Eventdetails

Die Wand

Marlen Haushofer

In einer Fassung von Dorothee Hartinger

Eine Frau wacht eines Morgens in einer Jagdhütte auf und findet sich eingeschlossen von einer unsichtbaren Wand, hinter der kein Leben mehr existiert. Was ihr bleibt, sind ein Hund, eine Katze, eine Kuh, die Berge, eine Alm.

„Durch die Wand wurde ich gezwungen, ein ganz neues Leben zu beginnen, aber was mich wirklich berührt, ist immer noch das gleiche wie früher: Geburt, Tod, die Jahreszeiten, Wachstum und Verfall. Die Wand ist so sehr Teil meines Lebens geworden, dass ich oft tagelang nicht an sie denke, sie geht mich in Wahrheit nichts an.“

Marlen Haushofers Roman ermöglicht viele Deutungsmöglichkeiten. „Die Wand“ als Symbol für Barrieren, die uns von den Mitmenschen trennen; Krankheit, Depression, Ausgrenzung, Einsamkeit. Die Bedrohung und zugleich die Sehnsucht, gezwungen zu werden, ohne andere Menschen zu leben. Dorothee Hartinger spielt in szenischer Einrichtung von Christian Nickel diesen österreichischen Jahrhundertroman auf der Feststiege des Burgtheaters, die mit ihrer wuchtigen Unwirtlichkeit einem Naturereignis gleichkommt.

Warme Kleidung empfohlen!

Zeitplan

Dauer:
ca. 90 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Oktober 2017

  • Spielstätte und Datum:
    BURG - Feststiege
Alle Termine

Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Szenische Einrichtung
    Christian Nickel
  • Licht
    Marcus Loran

Pressestimmen

  • Die Schauspielerin [Dorothee Hartinger] hat den Text aus Romanpassagen zusammengesetzt, sie spielt konzentriert, innig verhalten. Bis allein durch ihr Spiel langsam das Wunder geschieht: Die Stiege verblasst, man driftet in eine elementare Welt. „Etwas Neues wartete hinter den Dingen“, so erlebt es die Erzählerin; und so erleben es im besten Fall die Zusc...

    Die Presse

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  • Inmitten des prunkvollen und doch kalten Ambientes der Feststiege schafft Dorothee Hartinger das, was gutes Theater ausmacht: Nämlich Bilder im Kopf entstehen zu lassen.

    oe1.orf.at