AGBs & Hausordnung

Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Kartenvertrieb der österreichischen Bundestheater

Begriffsbestimmung

Bühnengesellschaften des Österreichischen Bundestheaterkonzerns sind die Burgtheater GmbH, die Wiener Staatsoper GmbH und die Volksoper Wien GmbH. Der Kartenverkauf erfolgt durch die Bühnengesellschaften sowie im Namen und auf Rechnung der jeweiligen Bühnengesellschaft durch die ART for ART Theaterservice GmbH (in der Folge „ART for ART“ genannt) und die Culturall Handelsges.m.b.H. (in der Folge „Culturall“ genannt).

Geltungsbereich

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (in der Folge „AGB Kartenvertrieb“ genannt) regeln die Rechtsbeziehungen zwischen den Kunden einerseits und der jeweiligen Bühnengesellschaft andererseits. Im Falle der Weitergabe einer Karte obliegt es dem jeweils vorangehenden Erwerber derselben, darauf hinzuweisen, dass gegenüber jedem weiteren Erwerber die AGB Kartenvertrieb gelten. Die AGB Kartenvertrieb sind Bestandteil aller Verträge zwischen den Kunden einerseits und der jeweiligen Bühnengesellschaft andererseits.

Kartenpreise

Es finden die Preise für Sitz- und Stehplätze der Bühnengesellschaften gemäß den jeweils geltenden Preislisten Anwendung. Von ART for ART und Culturall werden keine Aufschläge verrechnet. In den auf den Preislisten ausgewiesenen Preisen ist die jeweilige gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer enthalten. Die jeweilige Bühnengesellschaft behält sich vor (insbesondere bei Benefizveranstaltungen, Großgruppen und dergleichen), im Einzelfall abweichende Preise festzusetzen. Die Kartenpreise für Fest-, Wahl- und sonstige Abonnements richten sich nach den geltenden Abonnementbedingungen der jeweiligen Bühnengesellschaft. Ermäßigte Karten können von Personen nur dann erworben werden, wenn sie einem der jeweils begünstigten Personenkreise angehören, wie im Folgenden geregelt oder auf der Website der jeweiligen Bühnengesellschaft ersichtlich ist. Ein Rechtsanspruch auf Ermäßigungskarten, auf bestimmte Karten oder Kartenkategorien besteht nicht. Die Ermäßigungskarten sind ohne einen die Begünstigung begründenden Lichtbildausweis ungültig. Bei unsachgemäßer Inanspruchnahme einer Karte kann der Unterschiedsbetrag eingehoben oder der Besucher der Vorstellung verwiesen werden. Der Kaufpreis der Karte wird in letzterem Falle auch nicht teilweise zurückerstattet.


Kartenerwerb

Die Bundestheater sind stets bemüht, den bestmöglichen Service beim Erwerb von Karten zu bieten. Es besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf Erwerb oder Reservierung einer oder mehrerer Karten für Vorstellungen oder sonstige Veranstaltungen der Bühnengesellschaften.

Die Modalitäten des Kartenvorverkaufs werden von den Bühnengesellschaften festgelegt und sind aus den jeweiligen Spielplänen bzw. auf den Websites ersichtlich. Am ersten Vorverkaufstag werden pro Person nur zwei Karten ausgegeben, wobei es bei weniger nachgefragten Vorstellungen im Ermessen des Kassenpersonals liegt, von dieser Regel im Einzelfall abzugehen.

Der Kartenkauf via Internet ist über folgende Websites möglich: www.bundestheater.at, www.burgtheater.at, tickets.burgtheater.at, www.wiener-staatsoper.at, www.volksoper.at, tickets.volksoper.at, www.culturall.com sowie über die Apps der Bühnengesellschaften.

Karten für Vorstellungen der Bühnengesellschaften sind zu den jeweiligen Öffnungszeiten an den Tages- und Abendkassen des Bundestheaterkonzerns erhältlich. Personen, die Räumlichkeiten des Österreichischen Bundestheaterkonzerns betreten, unterwerfen sich auch den Hausordnungen für jene Gebäude, in denen sich die jeweilige Tages- oder Abendkasse befindet. Die Bühnengesellschaften behalten sich das Recht vor, Personen, die den geordneten Kartenverkauf oder andere Personen stören oder der jeweiligen Hausordnung bzw. Anordnungen des Kassenpersonals zuwiderhandeln, den Erwerb von Karten für bestimmte Zeit oder in schwerwiegenden Fällen auf Dauer zu versagen.

Bei Bezahlung mit Kreditkarte oder SEPA Lastschriftmandat ist auch ein telefonischer Kartenkauf möglich.

Die Bezahlung der Karten erfolgt grundsätzlich in bar, mit Gutschein, Überweisung, Bankomatkarte oder Kreditkarte (Visa, Master Card, American Express, Diners Club und JCB Card) oder BundestheaterCard mit Einziehungsauftrag (SEPA Lastschriftmandat). Der Kauf kommt nur zustande, wenn der Kaufpreis von der Kreditkartengesellschaft autorisiert bzw. beim Kauf mit SEPA Lastschriftmandat der Betrag eingezogen werden kann.

Das Recht auf Zutritt zur entsprechenden Veranstaltung wird erst mit vollständiger Bezahlung der hierfür gekauften Karte erworben.


Datenschutz

Personenbezogene Daten werden zur Vertragserfüllung und Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen, zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen und zur Wahrung berechtigter Interessen verarbeitet. Nähere Informationen zur Datenverarbeitung und den damit verbundenen Rechten finden sich in der Datenschutzerklärung der jeweiligen Bühnengesellschaft.

