Eventdetails

Der Talisman

Johann Nestroy

Der Vagabund Titus Feuerfuchs wird wegen seiner roten Haare privat wie beruflich zum Außenseiter gestempelt. Auch seine Leidensgenossin, die ebenfalls rotschöpfige Gänsehirtin Salome, kann ihm nicht helfen. Als Titus den Friseur Marquis vor einem Unfall bewahrt und zum Dank eine schwarze Perücke erhält, nimmt sein Leben jedoch eine plötzliche Wende: mit neuer Haarfarbe wird er zum Begehrensobjekt dreier konkurrierender Witwen und macht im Schloss rasant Karriere, indem er fortan immer wieder chamäleonartig die Persönlichkeit wechselt. Doch erst als Titus auf seinen Talisman verzichtet, findet er sein Glück. „Der Talisman“ ist eine schillernd-schwerelose Geschichte des Scheins und des Seins. Noch mehr als die verschiedenen „Zauberperücken“ sind es der manipulative Charme und das „Fey’rtagsgwandl“ seiner Wortkunst, die Titus zum sozialen Aufstieg verhelfen.

Nestroys hochmusikalische Posse übt dezidiert politisch motivierte Zeitkritik. Mit seiner subtilen Wahrnehmung für alles Gebrochene und Widersprüchliche in der menschlichen Natur wendet sich der „erste deutsche Satiriker“ (Karl Kraus) gegen einen damals wie heute weit verbreiteten Opportunismus, gegen Geldgier und die Diskriminierung von Minderheiten. Der Talisman des Titus Feuerfuchs ist zugleich ein Symbol dafür, wie lächerlich zufällig der Weg zu Glück oder Unglück bisweilen sein kann.

In dieser Produktion wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

Zeitplan

Dauer:
ca. 180 Min. 1 Pause
Beginn
Ende

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Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne und Kostüme
    Patrick Bannwart
  • Musik
    Bernhard Moshammer, Karsten Riedel
  • Liedtexte
    Bernhard Moshammer
  • Licht
    Felix Dreyer
  • Dramaturgie
    Florian Hirsch

Pressestimmen

  • Was Bösch mit seinem überragenden Ensemble gelungen ist, kann [...] als seltener Glücksfall bezeichnet werden. [...] Jedes Detail für sich, von der Ausstattung über das Schauspiel hin zur Musik, reflektiert bereits den Kern des Nestroy’schen Stücks.

    Nachtkritik
  • Mit Johannes Krisch als Titus Feuerfuchs und Sarah Viktoria Frick als Salome Pockerl ist das Traumpaar aus Böschs toller Kroetz- Inszenierung „Stallerhof“ wieder im Einsatz.

    Falter
  • Aber sein [David Böschs] spielerischer, handfester Zugriff steht Nestroy ziemlich gut. Neben drastischer Bühnenästhetik setzt er auf brachiale Körperkomik.

    Theater heute
  • Die Bühne ist voll von charmanten Ideen und Requisiten, jede Szene ist mit beschwingter Live-Musik untermalt, jeder humorige Moment auch körperlich aufs Feinste von den Schauspielern ausagiert.

    Die Furche