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Alvis Hermanis

Premiere in der Spielzeit 2017/2018

Schlechte Partie von Alexander Ostrowskij
Premiere am 21. Oktober 2017 im Burgtheater

Biografie

1965 in Riga geboren. Schauspielstudium am Lettischen Staatskonservatorium. 1990 Eintritt in das Internationale Jugendtheateratelier in Paris. Seit 1993 inszenierte er am Neuen Theater Riga, seit 1997 ist er der Intendant des Theaters. Eine seiner ersten Inszenierungen „Like a Calm and Peaceful River is the Home-Coming“ nach Steven Soderberghs Film “Sex, Lies and Video” wurde von der Kritik als „beste Inszenierung der Spielzeit“ ausgezeichnet. Es folgten „Marquise de Sade“ nach Yukio Mishima, ebenfalls als „beste Inszenierung“ gewürdigt und 1995 zum Baltic House Festival in St. Petersburg eingeladen, „Das Bildnis des Dorian Gray“ nach Oscar Wilde und „Uguns un nakts“ („Feuer und Nacht“) nach dem Stück des lettischen Nationaldichters Rainis an der Lettischen Nationaloper (Großer Musikpreis von Lettland 1996), Arbuzovs „Mans nabaga Marats” („Mein armer Marat“), „Gara dzive” („Das lange Leben“), „Eine Geschichte über Kaspar Hauser“ als Marionettentheater, „Talak“ („Ferner“) nach Maxim Gorkis „Nachtasyl“, „Arcadia“ von Tom Stoppard, „Bungee Jumping“ von Jan Tätte, „Die Stadt“ von Jewgenij Grischkowez und „Der Revisor“ von Nikolai Gogol (beste Inszenierung des Jahres 2003 in Lettland). Außerhalb Lettlands wird er mit Inszenierungen wie „Das Eis. Kollektives Lesen eines Buches mit Hilfe der Imagination“ von Vladimir Sorokin in Frankfurt am Main und bei der RuhrTriennale 2005, „The Sound of Silence“, ausgehend von dem Song von Simon and Garfunkel, für die Berliner Festspiele bekannt. Ab 2006 folgten Inszenierungen am Schauspielhaus Zürich („Brennende Finsternis“ von Antonio Buero Vallejo, „Väter“ und „Der Idiot. Anfang des Romans“ von Dostojewskij); am Schauspielhaus Köln die „Kölner Affäre“ und „Die Geheimnisse der Kabbala“ nach Isaac B. Singer; bei der Wiesbadener Theater-Biennale „Marta vom blauen Hügel“ und bei den Wiener Festwochen „Friedhofsfest“; an den Münchner Kammerspielen „Der Ruf der Wildnis“ nach Jack London; an der Berliner Schaubühne „Eugen Onegin“ nach Alexander Puschkin.

Alvis Hermanis trat in eigenen Stücken wie auch in Produktionen anderer Regisseure als Schauspieler auf (Auszeichnung als ‚Bester Schauspieler‘ des Jahres 2004 für seine Rolle als „Jean“ in dem Stück „Fräulein Julie“ von August Strindberg). Mit dem Neuen Theater Riga nahm er an Festivals unter anderem in Russland, Polen, Finnland, Österreich, Deutschland, den USA, Frankreich und Italien teil. 2003 wurde er mit dem Mont Blanc Young Directors Award für „Der Revisor“ ausgezeichnet, 2007 erhält er den Europäischen Preis für neue Theaterrealitäten in Thessaloniki, 2010 den Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste Berlin. 

Am Burgtheater inszenierte Alvis Hermanis die österreichische Erstaufführung von „Eine Familie“ von Tracy Letts (ausgezeichnet mit dem Nestroy 2010), Anton Tschechows „Platonov“ (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2012), Arthur Schnitzlers „Das weite Land“ und zuletzt „Der Revisor“ von Nikolai Gogol. 

Bei den Salzburger Festspielen inszenierte er 2012 Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“ 2013 Harrison Birtwistles „Gawein“, 2014 Verdis „Il Trovatore“, 2016 „Die Liebe der Danae“ von Richard Strauss. 2014 an der Bayerischen Staatsoper Puccinis „Tosca“ und Mozarts „Così fan tutte“ an der Komischen Oper Berlin. An der Schaubühne am Lehniner Platz inszenierte er Gorkis „Sommergäste“ und am Zürcher Schauspielhaus „Die schönsten Sterbeszenen in der Geschichte der Oper“. 2016 inszenierte er „Madame Butterfly“ an der Mailänder Scala, 2017 Richard Wagners „Parsifal“ in der Wiener Staatsoper.

Alvis Hermanis © Reinhard Werner

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