Eventdetails

Die Glasmenagerie

Tennessee Williams

Deutsch von Jörn van Dyck

Ärmlich und beengt geht es zu in der Wohnung der Wingfields in St. Louis: Während die von ihrem Mann verlassene Amanda sich in ihre Südstaatenjugend zurückträumt und auf einen Verehrer für ihre körperlich beeinträchtigte Tochter Laura wartet, ernährt Sohn Tom, ein verhinderter Schriftsteller, die Familie als Lagerarbeiter. Vor der prosaischen Realität flüchten sich alle drei in lyrische Tagträume: Amanda in die Erinnerung an ein für sie längst vergangenes aristokratisches Leben, Laura in ihre Sammlung von Glastieren und Tom in Zelluloid und Alkohol. Ein Arbeitskollege von Tom, Jim O’Connor, erscheint kurzzeitig als Retter, er soll die in ihn verliebte Laura heiraten. Doch wie Jim ihr nach dem gemeinsamen Abendessen eröffnen muss, hat er sich bereits für eine andere entschieden. Laura schenkt ihm daraufhin das gläserne Einhorn, das er beim Tanz mit ihr zerbrochen hat.

Williams wollte sein autobiografisch geprägtes, 1945 uraufgeführtes Familiendrama „in der Sphäre der Erinnerung“ gespielt sehen, um es von allen Theaterkonventionen zu befreien. Der epische Erzähler Tom Wingfield öffnet das Tor zur Vergangenheit, der er selbst – obgleich er wie sein Vater die Familie verlassen hat – nie ganz entkommen konnte. Die Glasmenagerie erzählt von Lebensflucht und Traumleben, von gescheiterter und gelungener Selbstverwirklichung, von Illusionen und deren Zerbrechlichkeit.

Die Offene Burg bietet zu dieser Inszenierung kostenlose StückWorkshops für Schulen an. Die kostenlose Teilnahme wird ermöglicht durch die Arbeiterkammer Wien.

In dieser Produktion wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

Zeitplan

Dauer:
ca. 135 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

April 2018

  • Spielstätte und Datum:
    AKADEMIE

Dezember

Jänner

Februar

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Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne
    Patrick Bannwart
  • Kostüme
    Falko Herold
  • Video
    Patrick Bannwart, Falko Herold
  • Musik
    Bernhard Moshammer
  • Licht
    Michael Hofer
  • Dramaturgie
    Florian Hirsch

Medien und mehr

Die Glasmenagerie - Trailer

Pressestimmen

  • Dabei gelingen ihm auch wieder die unvergleichlichen, wortlosen Bösch-Momente voller Poesie: Etwa, wenn Laura unter dem Dachlukenfenster im Mondlicht steht (tolles Bühnenbild: Patrick Bannwart), und der schwere Südstaatenregen verwandelt sich plötzlich in Goldflitter.

    Kurier
  • Doch diese Introvertierte ist hier nicht fragil. Frick spielt sie auch robust [...]. Mehr Zerrissenheit ist in Amanda zu vermuten. Fritsch zieht alle Register, wenn sie das Leid dieser erst so herrisch wirkenden Frau aufzeigt. Bis in schrillste Expression wirkt diese Verblühte glaubhaft.
    Die beiden Männer spielen ebenfalls toll. Vischer verleiht Jim Wit...

    Die Presse

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  • Sarah Viktoria Frick schließt nahtlos an ihre früheren ganz speziellen Frauenfiguren an, stillen, etwas verqueren Personen mit innerem Leuchten und viel gehemmter Energie, die nur in Ausnahmesituationen zum Fließen gebracht werden kann. Dass sie einen Augenblick lang Goldmarie sein darf, ist einer der schönsten Momente der Aufführung.

    APA
  • Äußerst zart und klug gestalten Vischer und Frick die scheuen Szenen dieser Annäherung, ebenso wie Sandmeyer einen fragilen, liebenden und jederzeit fluchtbereiten Tom verkörpert und Regina Fritsch die gebrochene Übermutter und verzweifelte „Dame von Welt“ zeichnet.

    Tiroler Tageszeitung
  • Regisseur David Bösch findet die richtige Temperatur für ein Stück, das zwischen allen Nuancen von bittersüß, tragisch, komisch und streckenweise auch altbacken leicht verloren gehen kann. Zu Recht gilt der Jubel [...] auch ihm, dem es gelingt, seine vier Schauspieler mit ihren Rollen derart verschmelzen zu lassen.

    Tiroler Tageszeitung
  • Regina Fritsch gibt eine verblühte Südstaatenschönheit, die von ihren früheren Verehrern träumt. Großartig wechselt Fritsch die Tonlagen, redet sich als unberechenbare Hysterikerin in mondäne Fantasien und nimmt ihren Kindern das gemeinsame Elend übel. Sie bildet das Zentrum in dieser schäbigen Welt.

    Salzburger Nachrichten
  • Das frühe Drama von Tennessee Williams wird [...] von David Bösch schnörkellos inszeniert: Behutsam entdeckt er die Langsamkeit. Dabei spielen die Burgtheaterstars den Zerfall einer Südstaatenfamilie perfekt.

    Die Presse
  • Sarah Viktoria Frick, diese wunderbare, merkwürdige Schauspielerin, spielt die Laura gegen das Klischee, nämlich nicht hauchig oder tölpelhaft-verhuscht. Diese Laura ist eine erwachsene Frau, die um ihre Defizite weiß - sie meidet das soziale Leben, weil ihr klar ist, dass sie dort nicht bestehen kann. [...] Merlin Sandmeyer, der seit langem in diversen R...

    Kurier

    Mehr erfahren

  • David Bösch gelingt im Akademietheater eine leise, geheimnisvolle, beeindruckende Inszenierung.

    Kurier
  • Mit mustergültiger Empathie und voller Zärtlichkeit blickt Regisseur David Bosch im Wiener Akademietheater auf Tennessee Williams‘ hochneurotisches Familiendrama.

    Der Standard
  • So verzichten auch David Bösch und sein langjähriger Bühnenbildner Patrick Bannwart auf Aktualisierungen und schaffen es vielleicht gerade dadurch, den völlig zeitlosen Generationenkonflikt spürbar zu machen.

    Ö1/ORF