CYRANO DE BERGERAC

Der britische Dramatiker Martin Crimp hat eine Neufassung von CYRANO DE BERGERAC geschrieben, und seine Nachdichtung von Edmond Rostands berühmten Versdrama aus dem späten 19. Jahrhundert ist sprachlich spektakulär: Crimp hat das Original um zahlreiche Einflüsse aus Spoken Word, Hip-Hop und zeitgenössischem Diskurs erweitert; durchgängig gereimt, scharfzüngig und voller Humor. Am National Theatre in London uraufgeführt, kommt es nun am Burgtheater in der Übertragung des David Foster Wallace-Übersetzers Ulrich Blumenbach zur Deutschsprachigen Erstaufführung.

burgtheater

Saison 2021/22

DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG

CYRANO DE BERGERAC

MARTIN CRIMP nach EDMOND ROSTAND

Deutsche Fassung von ULRICH BLUMENBACH, NILS TABERT

Regie: LILY SYKES

Bühne: MARTÓN ÁGH

Kostüme: LENE SCHWIND

Musik: WOUTER RENTEMA, JAN SCHOEWER

Licht: MICHAEL HOFER

Dramaturgie: ALEXANDER KERLIN

Cyrano ist im Regiment der größte Wortkünstler. Seine spontanen Reime und improvisierten Wortspiele sind von solcher Kraft und Schönheit, dass ihm niemand das Wasser reichen kann – weder auf der Bühne noch im Alltag. Furchtlos und aufbrausend legt er sich mit den mächtigsten Typen von Paris an, nutzt dabei den Degen ebenso gewandt wie das Wort, und die ganze Kunstszene der Stadt liegt ihm zu Füßen. Allerdings hat Cyrano ein Problem, und zwar mitten im Gesicht: Seine Nase ist von solch stattlicher Größe, dass er sich nicht traut, der smarten Roxane seine Liebe zu gestehen.

Der neue Rekrut Christian ist genau das Gegenteil von Cyrano: äußerlich perfekt, jedoch in der Sprach- und Sprechkunst eher durchschnittlich. Roxane verliebt sich trotzdem leidenschaftlich in Christian und fordert von ihm Liebesbeweise. In seiner Not lässt sich Christian von Cyrano helfen, der von nun an in dessen Namen Briefe in Reimform an Roxane verfasst. Sie liebt diese Poesie, bleibt jedoch über den wahren Urheber im Dunkeln. Als der Krieg ausbricht, werden Cyrano und Christian von dem skrupellosen General de Guiche an die vorderste Front geschickt, wohin ihnen Roxane irgendwann mutig folgt.

Die britische Regisseurin Lily Sykes lebt in Berlin, London und Paris. In Wien inszenierte sie zuletzt STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO) im Kasino des Burgtheaters.

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