Eventdetails

Der böse Geist Lumpazivagabundus

Johann Nestroy

Im Zauberreich geht eine Seuche um: Lotterleben und Verschwendungssucht. Des Landes Söhne sind vom bösen Geist Lumpazivagabundus befallen und verjubeln zügellos das väterliche Erbe. Um die Knaben zu bekehren, bietet der Feenkönig ihnen ein letztes Mal Kredit an. Lumpazivagabundus quittiert dies lediglich mit einem Lachen: „Reich will er sie wieder machen, da werden grad noch ärgere Lumpen draus.“ Denn Geld und Glück allein schaffen noch keine Sittlichkeit, solange keine wahre Liebe dabei ist. Eine Kränkung, die die Schicksalsgöttin Fortuna nicht auf sich sitzen lassen kann, weshalb sie mit der Liebesgöttin Amorosa eine Wette schließt, die zeigen soll, welche von ihnen die Mächtigere ist. Und hier kommen die eigentlichen Helden ins Spiel: drei Handwerksburschen, die der böse Geist ebenfalls vom rechten Weg geführt hat. Knieriem, Zwirn und Leim. Diese will Fortuna mit aller Macht bekehren. Aber das ist gar nicht leicht. Nestroy spielte das Stück, sein erfolgreichstes, von der Uraufführung 1833 bis zu seinem Rückzug von der Bühne 1862.

Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen

In dieser Produktion wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

Medien und mehr

Pressestimmen

  • Matthias Hartmann folgt Nestroys Vorlage ohne Extravaganzen und nutzt die Ansätze, die sie für Aktualisierungen gibt. Stéphane Laimé hilft ihm mit einer verspielt-witzigen Ausstattung. Er betont einen manieristischen Zug, der die ganze Inszenierung prägt.

    Salzburger Nachrichten
  • Matthias Hartmann kann Kunst, er kann aber auch Komik. [...] Prall, schrill und schräg - eine gekonnte Inszenierung.

    Deutschlandfunk
  • Matthias Hartmanns opulente „Lumpazivagabundus“-Inszenierung [...]: Ein amüsantes Spektakel mit toller Musik und drei markanten Protagonisten.

    Die Presse
  • Ofczarek entwickelt sich immer mehr zum maßgeblichen österreichischen Volksschauspieler, in ihm sind Fritz Muliar, Otto Schenk, Attila und Paul Hörbiger, Helmut Qualtinger und sogar Hans Moser aufgehoben. Er hat das Zeug, die Tradition fortzusetzen [...].

    Die Zeit
  • Hartmann entwirft eine harte, gnadenlose Studie einer Gesellschaft, in der man nur die Wahl hat zwischen einer eisigen, kapitalistischen, buchstäblich kleinkarierten (Kostüme: Victoria Behr) Spießerhölle im IKEA-Format – oder der Selbstzerstörung.

    Kurier