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Simon Stone

Premiere in der Spielzeit 2018/19

Medea von Simon Stone nach Euripides
Österreichische Erstaufführung im Dezember 2018 im Burgtheater


Biografie

geboren 1984 in Basel. Seine Familie zog zunächst nach Cambridge/England, 1996 nach Melbourne/Australien. Stone studierte an der Universität von Melbourne am Victoria College of the Arts und arbeitete in den darauffolgenden Jahren als Theaterleiter, Autor und Schauspieler in Australien.

2007 gründet er die Theaterkompanie „The Hayloft Project“, für die er klassische Dramentexte wie Wedekinds „Frühlings Erwachen“, Tschechows „Platonov“ und „Drei Schwestern“, „Der Selbstmörder“ von Nikolai Erdman, „The Only Child“ nach Ibsens „Klein Eyolf“ oder Senecas „Thyestes“ adaptierte. 2011 wurde er Hausregisseur am Belvoir Theatre in Sydney. Hier schrieb und inszenierte er eine neue Version von „The Wild Duck“ nach Ibsen. Es folgte u.a. „Baal“ nach Brecht. Für das Red Stitch Actors Theatre realisierte er die australischen Erstaufführungen von „Pool (no water)“ von Mark Ravenhill und „Leaves of Glass“ von Philip Ridley, für das Belvoir St Theatre in Sidney „The Promise“ von Aleksei Arbuzov und mit der Melbourne Theaterkompanie Tschechows „Der Kirschgarten“. Mit „The Wild Duck“ gastierte er 2012 auf dem Ibsen-Festival in Oslo, 2013 bei den Wiener Festwochen und beim Holland Festival Amsterdam, wo die Inszenierung den Publikumspreis erhielt. Aufgrund des großen Erfolges von „The Wild Duck“ bei den europäischen Festivals wurde Stone von verschiedenen Theatern in Europa als Gastregisseur eingeladen. In Deutschland debütierte er 2014 am Theater Oberhausen mit der Inszenierung „Die Orestie“ nach Aischylos, die mit dem Ensemblepreis des NRW Theatertreffens 2014 ausgezeichnet wurde. Mit „Thyestes“ nach Seneca gastierte Stone 2014 bei dem „Theater der Welt“-Festival in Mannheim, beim Holland-Festival Amsterdam und am Théâtre des Amandiers in Nanterre, Paris. Als Gastregisseur inszenierte er mit der holländischen Theaterkompanie Toneelgroep Amsterdam „Medea“ nach Euripides. Im selben Jahr führte er das erste Mal Filmregie für einen Beitrag in der australischen Filmanthologie „The Turning“, basierend auf den Kurzgeschichten von Tim Winton, eingeladen in der Reihe „Berlinale Special“ zur Berlinale 2014.

Seit Sommer 2015 arbeitet Simon Stone als Hausregisseur unter der Intendanz von Andreas Beck am Theater Basel. Seine Inszenierung von „Engel in Amerika“ wurde 2016 mit dem Nestroy-Theaterpreis für die beste deutschsprachige Aufführung ausgezeichnet. Mit seiner Inszenierung von Korngolds „Die tote Stadt“ am Theater Basel stellte sich Simon Stone in der Saison 2016/2017 erstmals als Opernregisseur vor. 2015 drehte er den Kinofilm „The Daughter“, der erneut auf Ibsens „Die Wildente“ basiert und auf den Filmfestivals in Venedig, Toronto, London und Stockholm präsentiert wurde. 2016 zeigte Stone am Schauspielhaus Hamburg „Peer Gynt“ nach Ibsen, mit seiner Überschreibung von Federico García Lorcas „Yerma“ gab er am Young Vic Theatre in London sein Regiedebüt in Großbritannien. Im März 2018 wurde Simon Stone mit dem Kunstpreis in der Kategorie Darstellende Kunst der Akademie der Künste Berlin ausgezeichnet.

In der Spielzeit 2014/2015 inszenierte er im Akademietheater „John Gabriel Borkman“ nach Henrik Ibsen, als Koproduktion mit den Wiener Festwochen und dem Theater Basel, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2016 und von Theater heute zur besten Inszenierung des Jahres gewählt.

In der Spielzeit 2017/2018 brachte Stone im Akademietheater „Hotel Strindberg“ auf die Bühne.