zurück zur Übersicht

Dušan David Pařízek

Premiere in der Spielzeit 2017/2018

Vor Sonnenaufgang (Arbeitstitel) von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann 
Österreichische Erstaufführung im Dezember 2017 im Akademietheater

Biografie

1971 in Brünn, Tschechien, geboren. Er studierte Komparatistik und Theaterwissenschaften an der Universität München sowie Schauspiel und Regie an der Akademie für Darstellende Künste in Prag. 1998 gründete er das Prager Kammertheater mit einem Schwerpunkt auf Uraufführungen tschechischer Autoren sowie auf tschechischen Erstaufführungen deutscher und österreichischer Stücke. Pařízek widmete sich am Prager Kammertheater, das zur erfolgreichsten tschechischen Bühne avanciert, mehrfach dem Werk Thomas Bernhards und Elfriede Jelineks, er inszenierte Stücke von Robert Musil und Roland Schimmelpfennig. 

Seit 2002 führt er regelmäßig im deutschsprachigen Raum Regie: Am Schauspiel Köln (Shakespeares „Hamlet“; Schillers „Die Räuber“), am Deutschen Theater Berlin (nach Musil „Die Verwirrungen des Zöglings Törless“), am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (Kleists „Die Hermannsschlacht“; Schillers „Kabale und Liebe“; Büchners „Dantons Tod“; Goethes „Götz von Berlichingen“), am Schauspielhaus Zürich (nach Ágota Kristófs Roman „Gestern“; Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“; „Faust 1–3“ – Goethes Tragödien verbunden mit dem Sekundärdrama „FaustIn and out“ von Elfriede Jelinek, UA – eingeladen zu den Autorentheatertagen Berlin 2012 und den Mülheimer Theatertagen 2013; Schillers „Wilhelm Tell“; „Mein Name sei Gantenbein“ nach dem Roman von Max Frisch, in der Fassung von Dušan David Pařízek und Roland Koberg), am Düsseldorfer Schauspielhaus (Kleists „Der zerbrochne Krug“, „Nora³“ – Ibsens Schauspiel trifft auf alte und neue Texte von Elfriede Jelinek), am Theater Bremen („Die Zehn Gebote“ nach den Fernsehfilmen „Dekalog 1-10“ von Kieślowski). 

Als erste Regiearbeit an der Burg inszenierte Dušan David Pařízek 2014 die Uraufführung von Wolfram Lotz‘ „Die lächerliche Finsternis“ im Akademietheater, die zahlreiche Auszeichnungen erhielt: Einladung zum Berliner Theatertreffen 2015, Nestroy Theaterpreis als „Beste deutschsprachige Aufführung“ 2015, „Inszenierung des Jahres“ 2015 und „Bühnenbildner des Jahres“ 2015 in der Kritikerumfrage von Theater heute. 

In den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 war er Regisseur am Wiener Volkstheater und inszenierte hier u.a. Thomas Bernhards „Alte Meister“ und Peter Handkes „Selbstbezichtigung“.

Dušan David Pařízek © T&T Fotografie, www.ttfoto.ch