Rücknahme von bzw. Ersatzleistung für Karten

Kartenkäufe sind in jeder Form verbindlich, eine Rücknahme oder ein Umtausch bezahlter Karten ist nicht möglich; im Abonnementbereich können die jeweiligen Bestimmungen der Bühnengesellschaften Abweichendes vorsehen. Ein Ersatz für nicht oder (z.B. durch Zuspätkommende) nur teilweise in Anspruch genommene Karten oder für wie auch immer abhanden gekommenen Karten kann nicht geleistet werden. Es ist eine Kommissionsbörse eingerichtet, welche unter gewissen Voraussetzungen den kommissionellen Verkauf von Karten der Wiener Staatsoper und des Burgtheaters ermöglicht. Einzelheiten hierzu sind in den AGBs Kommissionsverkauf geregelt.

Widerrufsrecht für online, per E-Mail oder telefonisch erworbener Wahlabonnements oder Gutscheine

Es besteht kein Widerrufsrecht bezüglich Eintrittskarten für feststehende Veranstaltungen. Gemäß § 18 Abs. 1 Z 10 FAGG ist das Widerrufsrecht für Dienstleistungen ausgeschlossen, die im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen erbracht werden, sofern jeweils für die Vertragserfüllung durch den Unternehmer ein bestimmter Zeitpunkt oder Zeitraum vertraglich vorgesehen ist.

Beim Kauf von Abonnements, für die die Vorstellungen nicht feststehen (Wahlabonnements) und beim Kauf von Gutscheinen telefonisch, per E-Mail oder im Internet, hat der Käufer, sofern er Verbraucher ist, das Recht, den Vertrag binnen vierzehn Tagen ab Vertragsabschluss ohne Angabe von Gründen zu widerrufen.

Um dieses Widerrufsrecht auszuüben, muss der Käufer Culturall mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über seinen Entschluss, den Kaufvertrag über das Wahlabonnement bzw. über den Gutschein zu widerrufen, informieren. Der Käufer kann dafür das untenstehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass der Käufer die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absendet. Übt er dieses bestehende Widerrufsrecht wirksam aus, werden alle Zahlungen spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückgezahlt, an dem die Mitteilung über den Widerruf des Kaufvertrages eingegangen ist. Die Rückzahlung erfolgt in der ursprünglichen Zahlungsart; es wird für die Rückzahlung kein Entgelt berechnet.

Der Käufer hat kein Rücktrittsrecht, wenn er Wahlabonnement-Schecks oder Gutscheine innerhalb der Widerrufsfrist einlöst und Eintrittskarten für einen bestimmten Termin erhält. Die Rückzahlung kann zudem verweigert werden, bis Culturall bereits ausgestellte Gutscheine zurückerhalten hat bzw. überprüft wurde, dass keine Wahlabonnement-Schecks oder Gutscheine eingelöst wurden.

Muster-Widerrufsformular

An die Culturall Handelsges.m.b.H., Graf-Starhemberg-Gasse 37/4, 1040 Wien

Fax: +43 (0)1 712 54 00-22; E-Mail: ticket@culturall.com

Hiermit widerrufe ich den von mir abgeschlossenen Vertrag über den Kauf von folgendem Artikel:

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Bestellt am:

Rechnungsnummer:

Name des Käufers:

(E-Mail) Adresse des Käufers:

Unterschrift des Käufers (nur bei Mitteilung auf Papier):

Datum:


Ausfall oder Änderung von Vorstellungen

Wird anstelle des Werkes, dessen Titel auf der Eintrittskarte aufgedruckt ist, ein anderes Werk gespielt oder entfällt die Vorstellung ersatzlos, so werden bereits erworbene Eintrittskarten bis zu sieben Tage nach dem Vorstellungstag an den Tageskassen bzw. am Vorstellungstag an der Abendkassa direkt bei der jeweiligen Bühnengesellschaft/Spielstätte zurückgenommen, wobei ausschließlich Eintrittskarten mit unversehrtem Abriss zurückgenommen werden. Von der Rücknahme wegen einer Änderung der Vorstellung ausgenommen sind Abonnementkarten und Kontingent-Karten zu ermäßigten Preisen, die über Kooperationspartner der Bundestheater bezogen wurden. Ankündigungen der Besetzung sind keine Geschäftsgrundlage des Kartenerwerbs, Änderungen der Besetzung bleiben den Bühnengesellschaften vorbehalten und begründen keinen Anspruch auf Rückgabe der Karten oder Minderung des Kaufpreises. Ankündigungen von Über- bzw. Untertitel sind keine Geschäftsgrundlage des Kartenerwerbes, allfällige Defekte an Über – bzw. Untertitelanlagen begründen daher keinen Anspruch auf Rückerstattung oder Minderung des Kaufpreises. Kurzfristige zeitliche Verschiebungen des Vorstellungsbeginns berechtigen den Erwerber nicht zur Rückgabe der erworbenen Karte. Es obliegt dem Besucher, sich am Vorstellungstag über allfällige Änderungen z.B. durch Tageszeitungen, auf den Websites der Bühnengesellschaften oder auch telefonisch bei der jeweiligen Bühnengesellschaft zu informieren. Bei Abbruch der Vorstellung wird eine Ersatzvorstellung angeboten oder, falls dies aus spielplantechnischen oder sonstigen Gründen nicht möglich ist, der Eintrittspreis nur dann rückerstattet, wenn zum Zeitpunkt des Abbruchs weniger als die Hälfte der Aufführung gespielt ist.

