Was das Leben aus uns gemacht hat, dafür kann keiner was.
Eugene O’Neill
Eines langen Tages Reise in die Nacht

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Eines langen Tages Reise in die Nacht

Eugene O’Neill

Es ist ein heißer Sommertag im Jahr 1912 an der Küste Neuenglands. Im Sommerhaus von James Tyrone, einst ein erfolgreicher Schauspieler, jetzt ein geiziger, verbitterter Grundstücksspekulant, wird geliebt, gehasst und vor allem verzweifelt gestritten. Der ältere Sohn Jamie ist ein arbeitsunfähiger Trinker und Zyniker, der jüngere, Edmund, leidet an Tuberkulose und die Mutter, Mary Tyrone, hilft sich seit Jahren mit Morphium durchs Leben. Ein unerwarteter Krankheitsanfall Edmunds, auf den alle hilflos reagieren, treibt die Tyrones dazu, sich immer aggressiver in die Ausweglosigkeit ihrer Existenz hineinzusteigern. Während der Alkohol fließt, wird die Wahrheit über das Leben und die gegenseitigen Abhängigkeiten der Familie brutal ans Licht gezerrt. Mary Tyrone träumt am Ende des Tages mit glänzenden Augen von einem harmonischen Dasein in vollkommenem Frieden, während ihr Mann und die beiden Söhne volltrunken der Nacht entgegendämmern. Nur Edmund findet am Ende den Weg aus dem Teufelskreis der gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Das aus dem Nachlass stammende Seelendrama mit vielen autobiografischen Zügen sollte erst 25 Jahre nach Eugene O’Neills Tod aufgeführt werden. Auch O’Neills Vater war für kurze Zeit ein berühmter Schauspieler. Eugene hat sich aus dem Sumpf der Familie gezogen und wurde ein gefeierter Dramatiker.

Eugene O'Neill, 1888–1953, US-amerikanischer Dramatiker, Wegbereiter des sozialen und psychologischen Realismus auf den amerikanischen Bühnen. 1920 erhielt er seinen ersten Pulitzerpreis, drei weitere folgten, 1936 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Regie
Andrea Breth
Bühne
Martin Zehetgruber
Dramaturgie
Klaus Missbach