mit allen Mitteln ahnungslos von der Welt außerhalb des Waldes hält.

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Anton TschechowPlatonov*

Am Vorabend der Versteigerung des Gutes Vojnicevka trifft der Dorfschullehrer Platonov im Salon der Vojnicevs auf seine ehemalige Geliebte Sofja Egorovna, auf die Generalswitwe Anna Petrovna und auf die in ihn verliebte Gutsbesitzerin Maria Grekova. Platonov spielt mit der Liebe der drei Frauen, ohne sie zu erwidern.

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Heinrich von KleistPrinz Friedrich von Homburg

Der Prinz von Homburg missachtet einen Befehl des Kurfürsten und wird deshalb – obwohl er die brandenburgischen Truppen zum Schlachtsieg geführt hat – zum Tode verurteilt. In Prinz und Kurfürst scheint der Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit, Herz und Verstand, Gesetz und Gefühl auf.

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Arthur SchnitzlerProfessor Bernhardi

Professor Bernhardi, ein erfolgreicher Internist, ist Leibarzt des Wiener Adels und Direktor einer Privatklinik. Seine Karriere wird jäh unterbrochen, als er aus humanitärer und ärztlicher Überzeugung einem katholischen Pfarrer den Zugang zu einer Patientin verweigert.

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nach Daniel DefoeRobinson Crusoe

Projekt einer Insel

Ein Schiff geht unter und mit ihm alle alten Möglichkeiten, weiterzumachen wie bisher. Ein Einziger überlebt die Katastrophe – Robinson Crusoe, der Mann, den seine Unzufriedenheit mit der sicheren Mittelmäßigkeit des Lebens immer wieder zu abenteuerlichen Unternehmungen trieb. Es heißt, von vorn zu beginnen, allein in der Wildnis zu überleben.

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Daniel Große Boymann, Thomas KahrySpatz und Engel*

Die Eine stammt aus einer preußischen Offiziersfamilie, die Andere ist das Kind eines Zirkusakrobaten und einer Straßensängerin. Die Eine wächst im Internat in Weimar auf, die Andere in einem Bordell in der Normandie. Die Eine lässt sich zur Konzertgeigerin ausbilden, die Andere, immer kränkelnd, erblindet beinahe, worauf die Huren des Bordells, in dem sie lebt, unter resoluter Leitung ihrer Puffmutter eine Bitt-Wallfahrt zur heiligen Therese von Lisieux machen.

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Daniel Große Boymann, Thomas KahrySpatz und Engel

Szenische Lesung mit Musik. Mit Maria Happel, Sona MacDonald, u.a.

Maria Happel und Sona MacDonald singen Lieder von Edith Piaf und Marlene Dietrich und lesen die Geschichte zweier Frauen zwischen Ruhm und Verzweiflung. Nach dem Stück von Daniel Große Boymann, Thomas Kahry, David Winterberg.

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William ShakespeareSturm

"Atemlose Ruhe vor dem "Sturm", der nach etwa 90 Minuten große Freude hinterlässt. Freude an Shakespeares Sprache, großartigen Schauspielern und einer lebhaften intelligenten Inszenierung. Barbara Frey verknappt hier Shakespeares letztes Stück radikal, aber virtuos. Lang anhaltender Applaus für einen beglückenden und kurzweiligen Abend, der auch jüngstem Publikum großes Theater nahe bringen kann." (Wiener Zeitung)

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 MolièreTartuffe*

Molières Verführungs- und Verstellungskünstler Tartuffe macht sich im Haus des vermögenden Orgon vollkommen unentbehrlich, indem er vorgibt, dessen Defizit an Lebenssinn mit Religion zu füllen. Mit der hypnotischen Kraft eines Sektenführers dringt Tartuffe in alle Geheimnisse der Pariser Bürgerfamilie ein, deren Oberhaupt ihm in kompletter, lächerlicher Selbstverleugnung folgt, sogar Haus und Vermögen überschreibt.

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William ShakespeareWas ihr wollt

In Illyrien gehen die Uhren anders: Shakespeares fiktionales Königreich ist ein Land der Muße und der Langeweile. Niemand arbeitet, man lebt für die Musik, das Trinken, für die Liebe und, vor allem, die Melancholie. Erst die Ankunft der schiffbrüchigen Viola belebt den von Schwermut befallenen Ort, Illyrien erwacht – und zwar mit Verve.

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Elfriede JelinekWinterreise

„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus.“
Wenn sich Elfriede Jelinek auf die Spuren des Wanderers aus Franz Schuberts Winterreise begibt, zieht sie – radikal wie in keinem anderen Stück zuvor – persönliche Bilanz. Angesichts ihrer eigenen Vergänglichkeit richtet sie den Blick in ihre Vergangenheit und ihre Zukunft, befragt sich selbst zu den schon entschwundenen oder noch vorhandenen Möglichkeiten von privatem und beruflichem Leben.

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Szenen von Courteline, Cami, CharmsZwischenfälle

Über dreißig Kurzszenen und Improvisationen zu Prosaminiaturen der Autoren Daniil Charms, Georges Courteline und Pierre Henri Cami ergeben ein Panorama der unterschiedlichsten ZWISCHENFÄLLE, in denen zehn Darsteller in beinahe neunzig Rollen aufeinandertreffen.

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Über d'Häusa

Ein zeitgenössischer Wiener Liederabend

Ein zeitgenössischer Wiener Liederabend für sechs SchauspielerInnen mit Texten von Gustav Ernst und Liedern von Roland Neuwirth, Kollegium Kalksburg, Stefanie Werger, Georg Danzer, Otmar Klein und Eartha Kitt.

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