Aufnahmen

Bild- und Tonaufnahmen durch Besucher sind während der Vorstellung nicht gestattet. Im Fall von Bild- und Tonaufnahme durch die Bühnengesellschaften oder durch berechtigte Dritte nimmt der Besucher zur Kenntnis, dass die von ihm eventuell entstehenden Aufnahmen ohne Vergütung sowie ohne zeitliche, räumliche und zahlenmäßige Einschränkung in jedem derzeit bekannten und zukünftig entwickelten technischen Verfahren im Rahmen der üblichen Verwertung (etwa Vorstellungsausstrahlung in TV und Internet) verwendet werden dürfen.

Allgemeine Bestimmungen

Das Feilbieten und das Verkaufen von Eintrittskarten für Vorstellungen der Bühnengesellschaften durch Dritte ist in den Gebäuden des Bundestheaterkonzerns nicht gestattet. Der Besucher unterwirft sich der jeweils geltenden Hausordnung. Dem Personal des Publikumsdienstes ist auf Verlangen stets die gültige Eintrittskarte vorzuweisen. Jede gültige Eintrittskarte berechtigt eine Person zum Besuch der darauf angegebenen Vorstellung. Es ist nicht zulässig, einen anderen als den auf der Karte bezeichneten Platz einzunehmen. Bei Verstößen gegen die Hausordnung der jeweiligen Bühnengesellschaft kann der Besucher der Vorstellung verwiesen werden. Der Kaufpreis wird in diesen Fällen nicht rückerstattet.

Gerichtsstand ist bei Unternehmen und Verbrauchern, die bei Klagserhebung keinen Wohnsitz, ständigen Aufenthalt oder Beschäftigung in Österreich haben, das sachlich und örtliche zuständige Gericht 1010 Wien. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen und des UN Kaufrechts.

Geschäftsbedingungen für den Kommissionsverkauf

Der kommissionsweise Verkauf stellt eine Serviceleistung der österreichischen Bundestheater dar und soll Kunden, die bereits Karten für die österreichischen Bundestheater gekauft haben aber z.B. aus gesundheitlichen Gründen die Vorstellung nicht besuchen können, die Möglichkeit bieten, Ihre Karten im Internet bzw. teilweise an den Bundestheaterkassen zum Wiederverkauf anzubieten.

1. Die Wiener Staatsoper und das Burgtheater übernehmen von Kunden Karten für Vorstellungen, die noch nicht stattgefunden haben zum kommissionsweisen Verkauf, wenn

die Karten vom Kunden über das Internet (www.wiener-staatsoper.at, www.burgtheater.at, www.culturall.com) gekauft und die Karten noch nicht gedruckt wurden.

2. Die Wiener Staatsoper übernimmt Karten für Vorstellungen, die noch nicht stattgefunden haben überdies zum kommissionsweisen Verkauf, wenn

a) die Karten über das Bestellbüro der Wiener Staatsoper bezogen und diese Karten noch nicht ausgedruckt wurden

bzw.

b) Karten der Wiener Staatsoper bei den Bundestheatern gekauft wurden und die Originalkarten an den Bundestheaterkassen abgegeben werden und es sich nicht um gewerbliche Wiederverkäufer handelt.

3. Alle gemäß Punkt 1 und 2 in Kommission zu gebende Karten können auf www.culturall.at zum Wiederverkauf angeboten werden. Bitte beachten Sie, dass die Kommissionskarten daher auch nur angezeigt werden, wenn der Einstieg über www.culturall.com erfolgt!

4. Ausschließlich Karten der Wiener Staatsoper gemäß Punkt 1 und 2 werden überdies auch an den Bundestheaterkassen zum Wiederverkauf angeboten.

5. Im Folgenden wird ein Kunde, der Karten zum kommissionsweisen Verkauf anbietet, Verkäufer und ein Kunde, der kommissionsweise verkaufte Karten kauft, Käufer genannt. Unter Kaufpreis wird der Preis verstanden, den der Verkäufer für die Karte bei den Bundestheatern ursprünglich bezahlt hat, Normalpreis ist der ursprüngliche nicht ermäßigte Kaufpreis, der auf der Karte des Käufers aufgedruckt ist. Verkaufspreis ist der Preis, den der Käufer der Kommissionskarte bezahlen muss. Rückerstattungspreis ist der Betrag, den der Verkäufer der Karte im Falle eines Verkaufs der Karte erhält. Aufpreis ist der Aufschlag, der für den Kauf von Kommissionskarten vom Käufer verlangt wird.

6. Wiener Staatsoper:

Der Aufpreis für den Kauf von Kommissionkarten beträgt grundsätzlich 6% vom Normalpreis, mindestens jedoch 2 Euro.

Der Verkäufer kann den Verkaufspreis für Karten der Wiener Staatsoper jedoch in einem gewissen Rahmen selbst festlegen: Der Rückerstattungspreis darf in der Wiener Staatsoper nicht höher als das 1,2fache des Kaufpreises sein. In diesem Fall beträgt der Aufpreis neben den 6% des Normalpreises zusätzlich 30% des Teiles des Kaufpreises, der den Normalpreis übersteigt; niedriger als der Kaufpreis der Karte darf der Rückerstattungspreis nur festgesetzt werden, wenn
es in der entsprechenden Kategorie/Preisgruppe keine Karten mehr gibt.

7. Burgtheater:

Der Aufpreis für den Kauf von Kommissionkarten beträgt immer 6% vom Normalpreis.

Beträgt der Aufpreis von 6% jedoch weniger als 2 Euro, so ist die Differenz vom Verkäufer zu tragen, entsprechend vermindert sich der Rückerstattungspreis. Der Rückerstattungspreis für Karten des Burgtheaters darf nicht höher als der Kaufpreis sein.

