Next Generation II

Vorhang auf für das junge Burg-Ensemble.
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Sie sind die Generation 20+, spielen seit zwei, drei Jahren im Ensemble, stehen allabendlich an der Seite von berühmten Schauspielkolleg*innen auf der Bühne, mit bis zu sechs Rollen im Repertoire: Marie-Luise Stockinger, Alina FritschSimon Jensen und Christoph Radakovits.

Marie-Luise Stockinger

war als junge Kaiserin Maria Theresia im ORF-Zweiteiler in den Wochen vor Weihnachten viel in den Medien, an die Burg kam die Oberösterreicherin vor zweieinhalb Jahren direkt nach ihrem Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar. 2015 debütierte sie in Sophokles’ Antigone und konnte seither in zahlreichen Rollen überzeugen, darunter als Angélique in Molières Der eingebildete Kranke, Irina in Anton Tschechows Drei Schwestern, Mary Warren in Arthur Millers Hexenjagd oder Fanny in Johann Nestroys Liebesgeschichten und Heiratssachen. In dieser Spielzeit feierte sie bereits als Larissa Dmitrijewna in Schlechte Partie von Alexander Ostrowskij und als Helene in Vor Sonnenaufgang von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann Premiere.

Alina Fritsch

Bevor sie ihre erste große Theaterrolle, die Effi Briest bei den Festspielen Reichenau in der Regie ihrer Mutter Regina Fritsch, übernahm, war Alina Fritsch nach ihrem Literaturstudium an der University Warwick bereits in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen. Als Gerda in Hans Christian Andersens Die Schneekönigin feiert sie 2014 ihr Debüt am Burgtheater, spielte seither die Eva Gerndl in Das Konzert von Hermann Bahr, in Engel des Vergessens von Maja Haderlap, die Lipa in Wassa Schelesnowa von Maxim Gorki und bei Andreas Kriegenburg die Ida in Pension Schöller von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, Anni in Oberösterreich von Franz Xaver Kroetz sowie die Tochter Sofie in Willkommen bei den Hartmanns von Simon Verhoeven/Angelika Hager.

Simon Jensen

kommt aus Norddeutschland, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und spielte anschließend am Thalia Theater Hamburg, am Theater Bremen, an der Volksbühne Rostock und am Staatstheater Schwerin. Nach Bremen arbeitete er mit Herbert Fritsch auch an der Berliner Volksbühne und am Opernhaus Zürich und kam mit Molières Der eingebildete Kranke 2015 an die Burg. Er spielte in Christine Nöstlingers Lumpenloretta und wurde für seine Doppelrolle in Shakespeares Die Komödie der Irrungen für den Nestroy „Beste Nebenrolle“ nominiert. Zuletzt hatte er als Philipp in Willkommen bei den Hartmanns von Simon Verhoeven/Angelika Hager Premiere.

Christoph Radakovits

Der gebürtige Wiener studierte hier zuerst Theater-, Film- und Medienwissenschaft, bevor er nach Graz an die Universität für Musik und darstellende Kunst wechselte. Nach dem Schauspielstudium folgte 2014 ein erstes Engagement im Schauspielstudio des Theater Chemnitz, 2015 debütierte er in Heiner Müllers Die Hamletmaschine am Burgtheater. Nach Harold Pinters Party Time folgten die Rollen des Silvio in Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni, Haimon in Antigone von Sophokles, Abe in Ayad Akhtars Geächtet, Heinz in Franz Xaver Kroetz’ Oberösterreich, Alfred in Liebesgeschichten und Heiratssachen von Johann Nestroy und der junge Slama in Radetzkymarsch nach Joseph Roth.

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