zurück zur Übersicht

Michael Thalheimer

Premiere in der Spielzeit 2018/2019

Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth
Premiere am 29. September 2018 im Burgtheater

Biografie

1965 bei Frankfurt am Main geboren. Studierte ab 1985 Schauspiel in Bern und war an verschiedenen Stadttheatern im deutschsprachigen Raum als Schauspieler engagiert, bevor er 1997 am Theater Chemnitz seine erste Arbeit als Regisseur zeigte, „Der Architekt und der Kaiser von Assyrien“ von Fernando Arrabal.

Es folgten Inszenierungen u.a. am Theater Freiburg, Theater Basel, Schauspiel Leipzig, Staatsschauspiel Dresden und seit 2000 auch regelmäßig am Hamburger Thalia Theater (u.a. Molnárs „Liliom“; Schnitzlers „Liebelei“; Schillers „Kabale und Liebe“; Büchners „Woyzeck“; Wedekinds „Lulu“; Gerhart Hauptmanns „Rose Bernd“; Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“; Shakespeares „Hamlet“; Schnitzlers „Reigen“), am Deutschen Theater Berlin – von 2005 bis 2008 als leitender Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung – (u.a. Lessings „Emilia Galotti“; Tschechows „Drei Schwestern“; Hauptmanns „Einsame Menschen“, „Die Weber“ und  „Die Ratten“; Goethes „Faust“ (Teil I und II); Jon Fosses „Schlaf“; „Die Orestie“ von Aischylos; Ibsens „Die Wildente“; Hebbels „Die Nibelungen“; „Unschuld“ von Dea Loher; Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“; Schillers „Die Jungfrau von Orleans“), am Schauspiel Frankfurt („Ödipus/Antigone“ von Sophokles; „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller; Euripides’ „Medea“; „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada; Henrik Ibsens „Nora“; Kleists „Phentesilea“), am Staatstheater Stuttgart (Tschechows „Der Kirschgarten“), am Théâtre des Amandiers in Nanterre, Paris (Koltès’ „Der Kampf des Negers und der Hunde“), an der Schaubühne Berlin („Die Macht der Finsternis“ von Tolstoi; „Tartuffe“ und „Der eingebildete Kranke“ von Molière; „Nachtasyl“ von Gorki, „Wallenstein“ von Schiller); am Residenztheater München (Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“).

Seit September 2017 ist Michael Thalheimer fester Regisseur am Berliner Ensemble unter Oliver Reese. Zur Spielzeiteröffnung inszenierte er Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“. 2005 debütierte Thalheimer als Opernregisseur mit Leoš Janáčeks „Katja Kabanova“ an der Berliner Staatsoper, weitere Opernarbeiten hier: Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ und zuletzt 2015 „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber. An der Basler Oper inszenierte er Verdis „Rigoletto“, an der Vlaamse Opera in Antwerpen „La Forza del Destino“, an der Staatsoper Hamburg Hector Berlioz’ „Les Troyens“ und zuletzt 2016 „Otello“ von Verdi, wieder an der Vlaamse Opera (Koproduktion mit der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg). Michael Thalheimers Inszenierungen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Innovationspreis des Fernsehsenders 3sat sowie den Berliner Friedrich-Luft-Preis sowie zweimal die Moskauer „Goldene Maske“. Viele seiner Produktionen wurden zum Berliner Theatertreffen, zuletzt „Medea“ 2013, und zu Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und dem Festival Iberoamericano de Teatro in Bogotá eingeladen. Für seine Inszenierungen von Lessings „Emilia Galotti“, Hauptmanns „Die Ratten“ sowie „Die Weber“ (alle Deutsches Theater Berlin) und zuletzt 2013 für Hugo von Hofmannsthals „Elektra“ (Burgtheater) erhielt er den Nestroypreis.

Am Burgtheater inszenierte er Bertolt Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“, „Elektra“ von Hugo von Hofmannsthal, „Maria Magdalena“ von Friedrich Hebbel, die österreichische Erstaufführung von Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ und zuletzt „Die Perser“ von Aischylos.

Über Michael Thalheimer