8. Sämtliche Beträge sind Bruttobeträge und beinhalten die Umsatzsteuer.

9. Die oben beschriebenen Regeln gelten sinngemäß auch für den Kommissionsverkauf von ermäßigten Karten. Diese können vom Verkäufer nur zum Kaufpreis zzgl. allfälligem Aufpreis veräußert werden, der Verkaufspreis wiederum setzt sich aus Normalpreis zzgl. Aufpreis zusammen.

10. Mit der Abwicklung des Verkaufs sind jeweils im Namen und auf Rechnung der Bühnengesellschaft an den Bundestheaterkassen die ART for ART Theaterservice GmbH und im Internet sowie mit der Rückerstattung des Kaufpreises die Culturall Handelsges.m.b.H. (im Folgenden CULTURALL) beauftragt.

11. CULTURALL bestätigt für die Bundestheater dem Verkäufer die Annahme des Verkaufsauftrags per sofortiger Sichtbarkeit im Web-Angebot. Für Karten der Wiener Staatsoper, die an den Bundestheaterkassen in Kommission gegeben werden, wird dem Verkäufer eine schriftliche Bestätigung ausgefolgt.

12. Vom erfolgten Verkauf wird der Verkäufer mit E-Mail informiert. Wurden die Karten an der Theaterkasse in Kommission gestellt, so erfolgt die Verständigung per E-Mail nur, wenn eine E-Mail-Adresse zu diesem Zweck vom Verkäufer bekannt gegeben wurde.

13. Der Käufer leistet die Zahlung für die Bundestheater an CULTURALL. Nach Zahlungseingang wird unter Abzug des Aufpreises für den kommissionsweisen Verkauf eine Gutschrift ausgestellt und der sich daraus ergebenden Betrag binnen 4 Wochen an den Verkäufer überwiesen.

14. Im Falle einer Abänderung/Absage erhält der Käufer den auf der Karte aufgedruckten Normalpreis refundiert, nicht aber den Aufpreis.

15. Der Kunde ist verpflichtet, jede Änderung seiner Kontaktdaten unverzüglich mitzuteilen. Alle Erklärungen der Bundestheater an den Kunden gelten als zugegangen, wenn sie dem Kunden an die zuletzt bekannt gegebene Anschrift bzw. E-Mailadresse gesendet worden sind und der Kunde eine Änderung seiner Anschrift bzw. E-Mailadresse nicht bekannt gegeben hat. Gibt der Kunde seine Kontaktdaten unrichtig an oder teilt er Änderungen nicht unverzüglich mit, hat er den sich daraus ergebenden Schaden selbst zu tragen bzw. zu ersetzen.

16. Die Bundestheater sind berechtigt, Kunden jederzeit vom Kommissionsverkauf auszuschließen; insbesondere wenn der Verdacht besteht, dass der Kommissionsverkauf vom Verkäufer gewerbsmäßig ausgeübt wird.

17. Auf alle Vertragsbeziehungen zwischen dem Kunden und den Bundestheatern findet österreichisches materielles Recht, UN-Kaufrecht ausgenommen, Anwendung.

18. Für die Geschäftsbeziehung zwischen der Wiener Staatsopern GmbH bzw. der Burgtheater GmbH und dem Kunden gelten ausschließlich diese Geschäftsbedingungen in der zum Zeitpunkt der Bestellung bzw. der Abgabe oder Erteilung eines Verkaufsauftrags durch den Kunden gültigen Fassung.

19. Zuständig für alle Streitigkeiten ist das Handelsgericht Wien bzw. bis zu dem in § 49 Abs. 1 JN genannten Betrag das Bezirksgericht für Handelssachen Wien (gilt nicht für Verbraucher).

20. Aus technischen Gründen ist bis auf weiteres im Moment EPS als Zahlart beim Kauf von Kommissionskarten nicht zugelassen.

Wien, Jänner 2019

Die allgemeine Geschäftsbedingung für die BundestheaterCard

Die BundestheaterCard ist eine kostenlose Kundenkarte der Burgtheater GmbH, Wiener Staatsoper GmbH, Volksoper Wien GmbH (im Folgenden Bundestheater genannt) und Culturall Handelsges.m.b.H (im Folgenden Culturall genannt), als beauftragten Auftragsverarbeiter.

Der/die Kunde/in ist mit der BundestheaterCard berechtigt, am Bonuspunkteprogramm der Bundestheater teilzunehmen. Bonuspunkte werden unter anderem mit dem Kauf von Eintrittskarten, Abonnements oder Zyklen erworben, spätestens in der Nacht nach dem Kauf gutgeschrieben und bei Einlösung sofort abgezogen. Die aktuellen, jeweils gültigen Vorzüge der BundestheaterCard können im Internet bzw. bei den Kassen der Bundestheater eingesehen werden. Die Bundestheater sind berechtigt, die- se Vorzüge jederzeit zu ändern. Bonuspunkte können nicht rückwirkend für bereits reservierte oder gekaufte Karten bzw. Artikel eingelöst werden.

Bei Bestellung der BundestheaterCard durch persönliche Abgabe des Anmeldeformulars bei den Kassen der Bundestheater erhält der/die Kunde/in eine vorläufige BundestheaterCard, mit der viele der damit verbundenen Vorteile unverzüglich in Anspruch genommen werden können. Der/die Kunde/in erhält weiterhin einen Benutzernamen und ein Passwort, um zukünftig im Internet Buchungen vornehmen zu können. Das Passwort wird umgehend nach Ausstellung der temporären BundestheaterCard zugesandt.

