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Johan Simons

Premiere in der Spielzeit 2018/2019

Woyzeck von Georg Büchner
Premiere im April 2019 im Burgtheater

Biografie

geboren 1946, aufgewachsen im niederländischen Heerjansdam. Nach einer Ausbildung zum Tänzer an der Rotterdamer Akademie und zum Schauspieler an der Theaterakademie in Maastricht wurde er 1976 Direktor und Schauspieler der Haagsche Comedie. Hier inszenierte er sein erstes Stück. 1985 gründete Johan Simons zusammen mit dem Komponisten und Schlagzeuger Paul Koek die Theatergroep Hollandia, die hauptsächlich in der Provinz Nord-Holland auftrat. 2001 fusionierte Hollandia mit dem Zuidelijk Toneel zu ZT/Hollandia, einer der größten Truppen der Niederlande. Johan Simons wurde künstlerischer Direktor. Wichtige Inszenierungen von ZT/Hollandia waren u.a. „De Leenane Trilogie“, „Bacchanten“, „Sentimenti“, 2003 bei der Ruhrtriennale aufgeführt, und die Abschiedsinszenierung „Fort Europa: Hohelied der Zersplitterung“, aufgeführt bei der Ruhrtriennale 2005. 2005 wird ZT/Hollandia aufgelöst und in NTGent umbenannt. Von 2005 bis 2010 inszenierte Simons beim NTGent Bearbeitungen von Romanen von Arnon Grünberg, Michel Houellebecq, J. M. Coetzee und Louis Paul Boon, Klassiker von Aischylos und Beckett und Drehbücher von Krzysztof Kieślowski und Billy Wilder.

Seit 2000 wird Johan Simons regelmäßig als Gastregisseur von deutschsprachigen Theatern eingeladen. Mit seiner Münchner Inszenierung von Heiner Müllers „Anatomie Titus“ war er 2004 beim Berliner Theatertreffen zu sehen. „Elementarteilchen“ nach Michel Houellebecq am Schauspielhaus Zürich, ebenfalls zum Theatertreffen eingeladen, wurde als beste deutschsprachige Aufführung 2004 mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet. Mit „Kasimir und Karoline“ (Schauspiel Köln) wurde er 2010 erneut zum Theatertreffen der Berliner Festspiele eingeladen.

2010 wechselte Johan Simons als Intendant an die Münchner Kammerspiele. Simons wurde mit seinen Inszenierungen von „Gesäubert/Gier/4.48 Psychose“ von Sarah Kane und „Die Straße. Die Stadt. Der Überfall“ von Elfriede Jelinek zum Theatertreffen eingeladen. In München brachte er u.a. „Winterreise“ von Elfriede Jelinek, „E la nave va“ von Luchino Visconti, „König Lear“ von William Shakespeare, „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow und „Dantons Tod“ von Georg Büchner auf die Bühne. 2013 zeichnete Theater heute die Münchner Kammerspiele als Theater des Jahres aus. Für seine Inszenierung von „Dantons Tod“ ebenda erhielt Simons den deutschen Theaterpreis „Der Faust“ 2014. Im gleichen Jahr wird er mit dem Berliner Theaterpreis geehrt. Für seine bedeutsamen Verdienste im Bereich Theater im In- und Ausland verlieh ihm Königin Máxima 2014 die wichtigste künstlerische Auszeichnung der Niederlande, den Prinz Bernhard Kulturfonds Preis. 

Von 2015 bis 2017 war Johan Simons künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale. Ab der Spielzeit 2018/19 wird er das Schauspielhaus Bochum leiten. 

In der Spielzeit 2017/2018 brachte er Joseph Roths „Radetzkymarsch“ im Burgtheater auf die Bühne.

Johan Simons © Marcella Ruiz Cruz