Eventdetails

Deponie Highfield

René Pollesch

Im Gegensatz dazu wie „Sichtbarkeit“ gerade diskutiert wird, müsste es vielmehr um Folgendes gehen, dass Frauen genauso unsichtbar sein dürfen wie weiße Männer. Dass überhaupt alles Markierte undeutlich sein kann. Also um eine optische Politik müsste es gehen, die die Dinge in das Dunkle zieht, raus aus der Erhellung, in die Nicht-Transparenz. Auf einer besseren Darstellung der Welt müsste man beharren, einer zuverlässigen und durchsetzbaren, die sich nicht in der Suche nach Repräsentation erschöpft. In einem Regime der Überdeutlichkeit, der Erhellung, des Realismus also, ist der weiße Mann ja unsichtbar. Es gibt einen Blick, der bestrebt ist zu repräsentieren und zugleich der Repräsentation zu entgehen, und der will auch die vollkommen transparente Vermittlung der Welt. Aber gegen die Gefräßigkeit des Auges ginge es ja gerade darum, „nicht sichtbar“ zu sein.

René Pollesch inszeniert seit Jahren seine eigenen Stücke an zahlreichen Theatern. Seine Praxis als Regisseur und Autor, als jemand, der schreibend tätig ist, indem er Texte produziert und Inhalte ins Spiel bringt, vertraut wesentlich auf die Autorschaft der im Theater versammelten Künstler*innen, allen voran der Schauspieler*innen, Bühnenbildner*innen und Kostümbildner*innen.

In Koproduktion mit den Wiener Festwochen inszeniert René Pollesch mit Deponie Highfield bereits zum neunten Mal am Burgtheater Wien. Aktuell ist seine Inszenierung Carol Reed im Akademietheater zu sehen.

Kartenverkauf über die Wiener Festwochen www.festwochen.at - kein Wahlabo.

Zeitplan

Dauer:
ca. 105 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühnenbild
    Katrin Brack
  • Kostüme
    Tabea Braun
  • Licht
    Michael Hofer
  • Dramaturgie
    Anna Heesen

Pressestimmen

  • Eine eher sanfte Kathrin Angerer, eine im Ton gereifte Birgit Minichmayr, eine keck klingende Irina Sulaver und eine sichtlich von Gefühlen überrumpelte und großartige Caroline Peters hanteln sich geschickt durch das dichte Textkonvolut.

    Kronen Zeitung
  • Sieben Lipizzaner und ein Starensemble auf der Bühne: Zwischen politischem Diskurs und tierischer Dressur improvisiert sich das Ensemble virtuos durch den Abend.

    Deutschlandfunk
  • Diesen Abend wird man nicht so schnell vergessen können. Weil Katrin Brack ein grandioses Bühnenbild beigesteuert hat: Auf einem Kunstrasen stehen sieben lebensgroße Pferde, die mit den Ohren wackeln, mit dem Schweifwedeln - und Rauch aus den Nüstern blasen.

    Kurier
  • Die Premium-Besetzung, die Kunst-Lipizzaner, die tollen Westernkostüme von Tabea Braun - das alles macht die Sache (vor allem optisch) zu einem lustigen Dressurakt.

    Süddeutsche Zeitung
  • Polleschs Stücke erscheinen meist als Work in Progress. Und das ist, wenn der Abend denn gelingt, das wunderbar Charmante an diesem posttraumatisch-dramatischen Autor-Regisseur und seinem engagierten Team. Diesmal gelingt das mit Bravour.

    Die Presse
  • Im besten Sinn gehen den allesamt bemerkenswerten Schauspielern die Gäule durch – zur Beglückung eines merklich angetanen Premierenpublikums, das sowohl diese als auch das Regie-Team mit andauerndem Applaus feierte.

    Tiroler Tageszeitung
  • Dieses Quintett repräsentiert die immerzu und überall gut geölt funktionierende „Methode Pollesch“ problemlos als hippes Ereignis: Jubel gibt‘s wie beim Pop-Konzert in Wien.

    Deutschlandfunk
  • Diese Kalauer sind nur die Oberfläche, trashy wie der Kunstrasen der dystopischen Deponie. Darin hat Pollesch jedoch auch mit leichter Hand Tiefsinniges verpackt.

    Die Presse
  • Wuttke ist Wuttke – und es wird nie fad mit ihm, selbst wenn er staubige Texte über die Rampe bringen muss.

    Kronen Zeitung
  • Dazu die glorreichen Fünf, die vom Publikum gefeiert werden wie Superhelden: Sie sind Diskurs-, keine Dressurreiter. Sie ballern mit ihren Mäulern noch mehr herum als mit ihren Revolvern. Theatercowboys im Western-Style.

    Süddeutsche Zeitung
  • Sechs weiße Hengste und ein Rappe in Lebensgröße dominieren die durch sie intim wirkende Bühne. Sie stehen auf grünem Rasen aus Kunststoff, den Ausstatterin Katrin Brack auch in elegantem Schwung als Rückwand des bis auf die Pferde leeren Raums verwendet. Diese Lipizzaner sind die Stars des Abends.

    Die Presse
  • Wer aber einmal daran erinnert werden will, wie leidenschaftlich lustig, klug und ungezügelt Theater sein kann, ist hier coltrichtig.

    Kleine Zeitung