Die Nutzung der vorläufigen BundestheaterCard im Internet ist ab sofort möglich, wenn eine E-mail-Adresse angegeben wird. Da Benutzername und Passwort über die angegebene E-Mail-Adresse kommuniziert werden können, wird der/die Kunde/in ersucht, eine korrekte E-mail-Adresse anzugeben und Änderungen dieser zeitgerecht im Internet bekanntzugeben (bitte loggen Sie sich dazu unter www.culturall.com mit Klick auf „Persönliche Daten ändern“ ein und ändern Sie dort Ihre E-Mail-Adresse). Für Probleme/Kosten, die sich aus der Angabe einer nicht korrekten E-mail-Adresse/Mobil-Tel.Nr. bzw. der nicht zeitgerechten Information über eine Änderung ergeben, haftet der/die Kunde/in.

Die endgültige BundestheaterCard wird - ebenso wie bei Bestellung der Karte per Post oder Fax - innerhalb von ca. 4 Wochen ab Bestellung per Post zugesandt. Aus Sicherheitsgründen ist bei Abgabe des Antragsformulars an einer der Tageskassen bzw. bei der ersten Behebung von mit der BundestheaterCard gekauften Karten an einer der Kassen eine Identitätsprüfung mittels Lichtbildausweises erforderlich. Alle Abonnenten/innen der Bundestheater erhalten die BundestheaterCard automatisch ausgestellt. Mit erstmaliger Benützung der BundestheaterCard akzeptieren die Abonnenten diese AGB. Pro Kunde/Kundin (natürliche oder juristische Person) darf nur eine BundestheaterCard verwendet werden. Die Karte ist nicht übertragbar.

Telefongespräche im Zusammenhang mit der Nutzung der Bundestheater- Card können zum Zweck der Nachvollziehbarkeit aufgezeichnet werden. Bei Verlust oder Diebstahl der Karte ist der/die Kunde/in verpflichtet, Culturall innerhalb von 24 Stunden zu verständigen, ansonsten geht ein etwaiger Missbrauch zu Lasten des/der Kunden/in. Ab der zweiten Diebstahls- bzw. Verlustmeldung ist Culturall berechtigt, € 20,- für die Bearbeitung der Meldung und die Neuausstellung der Karte zu verrechnen.

Die Beendigung des Vertragsverhältnisses bezüglich der BundestheaterCard kann von jeder Vertragspartei jederzeit und ohne Angabe von Gründen unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist ausgesprochen werden. Mit Beendigung des Vertragsverhältnisses erlischt das Recht des/der Kunden/in zur Inanspruchnahme der Vorzüge der BundestheaterCard. Gerichtsstand ist Wien. Es gilt österreichisches Recht.

Zusätzlich gilt bei der BundestheaterCard mit Zahlungsfunktion:

Mit Erteilen des SEPA-Lastschriftmandats ist Culturall widerruflich berechtigt, bei jedem durchgeführten Kauf den Rechnungsbetrag unverzüglich vom angegebenen Bankkonto einzuziehen. Damit ist auch die kontoführende Bank ermächtigt, die SEPA-Lastschriften einzulösen, wobei für die Bank keine Verpflichtung besteht, insbesondere dann nicht, wenn das Konto nicht die erforderliche Deckung aufweist. Der/die Kunde/in hat das Recht, innerhalb von 8 Wochen ab Abbuchungstag die Rückbuchung bei seiner/ihrer Bank zu veranlassen, verpflichtet sich aber, Culturall davon vorher nachweislich schriftlich in Kenntnis zu setzen. Wird die SEPA-Lastschrift von der Bank des/der Kunden/in nicht eingelöst, so steht Culturall das Recht zu, den Kauf zu stornieren und die Kosten für die SEPA-Lastschrift dem/der Kunden/in in Rechnung zu stellen. Der/die Kunde/in ist verpflichtet, Culturall von einer etwaigen Kontoänderung unverzüglich in Kenntnis zu setzen.

Die Zahlungsfunktion kann im Internet bei der vorläufigen BundestheaterCard erst nach erfolgter Zusendung des PIN-Codes in Anspruch genommen werden. Mit Benutzernamen, Passwort und PIN-Code kann der/die Kunde/ in über das Internet buchen und bezahlen. Mit der BundestheaterCard und dem jeweilig erhaltenen Abholcode können die Karten an einer der Tageskassen oder an der Abendkasse abgeholt werden. Der/die Kunde/in verpflichtet sich, den PIN-Code immer sicher und getrennt vom Passwort und der BundestheaterCard aufzubewahren und diesen nicht an Dritte weiterzugeben.

Der telefonische Verkauf wird ohne PIN-Code abgewickelt. Zur Identifikation des/der Kunden/in dienen die jeweilige Kunden- bzw. Kartennummer und das Geburtsdatum. Bei Bekanntgabe der Telefonnummer und Vorliegen der Zustimmung des/der Kunden/in kann im Falle eines telefonischen Verkaufs (keine Rufnummernunterdrückung) auf die Abfrage der Kunden- bzw. Kartennummer und des Geburtsdatums verzichtet werden.

Der/die Kunde/in hat die Möglichkeit, ein Depot in Höhe von € 250,- bei Culturall einzurichten, aus dem jeder durchgeführte Kauf bezahlt wird. In diesem Fall verwendet Culturall das SEPA-Lastschriftmandat auch, um das Depot immer auf die vorgegebene Höhe aufzufüllen. In Falle einer Kündigung des Depots erhält der/die Kunde/in ihr/sein Guthaben innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug von Spesen rücküberwiesen. SEPA-Lastschriftmandate können derzeit von Konten innerhalb der Europäischen Union akzeptiert werden, wenn die Landeswährung des Landes in dem das Konto geführt wird der Euro ist.

Zusatzfunktionen

Die BundestheaterCard mit Ballett-Bonus

Die BundestheaterCard kann um die Funktion des Ballett-Bonus erweitert werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt € 25,- pro Saison und berechtigt nach Maßgabe der Verfügbarkeit zum Bezug von jeweils zwei um 15% vergünstigten Eintrittskarten pro Ballettvorstellung der laufenden Saison in der Wie- ner Staatsoper und Volksoper Wien (alle Kategorien, mit Ausnahme von Premieren und Sonderveranstaltungen). Die Karten können im Vorverkauf und an den Abendkassen der Österreichischen Bundestheater erworben werden.

Für Zusatzfunktionen gilt:

Der Antrag auf Mitgliedschaft kann ausgefüllt und unterschrieben bei jeder Tageskassa abgegeben oder schriftlich per Post gesandt werden an:

Culturall Handelsges.m.b.H.
Graf-Starhemberg-Gasse 37/4
A-1040 Wien

Die Mitgliedschaft beginnt mit Zahlung, Überweisung oder Einziehung des Mitgliedsbeitrages aufgrund einer SEPA-Lastschrift, frühestens aber mit Beginn des Vorverkaufs für die jeweilige Saison. Bestehende BundestheaterCards werden um jeweilige Zusatzfunktion aufgewertet. Personen, die noch nicht Inhaberinnern/Inhaber einer BundestheaterCard sind, erhalten eine BundestheaterCard mit der Zusatzfunktion zugesandt.

Hausordnung

Die Hausordnung regelt die Bedingungen, die bei einem Aufenthalt im Burgtheater und seinen Spielstätten Akademietheater, Kasino, Vestibül sowie in allen sonstigen von der Burgtheater GmbH betriebenen Probe- und Betriebsstätten (im folgenden „Burgtheater“ genannt) eingehalten werden müssen. Mit Betreten des Burgtheaters bzw. mit dem Erwerb einer Eintrittskarte anerkennt jede Person die Hausordnung des Burgtheaters. Dieser Hausordnung liegen die Regelwerke des Veranstaltungswesens sowie des Arbeitnehmer/innenschutzes samt der darin enthaltenen Strafbestimmungen zugrunde.

1.Den Theaterbesucher/innen ist der Eintritt ins Burgtheater nur in die für Zuschauer/innen bestimmten Räume gestattet: - für den Kartenerwerb während der dafür vorgesehenen Zeiten an den Verkaufsstellen; - bei Besuch der Veranstaltungen mit gültiger Eintrittskarte; - bei Besuch im Rahmen einer organisierten Führung durch geschultes Führungspersonal der Burgtheater GmbH mit gültiger Eintrittskarte, wobei den Anordnungen des Führungspersonals unbedingt Folge zu leisten ist.

2. Der Zutritt zum Zuschauerraum und zu den für das Publikum bestimmten Nebenräumen ist nur mit einer gültigen Eintrittskarte gestattet, die den Mitarbeiter/innen des Burgtheaters sowie dem Publikumsdienst unaufgefordert vorzuweisen ist. Ohne gültige Eintrittskarte dürfen Besucher/innen nicht eingelassen werden.

3. Zuspätkommende dürfen grundsätzlich nach Beginn der Veranstaltung nicht mehr eingelassen werden. Ein Einlass während der Veranstaltung ist mit Rücksicht auf mitwirkende Künstler/innen und die übrigen Besucher/innen nur in einer Pause zulässig. Das eigenmächtige Betreten des Zuschauerraums stellt eine Verletzung der Hausordnung dar, die einen Verweis aus dem Burgtheater und in schwerwiegenderen Fällen ein Hausverbot nach sich ziehen kann. Ein Ersatz für nicht oder durch Zuspätkommen nur teilweise in Anspruch genommene Karten kann nicht geleistet werden.

4. Zur Bühne einschließlich ihrer Nebenräume und Magazine sowie zu den Umkleideräumen der Darsteller/innen ist der Zutritt nur den dort beschäftigten Personen erlaubt. Der Aufenthalt auf der Bühne ist diesen nur so lange gestattet, als ihre Anwesenheit notwendig ist.

5. Die Anwesenheit im Zuschauerraum bei Proben ist nur den bei der Produktion unmittelbar Mitwirkenden sowie Behördenvertreter/innen gestattet. Anderen Personen ist das Betreten des Zuschauerraums strengstens untersagt. Von dieser Bestimmung ausgenommen sind öffentliche Generalproben sowie die Anwesenheit mit Sondergenehmigung der Direktion.

6. Außerhalb der Zeit der Vorstellungen ist das Theater so verschlossen zu halten, dass es nur unter Aufsicht des Portiers oder des Nachthausfeuerwächters betretbar ist. Für die Räumlichkeiten, die der Gastronomie zugehören, haftet der Pächter/die Pächterin. Die Verbindungen zwischen dem Restaurant und dem Theater sind (ausgenommen Personal-WC, Lager und Personalgarderoben) verschlossen zu bleiben.

7. Die Betriebsräume sind stets reinzuhalten; während der Anwesenheit von Besuchern/innen dürfen belästigende Reinigungsarbeiten nicht vorgenommen werden. Das Bühnenhaus wird täglich morgens, der Zuschauerraum samt seiner Nebenräume täglich morgens und nach den Proben gereinigt.

8. Vor jeder Vorstellung ist das Theater ausgiebig zu lüften (Lüftungsanlage).

9. Alle Verkehrswege und Ausgänge sind während der Veranstaltungen von Verstellung freizuhalten. Während der Veranstaltungen müssen die Verkehrswege im Freien von Schnee befreit und bei Glatteis gestreut sein (im unmittelbaren Bereich bis zur öffentlichen Verkehrsfläche).

10. Teppiche, Bodenbespannungen, Spiegel und Bilder sind in allen von Besuchern/innen zugänglichen Räumen unverrückbar zu befestigen.

11. Sämtliche Ein- und Ausgangstüren sind vom Einlass des Publikums bis nach Verlassen des/der letzten Besuchers/Besucherin unversperrt zu halten. Unmittelbar nach Ende der Vorstellung sind die Zuschauerraumtüren zu öffnen und bis nach Verlassen der Besucher/innen offen zu lassen.

12. Die behördlich genehmigte Zuschauerzahl darf nicht überschritten werden.

13. Speisen und Getränke dürfen nur in den dafür vorgesehenen Räumen konsumiert und keinesfalls in den Zuschauerbereich mitgenommen werden.

14. Überkleider (sofern sie nicht während der gesamten Veranstaltungsdauer anbehalten werden), Rucksäcke, Taschen, Koffer, größere Gepäckstücke, sperrige Gegenstände, Musikinstrumente sowie Schirme und Stöcke sind in – den Platzgruppen entsprechenden – Garderoben zu hinterlegen und dürfen erst vor Verlassen des Theaters ausgelöst werden. Stöcke dürfen nur von gebrechlichen Personen als unentbehrliche Stütze in den Zuschauerraum mitgenommen werden. Es ist den Mitarbeiter/innen des Theaters untersagt, den Theaterbesucher/innen während oder bei Schluss der Vorstellung Überkleider in den Zuschauerraum zu bringen.

15. Tiere (Hunde, Katzen und dgl.) dürfen in das Theater nicht mitgenommen werden. Ausgenommen davon sind Tiere für Veranstaltungszwecke sowie Blindenführ- und Partnerhunde.

16. Das Rauchen und das Anzünden von Tabakwaren und dgl. sowie Hantieren mit offenem Feuer ist im Theater strengstens verboten, soweit es nicht in einzelnen Räumen gestattet ist. Die Kosten eines Feuerwehrfehlalarms trägt zur Gänze die ihn nachweisbar ausgelösthabende Person.

17. Jedes den Betriebsablauf, insbesondere eine Veranstaltung oder Probe, störende Verhalten ist zu unterlassen. Mobiltelefone sind während der Veranstaltungen ab bzw. lautlos zu schalten.

18. Die für den Publikumsdienst eingeteilten Mitarbeiter/innen haben Dienstkleidung (Dienstabzeichen) zu tragen und müssen sich den Besucher/innen gegenüber höflich benehmen, sie haben aber allen vorkommenden Anständen entgegenzutreten und bei Streitigkeiten vermittelnd einzuwirken. Sie sind berechtigt, bei Nichtbefolgung ihrer Anordnungen durch die Besucher/innen Unterstützung der behördlichen Überwachungsorgane in Anspruch zu nehmen. Beschwerden der Besucher/innen über die im äußeren Theaterbetrieb wahrgenommenen Gebrechen und Schäden sind der Direktion und ebenfalls den behördlichen Aufsichtsbeamte/innen zur Kenntnis zu bringen.

19. Den von den behördlichen Überwachungsorganen, der Betriebsfeuerwehr, dem Publikumsdienst, dem Revisionsdienst und den Mitarbeiter/innen des Burgtheaters in Ausübung ihres Dienstes getroffenen Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten.

20. Bei Verstößen gegen die Anweisungen des Publikumsdienstes sind der/die Oberbilleteur/in oder der/die Hausinspektor/in nach Rücksprache mit der Direktion berechtigt, den Ausweis der betreffenden Personen zu verlangen und eventuell diese Personen von der Teilnahme der Veranstaltung auszuschließen und aus der Betriebsstätte zu verweisen. Weiters sind obengenannte Theatermitarbeiter/innen berechtigt, gegen diese Personen ein Hausverbot auszusprechen.

21. Ist ärztliche Hilfe notwendig, so haben die Angestellten des Hauses den/die Inspektionsarzt/ärztin zu verständigen.

22. Die Amtshandlungen der behördlichen Aufsichtsorgane und die ärztliche Hilfe sind im Bereich des Hauses zugelassen.

23. Fundgegenstände sind in der Direktion abzugeben. Die Mitarbeiter/innen haben bei der nach Schluß der Vorstellung vorzunehmenden Durchsuchung des Theaters auf verlorene oder zurückgelassene Gegenstände zu achten. Nicht behobene Fundgegenstände werden dem Fundservice des Magistrates der Stadt Wien übergeben.

24. Alle Mitarbeiter/innen haben durch tatkräftiges und zielbewußtes Eingreifen dafür zu sorgen, dass die Besucher/innen das Theater geordnet verlassen; sie dürfen sich erst entfernen, wenn kein/e Besucher/in mehr im Theater anwesend ist.

25. Beim Rundgang der Behörde müssen die gesamte Notbeleuchtung und ein ausreichender Teil der Hauptbeleuchtung in Betrieb sowie die Zusatzbeleuchtung funktionsbereit sein. Die Beleuchtung einschließlich der Not- und Zusatzbeleuchtung steht bei Anwesenheit von Personen im Gebäude zur Verfügung und wird erst abgeschaltet, wenn Zuschauer/innen und Mitarbeiter/innen das Theater verlassen haben.

26. Jede Handhabung der Beleuchtungseinrichtung und sämtlicher maschineller Anlagen durch Unbefugte ist verboten.

27. Ohne Sondergenehmigung der Direktion sind jegliche Foto-, Bild-, Film- und/oder Tonaufnahmen im Burgtheater und während der Veranstaltungen untersagt. Bei Zuwiderhandeln ist der Publikumsdienst berechtigt, Kameras, Videorekorder, Tonbandgeräte oder sonstige Apparate für Bild- und Tonaufnahmen bis zum Ende der Veranstaltung einzuziehen. Das Fotografieren in den Pausen für private Zwecke ist zulässig.

