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Herbert Fritsch

Biografie

geboren 1951 in Augsburg, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Danach spielte er an verschiedenen großen Bühnen im In- und Ausland. Von 1993 bis 2007 gehört er zu den prägendsten Akteuren der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter Frank Castorf. Seit seinem Abschied von der Volksbühne arbeitet Herbert Fritsch als Regisseur an zahlreichen deutschsprachigen Bühnen, wo er sich auch für die Bühnenbilder seiner Inszenierungen verantwortlich zeigt, u.a. „Das Haus in Montevideo“ von Curt Goetz und „Macbeth“ von Shakespeare am Neuen Theater Halle; „Volpone“ von Ben Jonson am Theater Wiesbaden; „ Pferd frisst Hut“ und „Nora, ein Puppenhaus“ von Ibsen (eingeladen zum Berliner Theatertreffen) am Theater Oberhausen; „Die Affäre Rue de Lourcine“ von Labiche am Theater Magdeburg; „Der Biberpelz“ von Gerhart Hauptmann (eingeladen zum Berliner Theatertreffen) und „Der Diener zweier Herren“ von Goldoni am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin; „Die (s)panische Fliege“ von Franz Arnold und Ernst Bach, „Murmel Murmel“ von Dieter Roth, „Ohne Titel Nr. 1“ (alle drei eingeladen zum Berliner Theatertreffen), „Frau Luna“ von Heinz Bolten-Baeckers sowie „der die mann“ nach Texten von Konrad Bayer (eingeladen zum Berliner Theatertreffen) an der Volksbühne Berlin; „Der Raub der Sabinerinnen“ von Franz und Paul von Schönthan am Thalia Theater Hamburg; „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ von Brecht am Schauspiel Köln; „Banditen“ von Offenbach am Goethe-Theater Bremen; „Der Revisor“ von Gogol am Residenztheater München; Tschechows „Drei Schwestern“, Oper von Peter Eötvös, sowie die Semi-Oper von Henry Purcell „King Arthur“ am Opernhaus Zürich und „Die Physiker“ von Dürrenmatt sowie „Der schwarze Hecht“ von Emil Sautter und Jürg Armstein am Schauspielhaus Zürich, Mozarts „Don Giovanni“ an der Komischen Oper Berlin, Molières „Die Schule der Frauen“ und „Die Kassette“ von Carl Sternheim am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Parallel arbeitet Fritsch als Medienkünstler im Bereich Foto- und Videotechnik und zeigte Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz mit Fotoarbeiten und Computeranimationen. Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen widmeten 2009 seinem filmischen Gesamtwerk eine Retrospektive.

2009 wurde er mit dem Gordana-Kosanović-Schauspieler-Preis ausgezeichnet. Von Theater heute wurde er zum „Bühnenbildner des Jahres 2012 und 2013“ gewählt.

2015 gab Herbert Fritsch sein Regiedebüt am Burgtheater mit der Inszenierung von Molières „Der eingebildete Kranke“, 2017 folgte „Die Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare.