Eventdetails

Die Möwe

Anton Tschechow

Wer ist der Regisseur des eigenen Lebens? Und was und wie erzählen wir davon auf dem Theater? Tschechow versammelt drei Generationen auf einem Landgut an einem idyllischen See, wo der Sommer scheinbar ereignislos vergeht. Kostja liebt Nina vom Nachbargut. Sie soll sein neues Stück aufführen. Sie will zum Theater, er sucht nach neuen Formen. Nina schwärmt für den erfolgreichen Schriftsteller Trigorin, den Liebhaber von Kostjas Mutter, der berühmten Schauspielerin Arkadina. Ihre abfälligen Bemerkungen lassen Kostja die Vorstellung abbrechen. Tief gekränkt schießt er eine Möwe, die er Nina schenkt. Ein Sujet für eine kleine Erzählung, wie Trigorin in einem Gespräch mit Nina meint, die sich unsterblich in ihn verliebt: Am Ufer eines Sees lebt ein junges Mädchen, glücklich und frei wie eine Möwe. Dann taucht ein Mann auf und vernichtet sie, aus Langeweile. So wie die Möwe. Während die Alten über ihr Leben und die Kunst räsonieren, steuern die Jungen desillusioniert in eine katastrophale Zukunft. Leben oder Kunst? Oder Liebe? Oder Geld?

Tschechows „Komödie“ wurde bei der Uraufführung zum Flop. Eine weitere Inszenierung mit einem neuen Theaterverständnis einige Jahre später brachte den Erfolg. Es ist bis heute eines seiner meistgespielten Stücke.

In dieser Produktion wird aus künstlerischen Gründen auf der Bühne geraucht.

Medien und mehr

Pressestimmen

  • In Wien sucht man nach einem neuen Ton für Tschechows „Möwe“. Tschechow nannte sein Stück eine Komödie und Jan Bosse folgt dieser Spur.

    Salzburger Nachrichten
  • Jan Bosse inszeniert mit Witz und leuchtet in verborgene Winkel dieser oft gespielten Komödie. Das Ensemble ist phänomenal.

    Die Presse
  • [...] zu lachen gab es in den meisten Inszenierungen bislang gar nichts. Das hat nun Jan Bosse mit seiner Inszenierung entschieden geändert, weil er das melancholische Seelen-Kammerspiel verweigert und Mut zur Groteske zeigt.

    Bühne