11 Dinge, die Sie zum #BurgtheaterLockdown wissen sollten

 

Seit November 2020 ist der Spielbetrieb weitgehend eingestellt, dennoch wird im Haus gearbeitet. Wie sich der Alltag in einem Theater gestaltet, das nur sehr eingeschränkt agieren kann und mit welchen künstlerischen und organisatorischen Herausforderungen wir konfrontiert sind, lesen Sie hier.

Bei der Regierungspressekonferenz am 15. Februar 2021 wurde bekannt gegeben, dass man sich zu weiteren möglichen Öffnungsschritten nach dem Lockdown und damit auch zur Öffnung von Kultureinrichtungen frühestens am 1. März 2021 äußern werde. Aktuell ist von einer frühestmöglichen Öffnung der Kultureinrichtungen ab Ostern 2021 auszugehen.

Abonnieren Sie unseren Newsletter, dann erfahren Sie es zuerst!


Hier klicken um den Newsletter abonnieren!
 

Zur Wiedereröffnung des normalen Spielbetriebs benötigen wir eine Vorlaufzeit von etwa sechs Wochen. Für die Erstellung eines Monatsspielplans benötigen wir normalerweise drei bis vier Wochen, die Probenplanung von Wiederaufnahmen sowie erschwerte Reisebedingungen kommen hinzu. Auch für den Vertrieb bedeutet die Einrichtung im Ticketsystem mit der Platzierung aller Abonnentinnen und Abonnenten mit Abständen und personalisierten Daten deutlich mehr Aufwand als üblich und der Vorverkauf beginnt normalerweise etwa zweieinhalb Wochen vor Monatsbeginn.

 

Den Spielplan erhalten unsere Newsletter-Abonennt*innen immer zuerst!
 

Wir sind in einem engen Austausch mit anderen Theaterschaffenden, insbesondere mit den anderen Wiener Häusern. Die Opern- und Konzerthäuser haben andere Herausforderungen: Sie haben in der Regel über Jahre hinweg verabredete Spielpläne und benötigen daher nicht so viel Anlauf in der Planung, sind andererseits aber auch nicht so flexibel. Einmal abgesagte Produktionen oder Vorstellungen können kaum nachgeholt werden, daher werden diese in Opern- und Konzerthäusern häufig gestreamt.

Gegenüber der Politik haben wir zusammen mit anderen Kulturschaffenden gemeinsame Positionen formuliert.

Darüber hinaus sind wir auch in regelmäßigem Kontakt mit Kolleg*innen im internationalen Raum, allen voran mit Theatern in Berlin, Bochum, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Leipzig und München sowie mit unseren Partner im internationalen Netzwerk MITOS21, u. a. in Amsterdam, Barcelona, Budapest, Kopenhagen, London, Moskau, Paris, Stockholm und Turin.

Wir sind froh, aktuell trotz Lockdown proben zu können: Wir versuchen alle Inszenierungen bis zur Generalprobe zu führen, so dass wir sie dann mit einer möglichst kurzen Wiederaufnahmeprobe rasch zeigen können. Die Premieren nachholen zu können ist wichtig für ein ausreichend großes Repertoire, um unserem Auftrag nach § 2 Abs. 2 BThOG (Bundestheater-Organisationsgesetz) nachkommen zu können.

Trotz des laufenden Probenbetriebs ist ein großer Anteil der Belegschaft seit November aber auch wieder in Kurzarbeit.

Einblicke in unsere Probenarbeit erhalten Sie hier.

Die Erfahrung aus dem ersten Lockdown hat uns gezeigt, dass es auch für uns als Schauspielhaus schwierig ist, ganze Produktionen zu verschieben und zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Unsere Regieteams haben natürlich weitere Verabredungen mit anderen Theatern und können ihre Probenzeiten bei uns nicht beliebig verschieben. Daher sind wir froh, aktuell trotz Lockdown proben zu können.

Einblicke in unsere Probenarbeit erhalten Sie hier.

Es ist unsere oberste Priorität auf die Gesundheit aller Mitarbeiter*innen zu achten. Da das Ensemble auf der Bühne weitestgehend ohne Mund-Nasen-Schutz arbeitet, haben wir sehr hohe Sicherheitsstandards. Hierbei helfen vor allem Abstände und Maskenpflicht für alle Mitarbeiter*innen abseits der Bühne, eine gute Luftzufuhr, die Bildung von Probenpools mit Kontaktvermeidung zu anderen Personenkreisen sowie regelmäßige Tests (über 7.300 bis zum 17. Jänner). Wir schränken die Proben durch die Reduzierung von Umbauten oder einen verminderten Einsatz von Requisiten und der Kostüm- und Maskenabteilung auch teilweise ein. In den Arbeitsbereichen, in denen es gut möglich ist, arbeiten viele Mitarbeiter*innen im Homeoffice.

