Eventdetails

Der Kandidat

Carl Sternheim nach Flaubert

Fassung und Bearbeitung Florian Hirsch

Leopold Russek, erfolgreicher Investmentbanker, setzt sich mit 42 zur Ruhe. Er fühlt sich leer und unerfüllt. Aber die Leere wird noch größer – Russek sehnt sich nach Veränderung, Bewegung. Warum also nicht in die Politik gehen? Russek, der Kandidat, ist geboren! Allerdings muss er rasch feststellen: „Jede Partei hat ihr Gutes.“ Der politisch-mediale Komplex erweist sich als Kartenhaus aus Lügen und Manipulation, sinistre Grafen, smarte Berater, Journalisten und seine Frau verfolgen ganz eigene Interessen. Und sein alter Freund, der Gesellschaftsfotograf Seidenschnur, kandidiert plötzlich gegen ihn. Alle sind bis über beide Ohren verschuldet. Nur einer hat Geld: Russek. 

„Wahrheit ist nicht Wahrheit“ in dieser Neubearbeitung von Carl Sternheims greller Farce (der 1914 wiederum das eher unbekannte Flaubert-Stück „Le Candidat“ übermalt hatte). Zugleich wird die Welt mit verschiedensten alternativen Wahrheiten überflutet, Komplexitäten löst man kurzerhand in Emotionen auf. Und umgekehrt. Das Private ist in diesem Stück stets politisch – auch Liebesschwüre können schließlich Fake News sein. Und echte Macht ist immer Angst. 

Carl Sternheim nach Flaubert, 1878–1942, sah sich selbst als „Doktor am Leibe seiner Zeit“. Mit seinen zahlreichen Komödien nahm er vor allem das wilhelminische Bürgertum ins Visier. Der Kandidat war in Wien zuletzt 1979 im Akademietheater zu sehen.

In dieser Produktion wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

Zeitplan

Dauer:
ca. 105 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Dezember

Jänner

Weitere Termine folgen…

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Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne
    Volker Hintermeier
  • Kostüme
    Su Bühler
  • Musik
    Matthias Jakisic, Sam Vahdat
  • Licht
    Norbert Joachim, Volker Hintermeier
  • Dramaturgie
    Florian Hirsch

Medien und mehr

Der Kandidat - Trailer

Pressestimmen

  • Georg Schmiedleitner hat das Kammerspiel schräg und schrill wie eine populistische Wahlkampagne inszeniert.

    Die Presse
  • Die Polit-Komödie wird in der Bearbeitung von Florian Hirsch und in der Regie von Georg Schmiedleitner zu einer grellen und immer noch hochaktuellen Farce mit viel Slapstick-Komik.

    Kurier
  • Das politische Parkett als überdimensionales Roulette: Georg Schmiedleitner jagt die Figuren unablässig auf einem runden, weiß leuchtenden Podest im Kreis.

    APA
  • Regisseur Georg Schmiedleitner entwirft eine so rasante wie präzise Groteske, bevölkert von Comic-artigen Kreaturen.

    Kronen Zeitung
  • Georg Schmiedleitner zeigt Carl Sternheims „Der Kandidat“ als grell-gegenwärtige Groteske.

    Kleine Zeitung
  • Sabine Haupt zeigt sich in der Rolle der auch körperlich aktiven Ratgeberin gelenkig und agiert rasant. [...]
    Sebastian Wendelins Darstellung eines skrupellosen Boulevard-Schweinchens ist umwerfend komisch. [...]
    Hinreißend triebgesteuert spielt Petra Morzé diese Karikatur einer Society-Lady. [...]
    Valentin Postlmayr und Bernd Birkhahn vollführen bezau...

    Die Presse

    Mehr erfahren

  • Die Wiener Fassung von Dramaturg Florian Hirsch hat einige gut nachvollziehbare Updates erfahren, um das Stück direkt an die Gegenwart anzudocken.

    Der Standard
  • Ein Stück zur Stunde.

    Falter
  • Die Entwicklung war beängstigend, so surreal wie realitätsnah: Gregor-Bloeb als schwerreicher Herr Russek spielt diesen Aufsteiger mitreißend.

    Die Presse
  • Optisch ist die Aufführung ein Coup. Die Spielfläche von Volker Hintermeier ist eine riesige, von innen beleuchtete Roulettescheibe aus opakem Plexiglas, die auch in die Schräge kippen kann. Darüber schwebt ein Spiegel.

    Nachtkritik
  • Bloéb verleiht Russek eine bemerkenswerte Entwicklung vom verpeilten Wirrkopf zum smarten Strahlemann.

    APA
  • Eine unterhaltsame Lehrstunde in Populismuskunde, die erholsam unaufdringlich mit konkreten tagespolitischen Bezügen umgeht.

    Wiener Zeitung
  • Eine grelle, spitze Farce, in der die Figuren wie Puppen geführt werden. Ein körperliches, stark choreografiertes Theater, in dem die Bewegungen von zwei Musikern im Hintergrund mit Geräuschen und Klängen synchronisiert werden.

    Tiroler Tageszeitung
  • Gregor Bloéb glänzt in der Politkomödie „Der Kandidat“ im Akademietheater.

    Wiener Zeitung
  • Ein ausnahmslos brillantes Ensemble, an seiner Spitze Gregor Bloéb als fulminante Populistenkreatur.

    Kronen Zeitung
  • Regisseur Georg Schmiedleitner verzerrt den Populismus bis zur Kenntlichkeit. Er zeigt das böse Spiel zeitgemäß. Gregor Bloeb glänzt als Protagonist.

    Die Presse
  • Gregor Bloeb brillant als „Der Kandidat“.

    Kurier
  • Im Zentrum steht natürlich der Kandidat, dem Gregor Bloéb, an der Spitze eines durchgehend tollen Ensembles, großartige Kontur gibt.

    Tiroler Tageszeitung