Eventdetails

Alles kann passieren! - Jetzt erst recht?

Ein Polittheater von Florian Klenk und Doron Rabinovici

An der Sprache könnt ihr sie erkennen! Am 26. Juni ist Alles kann passieren! von Florian Klenk und Doron Rabinovici mit montierten Reden von Matteo Salvini, Viktor Orbán, Herbert Kickl, Jaroslaw Kaczyński und Heinz-Christian Strache im Burgtheater zu sehen. Nach den Europawahlen und die aktuelle Situation in Österreich aufgreifend, findet im Anschluss eine Diskussion unter dem Motto „Jetzt erst recht?" auf der Bühne statt. Zudem steht die letzte Vorstellung des Polittheaters im Zeichen der Initiative Die Vielen.

In der europäischen Initiative Die Vielen haben sich Künstler*innen und Kulturinstitutionen zusammengetan, um ein Zeichen zu setzen unter anderem gegen eine Politik der Abwertung und Ausgrenzung, geggen die Verrohung und Entmenschlichung der Sprache. Eine Solidaritätsgemeinschaft gegen eine rechtsextreme oder populistische Politik.

Alles kann passieren! Ein Polittheater
Ein Projekt von Doron Rabinovici und Florian Klenk
Es lesen Stefanie Dvorak, Sabine Haupt, Petra Morzé, Barbara Petritsch
Anschließend findet die Diskussion „Jetzt erst recht?" mit Florian Klenk, Maja Haderlap, Doron Rabinovici und Ferdinand Schmalz statt.
Moderation: Florian Hirsch

In Kooperation mit der Wiener Wochenzeitung Falter

Zeitplan

Dauer:
ca. 75 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Juni

  • Spielstätte und Datum:
    BURG
    € 18 - € 3,50 verfügbar
Alle Termine
Karten
Termin am 26.6. im Kalender speichern

Besetzung und Team

Pressestimmen

  • Das angestrebte Minimum tat seinen Zweck: Es klärte ein breiteres Publikum darüber auf, wie weit es schon wieder gekommen ist. Dies nicht nur wegen der Kühle der Darbietung, sondern weil diese überhaupt stattfand. Und weil sie an diesem Ort stattfand.

    Falter
  • Eine Stunde gebanntes Lauschen im Wiener Akademietheater zeitigt einen Effekt, den man nicht anders denn als aufklärerisch bezeichnen kann.

    Der Standard
  • Doch nicht laut und polternd wird das inszeniert, wie im Original - sondern ganz still. Die vier Burg-Schauspielerinnen verlesen die prallen Sätze aus der neuen Zeit emotionslos im Stile von Nachrichtensprecherinnen aus den Siebzigern, das raschelnde Umblättern der Seiten inklusive. Solch szenische Entschlackung sichert die volle Konzentration auf die Worte.

    Süddeutsche Zeitung
  • Die großartigen Burg-Schauspielerinnen ließen in einer gekonnt schlichten Lesung das „Mosaik der Grausamkeit“ voll zur Entfaltung kommen.

    BÜHNE
  • Ein Abend ohne Keulen oder Zeigefinger-Akrobatik: [...] An einem nüchternen Tisch sitzend lasen ihn vier bedeutende Schauspielerinnen des Burgtheaters vor.

    Falter
  • Der als Aufklärungsmaßnahme für die Gefahren des Rechtspopulismus angelegte Abend reüssierte gerade in dem Bemühen, die Dynamik der Empörung, die die politische Auseinandersetzung heute prägt, zu unterlaufen.

    Kurier
  • Tatsächlich gibt es kaum einen besseren Verstärker als ein Theater, um die These zu untermauern, dass Worte, einmal ausgesprochen, zu Realitäten werden und die Wirklichkeit prägen. Rabinovicis Montage erfüllt dabei den Zweck, den Gleichklang und die Resonanzen in den Zitaten hervorzukehren.

    Kurier
  • „Alles kann passieren“ ist also eindrückliche Warnung in Form einer Bestandsaufnahme. Gesagtes wurde protokolliert, thematisch geordnet und dramatisch montiert. Die Montage macht rhetorische Strategien sichtbar.

    Tiroler Tageszeitung