Eventdetails

Die Präsidentinnen

Werner Schwab

Die „Präsidentinnen“ – das sind einerseits „Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen“, andererseits ungefähr die erbarmungswürdigsten Damen, die sich in einer Wohnküche versammeln können. Doch auch hier bedarf es einer Hackordnung: von der (vergleichsweise) reichen Pensionistin Grete bis zum bitterarmen Mariedl, das die verstopften Aborte ihrer Arbeitgeber mit der bloßen Hand reinigt.

Wie ein Komet erscheint Werner Schwab zu Beginn der 90er über der österreichischen Dramatikerlandschaft. Sein früher Tod ereilt ihn auf der Höhe seines Ruhms Neujahr 1994. Jahrelang hatten Theater und Verlage seine Texte abgelehnt. Erst mit der Uraufführung von Die Präsidentinnen im Wiener Künstlerhaus 1990 ändert sich das. Es ist Schwabs zweites überhaupt aufgeführtes Stück und enthält bereits den ganzen unverwechselbaren Radikal-Dramatiker. Autobiografisch schöpfend aus der Enge einer kleinbürgerlichen Herkunft entlädt sich seine Wut über jede Form sozialer, materieller, sexueller Demütigung: seine Menschen ihren eigenen Körpern entfremdete Subjekte, ihre Sprache ein groteskes Schlachtfeld, auf dem Fremdbestimmung und verzweifelte Selbstbehauptung miteinander ringen.

Zeitplan

Dauer:
ca. 105 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

September 2017

  • Spielstätte und Datum:
    AKADEMIE

Mai

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Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne und Kostüme
    Patrick Bannwart
  • Musik
    Bernhard Moshammer
  • Licht
    Friedrich Rom
  • Dramaturgie
    Andreas Erdmann

Medien und mehr

Die Präsidentinnen-Trailer

Pressestimmen

  • Werner Schwabs „Präsidentinnen“ funktionieren auch 25 Jahre nach Waldheim und Kirchenskandal-Aufarbeitung bestens [...]. David Böschs Inszenierung beginnt als leise, bösartig-kichernde Pensionistinnen-Beckmesserei und endet fulminant in einer blutigen Schlacht.

    Kurier

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  • In der Regie von David Bösch ist ein dichter, präziser Abend für drei großartig intensive Schauspielerinnen gelungen. [...] Der Abend [zeigt] wie frisch, scharf, zeitlos Schwabs Kunstsprache geblieben ist.

    Kronen Zeitung

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  • David Bösch inszeniert das 25 Jahre alte Stück des früh verstorbenen, kraft-genialischen Werner Schwab: Drei fantastische Schauspielerinnen und ein Bühnenbild von barocker Tristesse machen dieses Fäkaliendrama zum Genuss.

    Die Presse

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  • Werner Schwabs „Fäkaliendrama“ als famose Musizierstunde für drei Schauspielerinnen: Umjubelte Premiere in der klugen Inszenierung von David Bösch.

    Der Standard

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  • Regisseur David Bösch inszeniert „Die Präsidentinnen“ ganz im Sinne Werner Schwabs als Radikal-Reality.

    Kurier

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