Gert Jonke © Hans Klaus Techt

Gert Jonke - Der Bergsee

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Er war ein unermüdlicher Sprachkünstler und poetischer Gesellschaftskritiker. Gert Jonke, 1946 in Klagenfurt geboren, wurde bereits in jungen Jahren ein gefeierter Autor.
Schon sein erstes Buch Geometrischer Heimatroman machte ihn 1969 international bekannt. Spätestens mit der Verleihung des Ingeborg-Bachmann-Preises 1977 avancierte er zu einem der wegweisendsten österreichischen Schriftsteller nach dem zweiten Weltkrieg. In seinem unstillbaren Schaffensdrang entstand ein vielfältiges und faszinierendes Werk aus Romanen, Gedichten, Hörspielen, Drehbüchern und Theaterstücken. Im Burgtheater waren seine Stücke Chorphantasie (2003), Die versunkene Kathedrale (2005) und Freier Fall (2008) zu sehen. 

Am 4. Jänner 2019 jährt sich der Todestag von Gert Jonke zum zehnten Mal und wir erinnern uns mit zwei Lesungen an einen der wichtigsten Autor*innen der österreichischen Gegenwartsliteratur.

Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist. EineTheatersonate
Gert Jonke

Szenische Lesung

Das 1990 uraufgeführte Stück Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist ist eine „Theatersonate“ über den ertaubten Ludwig van Beethoven, seinen Adlatus Anton Schindler, den Maler Ferdinand Waldmüller und die sogenannte „Hammerklavier-Sonate“ – „welche meine größte seyn soll“ (Beethoven). Mit dieser Sonate verwandelt sich in Jonkes Stück der Komponist schließlich „zu einem selbstständig beweglichen Musikwesen“, Beethoven selbst wird zu seiner eigenen Sonate.

Hermann Beil: Leitung, Sprecher (Ferdinand Waldmüller, Maler) Martin Schwab: Sprecher (Ludwig van Beethoven) Christopher Nell: Sprecher (Anton Schindler, sein Adlatus)

Akademietheater
10. Jänner, 20 Uhr

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Jonke zu hören

Markus Hering liest Gert Jonke

„Mit Jonkes Texten in Berührung zu kommen, bedeutet für Schauspieler erst einmal eine Zumutung. So wie Gert Jonke seine Texte immer wieder umgeschrieben hat, so ist auch das laute Lesen seiner Texte immer wieder ein Versuch, den Blick auf diesen Bergsee jedes Mal aufs Neue zu genießen.“
Markus Hering

Kasino
25. Jänner, 20 Uhr

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