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Luk Perceval

Premiere in der Spielzeit 2017/2018

Rosa Rozendaal von Dimitri Verhulst
Uraufführung im März 2018 im Akademietheater

Biografie

geboren 1957 in Lommel, Belgien. Er begann seine Theaterlaufbahn 1979 als Schauspieler am Nationaltheater Antwerpen, das er fünf Jahre später verließ, um die freie Truppe „Blauwe Maandag Compagnie“ zu gründen. Mit der „BMCie“ realisiert er u.a. den Shakespeare-Marathon „Ten oorlog“. Die deutschsprachige Version unter dem Titel „Schlachten!“ wurde 1999 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2000, von „Theater heute“ zur „Aufführung des Jahres 2000“ gewählt und mit dem „Innovationspreis“ des ZDF/3SAT ausgezeichnet). 1998 wurde Perceval Intendant des Nationaltheaters Antwerpen, das er zum „Het Toneelhuis“ umstrukturiert. In Deutschland erarbeitete er u.a. Tschechows „Kirschgarten“ am Schauspiel Hannover, an den Münchner Kammerspielen „Traum im Herbst“ von Jon Fosse (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2002) und Shakespeares „Othello“ in einer Bearbeitung von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel. Als Opernregisseur arbeitete er an der Staatsoper Stuttgart, an der Staatsoper Hannover und an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Seine Inszenierungen „Othello“ und „Onkel Wanja“ wurden auf internationalen Theaterfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Von 2005 bis 2008 war Luk Perceval Hausregisseur an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, 2004 und 2007 wurden seine Inszenierungen „Andromache“ und „Maria Stuart“ mit dem Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost ausgezeichnet. Seit 2000 entwickelte Perceval eine Reihe von Theaterfilmen von seinen Inszenierungen und realisiert die Dokumentarfilme „Düsseldorf mon Amour“ und „Die verborgene Stadt“.

Von 2009 bis 2017 ist Luk Perceval leitender Regisseur am Thalia Theater Hamburg. Hier inszenierte er „The truth about THE KENNEDYS“, „Nach der Probe“ von Ingmar Bergman, „Kinder der Sonne“ von Maxim Gorki und „Große Freiheit Nr. 7“ nach dem Film von Helmut Käutner, „Hamlet“ von William Shakespeare in einer Bearbeitung von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel, „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert (ausgezeichnet mit der Goldenen Maske in der Kategorie „The Best Foreign Production Presented in Russia in 2013“), in Kooperation mit der Ruhrtriennale Shakespeares „Macbeth“ sowie Anton Tschechows „Der Kirschgarten“, „Jeder stirbt für sich allein“ nach dem Roman von Hans Fallada (eingeladen zum Berliner Theatertreffen und von „Theater heute“ zur „Inszenierung des Jahres 2013“ gewählt), „Die Brüder Karamasow“ von Fjodor M. Dostojewskij, „FRONT - Im Westen nichts Neues“ nach Erich Maria Remarque, „Le Feu“ von Henri Barbusse, „Die Blechtrommel“ von Günter Grass, „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ von Hans Fallada, „Liebe“ und „Geld“ von Emile Zola, „Früchte des Zorns“ von John Steinbeck. 

Luk Perceval wurde 2013 mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie „Regie Schauspiel“ ausgezeichnet.  

Von 2008 bis 2011 war er Studiengangsleiter für Regie und Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. 

2017 geht Luk Perceval nach Brüssel. Zur persönlichen Website von Luk Perceval: www.lukperceval.info

Luk Perceval © Reinhard Winkler