Burgtheater

Je ne sais Burg quoi ?

Geschäftsbericht 2010/11



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Vorwort

Mit unserer zweiten Spielzeit konnte nahtlos an den großen Erfolg der Eröffnungssaison angeschlossen werden. Das Haus am Ring eröffnete am 11. September 2011 mit Grillparzers „Die Jüdin von Toledo“ in der Regie von Stephan Kimmig, das Akademietheater kurz davor mit Matthias Hartmanns erfolgreichen „Phädra“-Inszenierung der Salzburger Festspiele. Neben den Produktionen des Direktors – William Shakespeares „Was ihr wollt“ wurde mittlerweile auch im TV-Programm des ORF ausgestrahlt – prägten Regiearbeiten von Andrea Breth („Zwischenfälle“), Claus Peymann („Einfach kompliziert“) und der jungen Generation wie Stefan Bachmann („Die Beteiligten“, eingeladen zum Berliner Theatertreffen) und David Bösch („Stallerhof“) die Spielzeit.

In nur einem Jahr wurde aus der Spielstätte im Kasino am Schwarzenbergplatz ein absoluter „Hot-Spot“ des Burgtheaters. Nicht zuletzt derselbe Qualitätsanspruch wie in den beiden großen Häusern sorgte für durchgehend positive Kritiken und einen hohen Besucherandrang.

Insgesamt umfasste die zweite Spielzeit der Direktion Matthias Hartmann 25 Premieren und zahlreiche Sonderveranstaltungen, mit der neuen Reihe „Burg in Concert“ öffnete sich das Burgtheater nun systematisch dem Genre der Pop und Rockmusik.

Ein weiteres engagiertes Projekt hat sich in die Programmatik des Burgtheaters eingeschrieben: Die Junge Burg. Sie entwickelt vielfältige Projekte und Programme für und mit jungen TheaterbesucherInnen. So möchte das Burgtheater ein Ort sein, an dem junge Menschen vom Schulkindalter an intensive Eindrücke bekommen, anderseits ihnen aber auch Freiräume für Kreativität, Phantasie und Eigeninitiative geboten werden. Der enorme Zuspruch und die Begeisterung für das Theater gerade durch unsere jüngsten BesucherInnen sind der beste und schönste Beweis für den Wert und die Sinnhaftigkeit dieser Unternehmung.

Dem neuen, viel diskutierten visuellen Auftritt des Burgtheaters wurde auch im benachbarten Ausland Rechnung getragen: Die Marke „Burg“ wurde im Oktober 2011 von einer Expertenjury in Berlin zur „Besten Kulturmarke 2011“ im
deutschsprachigen Raum gekürt.

In der Saison 2010/2011 wurden in 880 Vorstellungen 399.986 ZuschauerInnen erreicht, davon im Burgtheater 253.639, im Akademietheater 117.225, im Kasino 17.751 und im Vestibül (inkl. Sonderveranstaltungen in den Pausenfoyers) 11.371. Im Vergleich zum Vorjahr konnte durch mehr Vorstellungen einerseits die tatsächliche Besucherzahl um 2.671 BesucherInnen gesteigert werden, andererseits verringerte sich die Gesamtauslastung um 5,6 Punkte auf 82,6%, einen für die enorme Sitzplatzanzahl weiterhin überaus erfreulichen Wert. Besonders hoch war das Publikumsinteresse an Gastspielen des Burgtheaters. Insgesamt 41 Vorstellungen im Rahmen von 21 Gastspieleinladungen von Amsterdam bis Hermannstadt (Rumänien) erreichten eine Besucherzahl von 22.286 bei einer Auslastung von 84,7%.

Die Umsatzerlöse liegen um T € 519 noch über den Werten des Vorjahres. Diese weitere Steigerung resultiert einerseits aus dem Anwachsen der Kartenerlöse um T € 694 infolge der mit 1.9.2010 wirksam werdenden Kartenpreiserhöhung,
nachhaltig guten Auslastungszahlen und der Neupositionierung des Kasinos mit höherer Vorstellungsanzahl, einer größeren Sitzplatzkapazität und höheren Preisen. Andererseits verdoppelten sich die Erträge aus auswärtigen Gastspielen – hier ergibt sich eine Steigerung um T € 522 infolge der Vielzahl an wahrgenommenen Gastspieleinladungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um T € 289. Während hier im Vorjahr der Verkauf der Büroräumlichkeiten wirksam wurde, ist für 2010/2011 eine Steigerung der Sponsor- und Förderbeiträge um T € 161 zu verzeichnen – ein Erfolg trotz Nachwirkungen der Krise durch Bindung bisheriger Sponsoren sowie erfolgreiche „Anwerbung“ neuer Sponsoren auch mit neuen Angeboten. Bargeldlose, auf Gegengeschäften beruhende Partnerschaften finden hier keinen Niederschlag, Einnahmen aus Vermietungen an Sponsoren sind in Miet- und Pachteinnahmen enthalten. Insgesamt konnte ohne Auflösung der noch vorhandenen geringen Kapitalrücklagen ein ausgeglichenes Ergebnis (mit einem geringen Gewinn von T € 11) erzielt werden.

Matthias Hartmann, Mag. Silvia Stantejsky

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