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Johan Simons

Premiere in der Spielzeit 2017/2018

Radetzkymarsch von Joseph Roth 
Premiere am 14. Dezember 2017 im Burgtheater

Biografie

geboren 1946, aufgewachsen im niederländischen Heerjansdam. Nach einer Ausbildung zum Tänzer an der Rotterdamer Akademie und zum Schauspieler an der Theaterakademie in Maastricht wurde er 1976 Direktor und Schauspieler der Haagsche Comedie. Hier inszenierte er sein erstes Stück. 1985 gründete Johan Simons zusammen mit dem Komponisten und Schlagzeuger Paul Koek die Theatergroep Hollandia, die hauptsächlich in der Provinz Nord- Holland auftratt. 2001 fusionierte Hollandia mit dem Zuidelijk Toneel zu ZT/Hollandia, einer der größten Truppen der Niederlande. Johan Simons wurde künstlerischer Direktor. Wichtige Inszenierungen von ZT/Hollandia waren u.a. „De Leenane Trilogie“, „Bacchanten“, „Sentimenti“, 2003 bei der Ruhrtriennale aufgeführt, und die Abschiedsinszenierungen „Fort Europa: Hohelied der Zersplitterung“, aufgeführt bei der Ruhrtriennale 2005. 2005 wird ZT/Hollandia aufgelöst und in NTGent umbenannt. Von 2005 bis 2010 inszenierte er beim NTGent Bearbeitungen von Romanen von Arnon Grünberg, Michel Houellebecq, J. M. Coetzee und Louis Paul Boon, Klassiker von Aischylos und Beckett und Drehbücher von Krzysztof Kieślowski und Billy Wilder. 

Seit 2000 wird Johan Simons regelmäßig als Gastregisseur von deutschsprachigen Theatern eingeladen. Mit seiner Münchner Inszenierung von Heiner Müllers „Anatomie Titus“ war Johan Simons 2004 beim Berliner Theatertreffen zu sehen. „Elementarteilchen“ nach Houellebecq am Schauspielhaus Zürich, ebenfalls zum Theatertreffen eingeladen, wurde als beste deutschsprachige Aufführung 2004 mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet. Mit „Kasimir und Karoline“ (Schauspiel Köln) wurde er 2010 erneut zum Theatertreffen der Berliner Festspiele eingeladen.

2010 wechselte Johan Simons als Intendant an die Münchner Kammerspiele. Simons wurde mit seinen Inszenierungen von „Gesäubert/Gier/4.48 Psychose“ (Sarah Kane) und „Die Straße. Die Stadt. Der Überfall“ (Elfriede Jelinek) zum Theatertreffen eingeladen. In München bachte er u.a. „Winterreise“ (Elfriede Jelinek), „E la nave va“ (Federico Fellini), „König Lear“ (William Shakespeare), „Onkel Wanja“ (Anton Tschechow) und „Dantons Tod“ (Georg Büchner) auf die Bühne. 2013 ernannte Theater heute die Münchner Kammerspiele zum Theater des Jahres. Für seine Inszenierung von „Dantons Tod“ ebenda erhielt er den deutschen Theaterpreis „Der Faust“ 2014. Im gleichen Jahr wird er mit dem Berliner Theaterpreis geehrt. Für seine bedeutsamen Verdienste im Bereich Theater im In-und Ausland verlieh ihm Königin Máxima 2014 die wichtigste künstlerische Auszeichnung der Niederlande, den Prinz Bernhard Kulturfonds Preis. 

Von 2015 bis 2017 war Johan Simons künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale. Ab der Spielzeit 2018/19 wird Johan Simons das Schauspielhaus Bochum leiten. 

Johan Simons © Edi Szekely