Eventdetails

Alles kann passieren. Ein Polittheater

Ein Projekt von Florian Klenk und Doron Rabinovici

„Alles kann passieren!“ An der Sprache könnt ihr sie erkennen. Zu hören sind Matteo Salvini, Viktor Orbán, Herbert Kickl, Jarosław Kaczyński und Heinz-Christian Strache. Der Schriftsteller Doron Rabinovici montierte Reden von Europas neuen starken Männern zu einem Mosaik, einem Polittheater, das die Gegenwart einer illiberalen Wende deutlich macht.

Nach einer Idee von Doron Rabinovici und Florian Klenk.
Nach Recherchen von Angela Mayr, Elisa Tomaselli, Francesco Collini.
Dramaturgische Mitarbeit: Rita Czapka, Florian Hirsch, Claudia Kaufmann-Freßner

„Vier weibliche Stimmen als Zuhörappell: Für Klenk ist das Theater der Ort, lange Unsagbares, inzwischen wieder Vielgesagtes, aber in der Hektik unserer Gegenwart oft Ungehörtes, wirklich hörbar und damit angreifbar zu machen.“ BR24

In Kooperation mit der Wiener Wochenzeitung Falter

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Besetzung und Team

Pressestimmen

  • Das angestrebte Minimum tat seinen Zweck: Es klärte ein breiteres Publikum darüber auf, wie weit es schon wieder gekommen ist. Dies nicht nur wegen der Kühle der Darbietung, sondern weil diese überhaupt stattfand. Und weil sie an diesem Ort stattfand.

    Falter
  • „Alles kann passieren“ ist also eindrückliche Warnung in Form einer Bestandsaufnahme. Gesagtes wurde protokolliert, thematisch geordnet und dramatisch montiert. Die Montage macht rhetorische Strategien sichtbar.

    Tiroler Tageszeitung
  • Der als Aufklärungsmaßnahme für die Gefahren des Rechtspopulismus angelegte Abend reüssierte gerade in dem Bemühen, die Dynamik der Empörung, die die politische Auseinandersetzung heute prägt, zu unterlaufen.

    Kurier
  • Tatsächlich gibt es kaum einen besseren Verstärker als ein Theater, um die These zu untermauern, dass Worte, einmal ausgesprochen, zu Realitäten werden und die Wirklichkeit prägen. Rabinovicis Montage erfüllt dabei den Zweck, den Gleichklang und die Resonanzen in den Zitaten hervorzukehren.

    Kurier
  • Ein Abend ohne Keulen oder Zeigefinger-Akrobatik: [...] An einem nüchternen Tisch sitzend lasen ihn vier bedeutende Schauspielerinnen des Burgtheaters vor.

    Falter
  • Doch nicht laut und polternd wird das inszeniert, wie im Original - sondern ganz still. Die vier Burg-Schauspielerinnen verlesen die prallen Sätze aus der neuen Zeit emotionslos im Stile von Nachrichtensprecherinnen aus den Siebzigern, das raschelnde Umblättern der Seiten inklusive. Solch szenische Entschlackung sichert die volle Konzentration auf die Worte.

    Süddeutsche Zeitung
  • Eine Stunde gebanntes Lauschen im Wiener Akademietheater zeitigt einen Effekt, den man nicht anders denn als aufklärerisch bezeichnen kann.

    Der Standard
  • Die großartigen Burg-Schauspielerinnen ließen in einer gekonnt schlichten Lesung das „Mosaik der Grausamkeit“ voll zur Entfaltung kommen.

    BÜHNE