Eventdetails

Die Affäre Rue de Lourcine

Eugène Labiche

Übersetzung und erweiterte Neufassung von Elfriede Jelinek

Der wohlhabende Rentier Lenglumé verbringt den Abend beim Ehemaligentreff seines Jugendinternats. Am nächsten Morgen erwacht er unter Alkoholeinfluss, dafür allerdings ohne Erinnerung an die Geschehnisse der Nacht. Neben ihm im Bett befindet sich ein schnarchender Mann, den er als seinen Schulkameraden Mistingue identifiziert. Lenglumés Gattin Norine berichtet derweil aus der Zeitung von einem Mord an einer jungen Kohlenschlepperin in der vergangenen Nacht. Anhand einer Reihe von Indizien – einem Damenschuh, blonden Locken und Kohlestücken – kommen die beiden Männer entsetzt zu dem Schluss, dass sie im Rausch jenen grausamen Mord begangen haben müssen. Sie versuchen panisch, ihre kohlschwarzen Hände reinzuwaschen und die Belastungszeugen Potard und Justin zu eliminieren, um ihre weiße Weste zu bewahren. Es geht um die unbedingte Reinhaltung der bürgerlichen Fassade, das ermordete, mittellose Mädchen hingegen hat in dieser Gesellschaft keinerlei Wert. Die Gedächtnislücke, der Dauerrausch und die mediale Berichterstattung bergen jedoch mehr Tücken in sich als vermutet.

Eugène Labiche zeigt in seinem Albtraumschwank von 1857 spielerisch die schmutzigen Wahrheiten, die sich hinter einer spießbürgerlichen, sauberen Kulisse auftun können.

Zeitplan

Dauer:
ca. 90 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Mai 2017

  • Spielstätte und Datum:
    BURG
Alle Termine

Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühnenbild
    Bettina Meyer
  • Kostüme
    Esther Geremus
  • Licht
    Friedrich Rom
  • Musik
    Tommy Hojsa
  • Dramaturgie
    Amely Joana Haag

Medien und mehr

Pressestimmen

  • Gleichsam im Geiste Samuel Becketts hat Barbara Frey Labiches „Die Affäre Rue de Lourcine“ [...] inszeniert. Ein kalter, aber höchst gelungener Ausflug in die Welt der Moderne.

    Der Standard
  • Im Burgtheater [...] amüsiert man sich auf hohem Niveau. [...] Das Schauspielensemble [glänzt] durch meisterhafte Komödiantik. Ein kolossaler Spaß, mit herben Untertönen.

    ORF

    Mehr erfahren

  • Das ist wahnsinnig lustig, phänomenal gespielt [...] und in Szene gesetzt. Ein garantierter Publikumsrenner.

    Österreich
  • Barbara Frey inszenierte Labiche, als wäre es Beckett – ein voller Erfolg.

    Kurier
  • Ihr Männerpaar ist weder ein boulevardeskes Komiker-Duo noch sind es nihilistische Clowns eines Samuel Beckett, sie lassen vielmehr an die naiv-verwahrlosten Filmhelden der Brüder Coen denken.

    Die Furche