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Georg Schmiedleitner

Biografie

geboren 1957 in Linz, studierte Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft. 1983 gründete er die experimentelle Bühne „Spielstatt“. Er war Mitbegründer und von 1989 bis 1996 künstlerischer Leiter des „Theater Phönix“. Seit 1996 arbeitet Georg Schmiedleitner als freier Regisseur, u.a. am Theater in der Josefstadt, Rabenhof, Theater der Jugend, am Deutschen Nationaltheater Weimar, Stadttheater Klagenfurt, Schauspielhaus Graz (u.a. Franzobels „Hirschen“ und „Prinzessin Eisenherz“ UA), Landestheater Linz (u.a. Horváths „Kasimir und Karoline“), Burgtheater Wien (Nestroys „Der Zerrissene“), Schauspielhaus Bochum (Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“), Volkstheater Wien (u.a. W. Bauers „Change“; Grillparzers „König Ottokars Glück und Ende“; Fosses „Da kommt noch wer“ ÖEA; Lars von Triers „Dogville“ ÖEA) und am Staatstheater Nürnberg (u.a. Wajdi Mouawads „Verbrennungen“; Aischylos‘ Tragödientrilogie „Die Orestie“; Tschechows „Platonov“; Lessings „Nathan der Weise“; Raimunds „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“; Horváths „Glaube Liebe Hoffnung“), am Nationaltheater Mannheim (u.a. „Woyzeck“ nach Büchner/Tom Waits/Robert Wilson, „Homo Faber“ von Max Frisch und Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“), am Schauspiel Leipzig (Schillers „Kabale und Liebe“ und „Maria Stuart“) und am Schauspielhaus Düsseldorf Goethes „Faust I“.

Seit 2009 inszeniert er an der Oper: „Fidelio“ am Staatstheater Hannover, in Nürnberg Verdis „Macbeth“, Strauss‘ „Elektra“, Mozarts „Don Giovanni“ und von 2013 bis 2015 Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ sowie bei den Vereinigten Bühnen Bozen die Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss.

Im Mai 2016 wird er Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ mit Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy bei den Vereinigten Bühnen Bozen inszenieren.

Georg Schmiedleitner ist gemeinsam mit Chris Müller künstlerischer Leiter des Theaters Hausruck, einer Theaterinitiative, die regionale zeitgeschichtliche und aktuelle gesellschaftspolitische Themen mit Laien sowie professionellen Schauspielern und Künstlern aufarbeitet. Seit 2005 bespielt das Team verschiedene Schauplätze in der Region Hausruck in Oberösterreich.

Georg Schmiedleitner erhielt 2001 den Karl-Skraup-Preis sowie 2005 den Nestroy-Preis für seine Inszenierung von Franzobels „Hunt oder Der totale Februar“.

Am Burgtheater inszenierte Georg Schmiedleitner „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus, eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, die Romanadaption von Maja Haderlaps „Engel des Vergessens“ und zuletzt „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ von Johann Nestroy.