Mit DIE MASCHINE IN MIR (VERSION 1.0) hatten wir eine Produktion am Spielplan, die eigens für diese Situation inszeniert worden ist: Das Publikum konnte von zu Hause Michael Maertens auf der Bühne des Kasinos zuschauen und auch mit ihm während der Vorstellung in Kontakt treten. DIE MASCHINE IN MIR (VERSION 1.0) von Dead Centre war kein abgefilmtes Theater, sondern eine Inszenierung, die das Live-Erlebnis von Theater, Techniken des Films und die Möglichkeiten des Streamings zu einer sehr einzigartigen Inszenierung verknüpfte.

Konventionelle Streamings von Theateraufzeichnungen haben wir darüberhinaus aber weitestgehend vermieden. Theater ist in unseren Augen ein besonderes Medium, das im Moment stattfindet; das geht beim klassischen Streaming verloren, ebenso wie gemeinsame Energie zwischen Bühne, Schauspieler*innen und Zuschauerraum.

Für Familien, für die die Lockdown-Situation eine ganz besondere Herausforderung darstellt, haben wir mit dem Burgtheaterstudio ein eigenes Onlineprogramm zusammengestellt, das neben Workshops auch Streamings beinhaltet: Wir haben DES KAISERS NEUE KLEIDER sowie zwei Folgen der Reihe LESEN & LAUSCHEN aufgezeichnet, die Sie immer wieder im Rahmen unseres Onlineprogramms sehen können. Informationen zum Angeboten des Burgtheaterstudios finden Sie hier: https://www.burgtheater.at/burgtheaterstudio

Außerdem freuen wir uns auf ein Aufzeichnungsprojekt gemeinsam mit ORF III.

Die Kapazitäten für zusätzliche weitere Streaming-Projekte sind aktuell nicht vorhanden. Der Probenbetrieb läuft trotz Kurzarbeit weiter, damit wir rasch nach Wiedereröffnung neue Inszenierungen zeigen und eine Repertoirestärke für die Erfüllung unseres Auftrags nach Bundestheater-Organisationsgesetz auch in Zukunft halten können. Für eine mögliche Wiedereröffnung haben wir uns in den letzten Wochen mehrfach vorbereitet und Spielpläne erstellt für Dezember sowie für eine mögliche Öffnung ab 18. Jänner, ab 25. Jänner und ab Februar.

Mit unserer Reihe PROBENEINBLICKE möchten wir MIT IHNEN Momente aus den Proben teilen, Sie finden die Serie hier.

Außerdem für Sie:

 

Der Vorverkauf für unsere Onlinevorstellungen DIE MASCHINE IN MIR (VERSION 1.0) mit Michael Maertens läuft bereits. Tickets und Termine erhalten Sie hier.

Ab wann Karten wieder für einen Spielbetrieb in unseren Spielstätten erhältlich sein werden, richtet sich nach dem Termin der Wiedereröffnung und ist derzeit ungewiss.

Abonnieren Sie unseren Newsletter, so erhalten Sie die Info zu Vorverkauf & Spielbetrieb noch vor allen anderen.

Sie haben noch Einzelkarten aus dem November nicht zur Rückerstattung eingereicht? Melden Sie sich bitte unter kartenverrechnung@theaterservice.at.

Selbstverständlich wollen wir unseren Teil der Verabredung mit unseren Abonnentinnen und Abonnenten erfüllen und Abo-Termine nach einer Wiedereröffnung anbieten.

Wir wollen unsere treuen Abonnent*innen auch bevorzugt behandeln: Bei eingeschränkter Publikumsanzahl haben unsere Abonnent*innen die ersten Termine und unsere Wahlabonnent*innen ein Vorkaufsrecht.

Ist ein Nachholen aller Abo-Vorstellungen nicht möglich, werden wir Ihnen mit Saisonende Ihre restlichen Abo-Termine und offene Tauschscheine bzw. Wahlabo-Schecks vollständig gutschreiben.

Wir bitten um Verständnis, dass wir Sie über die Details dieser Lösung erst informieren können, sobald die Bedingungen für den Theaterbetrieb bis Saisonende bekannt sind.

Ihre Treue und Unterstützung als Abonnentinnen und Abonnenten hilft uns sehr! Auch bedanken wir uns herzlich für Ihr Verständnis in dieser ungewissen Situation.

Sie haben noch Einzelkarten aus dem November nicht zur Rückerstattung eingereicht? Melden Sie sich bitte unter kartenverrechnung@theaterservice.at.

Viele haben uns ihren Eintrittspreis damals auch gespendet, wofür wir uns noch einmal herzlich bedanken möchten.

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an, hier informieren wir Sie stets zuerst über aktuelle Entwicklungen, unsere Pläne und neue Formate:

https://www.burgtheater.at/newsletter-bestellen

Schreiben Sie uns an info@burgtheater.at

Wir sind auch gerne auf unseren Social Media Kanälen für Sie da:

Spielplan Back to top