Eventdetails

Ein Volksfeind

Henrik Ibsen

In einer Bearbeitung von Frank-Patrick Steckel
Fassung von Jette Steckel und Anika Steinhoff

Eine verschuldete Kleinstadt erlebt ihren Aufschwung als Kurort dank einer Heilwasserquelle. Doch Erkrankungen unter den Badegästen machen den Badearzt Tomas Stockmann misstrauisch – eine Analyse des Wassers ergibt eine gesundheitsschädliche Verunreinigung. In den nun eskalierenden Interessenskonflikten steht Tomas Stockmann bald allein da. Er muss erkennen, dass seine Mitbürger mehr am Erhalt des Status Quo interessiert sind als an unbequemen Wahrheiten. 

1882 verfasste Henrik Ibsen seine so zeitlose wie bittere Gesellschaftskritik. In einer für das Burgtheater entstandenen deutschen Neufassung von Frank-Patrick Steckel werden die Mechanismen einer durchökonomisierten Mediendemokratie offengelegt, in deren Zentrum die Frage steht, warum sich wider alle Vernunft kurzfristige Profitmaximierungsstrategien gegenüber ökologischen Notwendig keiten durchsetzen.

Die Offene Burg bietet zu dieser Inszenierung kostenlose StückWorkshops für Schulen an. Die kostenlose Teilnahme wird ermöglicht durch die Arbeiterkammer Wien.

Zeitplan

Dauer:
ca. 180 Min. 1 Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

November

  • Spielstätte und Datum:
    BURG
    € 59 - € 3,50 verfügbar

Jänner

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Besetzung und Team

Besetzung

am

  • Doktor Tomas Stockmann, praktischer Arzt und Badearzt
  • Doktor Kathrin Stockmann, Kinderärztin, seine Frau
  • Petra, ihre Tochter, Lehramtsstudentin
  • Eilif, ihr Sohn
    Wenzel Englerth, Ferdinand List, Wenzel Witura
  • Morten, ihr Sohn
    Phillip Bauer, Florian Benner, Stanislaus Hauer
  • Peter Stockmann, der jüngere Bruder des Doktors, Bürgermeister
  • Morten Kiil, Lederfabrikant, Kathrins Vater
  • Erik Hovstad, Chefredakteur des Volksboten
  • Aslaksen, Druckereibesitzer und Herausgeber des Volksboten
  • Billing, Redakteur des Volksboten
    Matthias Mosbach
  • Musikerin
    Friederike Bernhardt
  • Musiker
    Martin Mader

Regie Team

  • Regie
  • Bühnenbild
    Florian Lösche
  • Kostüme
    Sibylle Wallum
  • Musik
    Friederike Bernhardt
  • Video
    Zaza Rusadze
  • Licht
    Norbert Joachim
  • Dramaturgie
    Anika Steinhoff

Medien und mehr

Ein Volksfeind - Trailer

Pressestimmen

  • Regisseurin Jette Steckel hat in der nordischen Kleinstadt eine schwarze Eishalle errichtet (Bühne: Florian Lösche). Stockmanns Gegenspieler gleiten auf Schlittschuhkufen durch die Handlung. Jedes Argument ein kleiner Rittberger. Jede lässliche Lüge ein wohlkalkulierter Sturz.

    Der Standard
  • Erfreulicherweise lässt ihr „Volksfeind“ meistens die Moralkeule im Sack und verführt stattdessen mit erinnerungswürdigen Bildern. Etwa mit den meterhohen Zwergenfiguren. [...] Mit Sibylle Wallums humorvollen Kostümen (Meyerhoff im Michelin-Männchen-Anorak) und vor allem mit der darstellerischen Leistung.

    Die Welt
  • Bei Jette Steckel ist dieser einsame Kämpfer, der Badearzt Tomas Stockmann, ein hehrer Held. Joachim Meyerhoff [...] spielt diese Lichtgestalt, die so umweltbewusst wie geradlinig ist. Ein fürsorglicher Familienvater [...] und der ebenso positiven Ehefrau. Dorothee Hartinger verströmt als Kinderärztin Achtsamkeit. Hier sind die Guten. [...] Der Arzt wird ...

    Die Presse

    Mehr erfahren

  • Jette Steckel [...] zeigt die aktuelle Realpolitik als spiegelglattes Parkett der Lüge, als Disneyland aufgeblasener Gartenzwerge.

    Salzburger Nachrichten
  • Das Stück [...] beeindruckt mit großen Gesten, mächtigen Bildern, Metaphern sonder Zahl – und sinnfälligen Zitaten von Antonio Gramsci bis Michael Jackson.

    Kurier
  • Jette Steckel zeigt eine starbesetzte Neufassung des Umweltsündenklassikers von Henrik Ibsen. [...] Dass ihr „Volksfeind“ [...] die meiste Zeit nicht wirkt wie ein Worst-of aus Katastrophenmeldungen einschlägiger Nachrichtenkanäle, liegt am gewohnt originellen Regiezugriff der Berlinerin.

    nachtkritik.de
  • Peter Knaack brilliert als Zeitungsherausgeber. Kreibich kratzt als Stadtvogt, der um Mäßigung bittet, ein rhetorisches Glanzstück ins Eis.

    Der Standard
  • Eine ganze Armada von riesigen, beweglichen, bedrohlichen Gartenzwergen; die Bühne als Eislaufplatz, auf dem der Bürgermeister die schönsten Pirouetten drehen kann [...]. So hat man „Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen garantiert noch nie gesehen.

    APA