28. Bei genehmigten Bild-, Ton- und Fotoaufnahmen für Fernsehen, Hörfunk, Internet, Film, Printmedien etc. erklärt sich der/die Besucher/in damit einverstanden, dass die von ihm/ihr während oder im Zusammenhang mit der Veranstaltung gemachten Aufnahmen (Bild, Film, TV etc.) ohne Vergütung sowie ohne zeitliche oder räumliche Einschränkung (in jedem derzeit bekannten und zukünftig entwickelten technischen Verfahren) im Rahmen der üblichen Verwertung verwendet werden dürfen.

29. Der Einlass von Kindern und Jugendlichen bei Veranstaltungen ist nur entsprechend den einschlägigen Jugendschutzbestimmungen gestattet. Eltern haften für ihre Kinder und sind dafür verantwortlich, dass eine geeignete Aufsichtsperson anwesend ist.

30. Bei einem Brandausbruch werden von den anwesenden Behördenvertretern und dem Hauspersonal die nötigen Schritte (Einschalten der Beleuchtung, Schließen des Schutzvorhanges, Verständigen der Feuerwehr) unternommen. Die Besucher/innen sind durch das Hauspersonal (Durchsage über die Lautsprecheranlage) zum geordneten Verlassen des Hauses aufzufordern.

31. Bei sonstiger Gefahr hat das Hauspersonal den Anweisungen der Behördenvertreter/innen Folge zu leisten. Die Besucher/innen sind durch das Hauspersonal bei grundloser Beunruhigung zum Verbleib auf den Plätzen aufzufordern oder bei Gefährdung zum Verlassen des Theaters anzuhalten.

32. Wenn im Haus gewerbliche Arbeiten vorgenommen werden, so ist für eine ständige Überwachung Sorge zu tragen.

33. Entsprechend § 23 (1) des Wiener Veranstaltungsstättengesetzes 1978 dürfen in den Räumen des Theaters brennbare Flüssigkeiten sowie feuergefährliche Gegenstände weder verwahrt noch verwendet werden. Ausnahmen sind nur entsprechend § 23 (2) des o.g. Gesetzes möglich (Arzt- und Schminkräume).

34. Wenn ein/e Mitarbeiter/in außerhalb der Zeit, in der Vorstellungen stattfinden, eine Feuergefahr bemerkt oder hiervon Kenntnis erlangt, so muß er sofort den Brandmelder betätigen.

35. Jegliche Lagerung von privatem Gut im Haus ist verboten.

36. Personen, gegen die ein Hausverbot ausgesprochen wurde, sind nicht berechtigt das Burgtheater zu betreten. Ebenso kann offensichtlich Betrunkenen oder sonst unter Einfluss von Suchtmitteln stehenden Personen der Zutritt zum Burgtheater trotz gültiger Eintrittskarte verwehrt werden.

37. In der Zeit außerhalb der Vorstellungen ist das Theater bei Tag und Nacht durch Feuerwächter auf einem vorgeschriebenem Weg in bestimmten Zeitabständen zu begehen und die genaue Durchführung durch Kontrollapparate sicherzustellen. Die Kontrollblätter sind unter Beifügung des Namens des betreffenden Hausfeuerwächters sowie des Datums in einem Buch zu sammeln, das einmal in der Woche dem behördlichen Aufsichtsbeamte/innen zur Einsicht vorzulegen ist. Bei Kontrollgängen des Hausfeuerwächters sind etwa angetroffene fremde Personen zum Verlassen des Theaters anzuhalten.

38. Den von den behördlichen Überwachungsorganen in Ausübung ihres Dienstes getroffenen Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten. Die von den behördlichen Überwachungsorganen an die Mitarbeiter/innen des Theaters gerichteten Fragen, die den Betrieb betreffen, sind wahrheitsgemäß zu beantworten. Auch ist diesen Überwachungsorganen für dienstliche Zwecke die Benützung des Fernsprechers zu gestatten.

39. Rollstuhlfahrer/innen (und allenfalls Begleitpersonen) sind vor Beginn der Veranstaltung von dem für sie vorgesehenen Fluchtweg bis ins Freie in Kenntnis zu setzen. Rollstuhlfahrer/innen haben ausschließlich die im Zuschauerraum vorgesehenen Rollstuhlplätze zu verwenden.

40. Der/die Hundehalter/in eines Blindenführ- und Partnerhundes für behinderte Menschen hat beim Zutritt in eine Veranstaltungsstätte einen Behindertenausweis bzw. -pass sowie den Nachweis über die Qualifikation des Hundes vorzuweisen. Blindenführhunde haben ein entsprechendes Führgestell, Partnerhunde eine Leine und einen Maulkorb zu tragen.

41. Für Blindenführ- und Partnerhunde für behinderte Menschen ist in der Veranstaltungsstätte ein geeigneter Platz in unmittelbarer Nähe des Hundehalter/innensitzplatzes bereitzustellen.

42. Beim Betreten einer Person mit einem Blindenführ- und Partnerhund für behinderte Menschen sind vom Kontrollorgan der Veranstaltungsstätte ein Verantwortlicher des Veranstalters und der Veranstaltungsstätte sowie die behördlichen Überwachungsorgane in Kenntnis zu setzen.

43. Die Nichteinhaltung der Bestimmungen der genehmigten Hausordnung unterliegt den Strafbestimmungen des Wiener Veranstaltungsgesetzes vom 29. Jänner 1971.