Eventdetails

Die Orestie

Aischylos

Die Orestie des Aischylos ist die einzige komplett erhaltene Tragödientrilogie des antiken griechischen Theaters. Rache ist das vorherrschende Thema der blutgetränkten ersten beiden Teile. Im ersten Teil kehrt Agamemnon, Herrscher von Argos, nach zehn Jahren aus dem Trojanischen Krieg zurück. Auf seinem Haus lastet ein Fluch. Der Vater und dessen Bruder, Atreus und Thyestes, haben ihre eigenen Kinder geschlachtet und versucht, die Götter zu täuschen. Agamemnon selbst hat seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis geopfert. Seine Frau Klytaimestra lebt im Ehebruch mit Aigisthos. Sie ermordet den heimgekehrten Agamemnon im Bad und mit ihm Kassandra, seine Kriegsbeute und Tochter des Priamos. Im zweiten Teil, den Choeophoren, nimmt ihr Sohn Orest Rache für den Tod des Vaters. Er erschlägt Aigisthos und seine Mutter Klytaimestra. Im dritten Teil, den Eumeniden, verlässt Aischylos den seit Homer tradierten Mythos. Die Göttin Pallas Athene macht dem Mechanismus des Tötens ein Ende, indem sie den Fall des Orestes kurzerhand an eine von ihr eingeführte neue Institution verweist, ein Gericht bestehend aus den Bürgern Athens.

Der Regisseur Antú Romero Nunes erzählt Die Orestie mit sieben Schauspielerinnen aus der Perspektive der Erinyen, die von Pallas Athene gezwungen, ihre primitive Funktion als Rachegöttinnen zugunsten einer neuen Rolle als gütige, die demokratische neue Rechtsordnung anerkennende Eumeniden aufgeben.

Zeitplan

Dauer:
ca. 135 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

September 2017

  • Spielstätte und Datum:
    BURG

November

Alle Termine

Besetzung und Team

Regie Team

  • Regie
  • Bühnenbild
    Matthias Koch
  • Kostüme
    Victoria Behr
  • Musik
    Thomas Kürstner, Sebastian Vogel
  • Licht
    Friedrich Rom
  • Chorleitung
    Bernd Freytag
  • Dramaturgie
    Klaus Missbach

Medien und mehr

Die Orestie-Trailer

Pressestimmen

  • Antú Romero Nunes hat seine bislang beste Arbeit in Wien abgeliefert. [...] Einen Abend großer Kunst.

    FAZ
  • Verknappt, spannend, zeitlos. Und unkonventionell. [...] Eine spannende und beklemmende Lektion über Machtmissbrauch, sinnlose und mitunter schwachsinnige Vergeltungssucht, dargeboten von chorreichen und fast durchwegs glorreichen Sieben.

    Kleine Zeitung
  • Nicht nur Antikenfreunde könnten begeistert sein.

    Der Standard
  • Antú Romero Nunes jedoch versteht es, in seiner Inszenierung [...] in beeindruckender Weise Text und Handlung so zu verdichten, dass man die Details gar nicht kennen muss, um dennoch einen Gesamteindruck von diesem überwältigenden Stück Weltliteratur zu bekommen.

    Die Presse
  • Sieben Sterne des Burgtheaters, nämlich Sarah Viktoria Frick, Maria Happel, Caroline Peters, Barbara Petritsch, Aenne Schwarz, Irina Sulaver und Andrea Wenzl, gehen hier als Chor auf, verschmelzen zu den Trauersängerinnen der mythischen Tragödie um Agamemnon, Klytaimnestra, Elektra und Orestes in der Folge des Krieges vor Trojas starken Mauern um die schö...

    FAZ

    Mehr erfahren

  • Aischylos’ schillernde Macht-Tragödie „Die Orestie“ wird am Burgtheater, gehüllt in ungewöhnliche Bilder, neu erzählt.

    Tiroler Tageszeitung