Eventdetails

Coriolan

William Shakespeare

In Rom hungert das Volk. Getreide ist genügend vorhanden, doch nur wenige können es noch bezahlen. Die Regierung muss die Kornspeicher vor Übergriffen schützen, denn das Volk verlangt die sofortige Verteilung und droht mit Aufstand. Die noch junge Republik wankt. Caius Martius, verdienter Kriegsheld zahlreicher Schlachten, verteidigt die Haltung der Regierung – nicht mit Diplomatie, sondern deutlicher Verachtung des Volkswillens. Doch das Volk gibt nicht auf und erkämpft sich ein politisches Mitspracherecht. Die verfeindeten Volsker nutzen die sozialen Unruhen in Rom und greifen an. Ein blutiger Krieg beginnt. Caius Martius, Roms bester Soldat, zieht begeistert in die Schlacht - die Volsker werden bei Corioli geschlagen. Für seinen überragenden Sieg erhält er den Ehrennamen Coriolanus.

Zurück in Rom, steht Coriolanus’ Ernennung zum Konsul, dem höchsten Amt im Staat, nur noch eins im Wege: Er muss beim Volk darum werben, seine Wunden vorzeigen und um Stimmen bitten. Doch nichts verabscheut dieser Mann so sehr, wie sich gemein zu machen mit der „dummen Masse“.

Shakespeares Coriolan ist ein brandaktueller politischer Thriller um Macht, Intrige, Krieg und die Auflehnung des Volkes. Der Aufstieg und Fall des mutigen und hochmütigen Kriegers für Vaterland und Ehre erfuhr zahlreiche Interpretationen – sie reichen vom martialischen, tyrannischen Antihelden, einer „Führerfigur“, die dem Volk demokratische Rechte verweigert, bis hin zum aufrechten, integren Patrioten und Garanten der Ordnung. 

Zeitplan

Dauer:
ca. 180 Min. 1 Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Juni 2017

  • Spielstätte und Datum:
    AKADEMIE

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Besetzung und Team

Besetzung

am

  • Caius Martius, später Caius Martius Coriolanus
  • Menenius Agrippa, Freund des Coriolan
  • Cominius, Konsul und Oberkommandeur des Heeres
  • Erster römischer Senator
  • Volumnia, Coriolans Mutter
  • Virgilia, Coriolans Gemahlin
    Anna Sophie Krenn
  • Der junge Martius, Coriolans Sohn
    Oskar Rathkolb, Arthur Klestil, Imre Lichtenberger
  • Sicina Veluta, Volkstribun
  • Junius Brutus, Volkstribun
  • Erster Bürger, Anführer der Plebejer
  • Erster und zweiter Senatsdiener
    Anna Woll, Jeanne-Marie Bertram
  • Erster, zweiter und dritter Diener des Aufidius
    Felix Kreutzer, Valentin Postlmayr, Daniel Jesch
  • Erster Staatsdiener
  • 1. Bürger, Anführer der Plebejer
  • 2. Bürger
    Jeanne-Marie Bertram
  • 3. Bürger
    Felix Kreutzer
  • 4. Bürger
    Andrej Reimann
  • 5. Bürger
  • 6. Bürger
    Valentin Postlmayr
  • 7. Bürger
    Anna Woll
  • Tullus Aufidius, Feldherr des volskischen Heeres
  • Gefolterter
  • Leutnant des Aufidius
    Felix Kreutzer
  • Römische und volskische Bürger und Soldaten
    Jeanne-Marie Bertram, Anna Woll, Sven Dolinski, Daniel Jesch, Felix Kreutzer, Valentin Postlmayr, Andrej Reimann
  • Bürger,Soldaten und Senatoren
    Hans Peter Bruckner, David Ketter, Gert Werler

Regie Team

  • Regie
  • Bühne
    Walter Vogelweider
  • Kostüme
    Heide Kastler
  • Musik
    Imre Lichtenberger Bozoki, Moritz Wallmüller
  • Kampfchoreographie
    Martin Woldan
  • Video
    Sophie Lux
  • Licht
    Friedrich Rom
  • Dramaturgie
    Eva-Maria Voigtländer
  • Dramaturgische Mitarbeit
    Rita Czapka

Medien und mehr

Pressestimmen

  • Im Akademietheater stellt Regisseurin Carolin Pienkos für ein intensives Kammerspiel der späten Tragödie William Shakespeares ein brillantes Ensemble zur Verfügung.

    Die Presse
  • Auf Walter Vogelweiders finsterer Bühne wird politisches Schach gespielt. Vor den vagen Andeutungen einer faschistischen Staatsarchitektur entfaltet sich Stück für Stück das Spiel der öffentlichen Meinungsbildung. Fast zurückhaltend und leise fügt sich der spröde Schlachtenheld in die Ränke der routinierten Staatsschönsprecher (Martin Reinke als Menenius ...

    Der Standard

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  • Shakespeares Römer-Drama überzeugt im Wiener Akademietheater dank vieler exzellenter Darsteller.

    Kurier

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  • Was passiert, wenn die Macht des Volkes auf den Populismus der Politiker trifft? Wie weit soll Demokratie gehen und wo liegen die Grenzen von Herrschaft? Fragen, die heute genauso aktuell erscheinen, verarbeitete William Shakespeare in seinem Römerdrama „Coriolan“. Carolin Pienkos stellt die gebotenen Antwortmöglichkeiten im Akademietheater auf den Prüfst...

    APA

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