Burgtheater

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"Platonov" beim Berliner Theatertreffen 2012

Das Burgtheater wurde mit der Inszenierung "Platonov" in der Regie von Alvis Hermanis zum Berliner Theatertreffen 2012 eingeladen.

Die Theatertreffen-Jury hat die 10 bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen der vergangenen Saison für das Theatertreffen 2012 ausgewählt. Das Theatertreffen findet von 4. bis 20. Mai in Berlin statt.

Aus der Jury-Begründung:
Fast hat man das Gefühl, in einen Big-Brother-Container zu blicken – trügen die Schauspieler nicht Gehröcke, steife Hemdkrägen und gestärkte Blusen. Hatten Generationen von Theatermachern ihren ganzen Ehrgeiz darauf verwendet, die unsichtbare vierte Wand einzureißen, stellt Alvis Hermanis sie wieder auf – in einer vielleicht noch nie dagewesenen Radikalität. Wie eingesperrt hinter Glas, ersteht so in detailverliebter Ausstattung, scheinbar zufälligen, dabei virtuos choreografierten Gesellschaftstableaus, großen Schauspielermomenten und perfekter Lichtstimmung die längst versunkene Welt eines finanziell wie moralisch heruntergekommenen russischen Landadels aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert - mit dem zynischen Dorfschullehrer Platonov, der die leere Mitte dieser Gesellschaft besetzt hält. Mitleidlos und mitreißend ist diese Inszenierung, kühl der Blick von Alvis Hermanis auf Čechov verlorene Seelen, der den Zuschauer gleichermaßen auf Distanz hält und mit hineinversetzt in eine ferne Welt und Zeit.
Christoph Leibold



‹Platonov› von Anton Čechov

Am Vorabend der Versteigerung des Gutes Vojnicevka trifft der Dorfschullehrer Platonov im Salon der Vojnicevs auf seine ehemalige Geliebte Sofja Egorovna, auf die Generalswitwe Anna Petrovna und auf die in ihn verliebte Gutsbesitzerin Maria Grekova. Platonov spielt mit der Liebe der drei Frauen, ohne sie zu erwidern. mehr





Theatertreffen 4. - 20. Mai 2012

Jedes Jahr im Mai versammelt das deutsche Theaterfestival Theaterschaffende, Journalisten und Gäste aus der ganzen Welt in Berlin. Herzstück des Theatertreffens sind die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“, die alljährlich von einer unabhängigen Kritikerjury aus rund 400 Aufführungen der Saison ausgewählt werden. Ein reiches Rahmenprogramm ergänzt die Leistungsschau des deutschsprachigen Theaters: Diskussionen mit namhaften Gästen aus Kultur, Politik und Wirtschaft stellen Bezüge zwischen Theater und aktuellen gesellschaftspolitischen Themen her. Preisverleihungen, Publikumsgespräche, Premierenpartys und Konzerte locken die Theaterfans ins Haus der Berliner Festspiele.

Zur Jury gehören in diesem Jahr die Theaterkritikerinnen und -kritiker Vasco Boenisch, Anke Dürr, Ulrike Kahle-Steinweh, Ellinor Landmann, Christoph Leibold, Christine Wahl und Franz Wille.

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