Eventdetails

Das Geisterhaus

Isabel Allende

Bühnenfassung von Antú Romero Nunes und Florian Hirsch

Der Selfmademan Esteban Trueba steigt – mit gebrochenem Herzen und unerbittlich das Banner der sogenannten Zivilisation schwingend – zum mächtigen Großgrundbesitzer auf. In einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche verstößt er seine Schwester und vergewaltigt seine Arbeiterinnen. Doch die Frauen schlagen zurück. Seine mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattete Ehefrau Clara spricht nicht mehr mit ihm, jahrelang, und die gemeinsame Tochter Blanca verliebt sich in einen kommunistischen Aufrührer. Trueba kann dies nicht dulden; als Senator unterstützt er den Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba deportiert und gefoltert wird, erkennt der Patriarch, dass er sich möglicherweise geirrt haben könnte.

Isabel Allendes 1982 veröffentlichtes Debüt trägt deutlich autobiographische Züge und wurde zu einem Welterfolg. Es ist ein Roman über die Erinnerung, die wie ein Puzzle, in dem jedes Teil irgendwie einen Sinn ergeben muss, Stück für Stück zusammengesetzt wird. Eine turbulente und phantastische Familienchronik, in der flirrende Geschichten über das Leben erzählt werden, um das „eigene Entsetzen zu überleben“. Zugleich legt der Text Zeugnis von siebzig Jahren chilenischer Geschichte ab – vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis hin zur Zeit der Militärdiktatur.

In dieser Produktion wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

Zeitplan

Dauer:
ca. 210 Min. 1 Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Februar 2014

  • Spielstätte und Datum:
    AKADEMIE
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Besetzung und Team

Regie Team

  • Regie
  • Bühne
    Florian Lösche
  • Kostüme
    Annabelle Witt
  • Musik
    Johannes Hofmann, Sergio Pinto
  • Licht
    Felix Dreyer
  • Dramaturgie
    Florian Hirsch

Medien und mehr

Pressestimmen

  • Den beiden einzigen Männern auf der Bühne steht ein schauspielerisch atemberaubendes Ensemble von sechs Frauen gegenüber. Selten sieht man ein Ensemble in derartiger Harmonie miteinander spielen, agieren, leben auf der Bühne.

    Nachtkritik
  • Geistreiche Familienchronik – Ein praller Roman am Akademietheater: Regisseur Antú Romero Nunes erfindet für Isabel Allendes Epos „Das Geisterhaus“ eine gültige Bühnensprache.

    Tiroler Tageszeitung
  • Die sechs formidablen Schauspielerinnen Caroline Peters, Aenne Schwarz, Adina Vetter, Sabine Haupt, Jasna Fritzi Bauer und Dörte Lyssewski teilen sich Röcke, Bärte und Hosen für 20 Männer- und Frauenrollen, während August Diehl kraftvoll den jungen Landbesitzer Esteban und dessen Bastard und Ignaz Kirchner wunderbar variationsreich den alten Esteban spielen.

    Deutschlandfunk