Eventdetails

Eines langen Tages Reise in die Nacht

Eugene O'Neill

Ein heißer Tag im Jahr 1912 an der Küste Neuenglands. Im Sommerhaus von James Tyrone, einst ein erfolgreicher Schauspieler, jetzt ein verbitterter Grundstücksspekulant, wird geliebt, gehasst und vor allem verzweifelt gestritten. Der ältere Sohn Jamie ist ein arbeitsunfähiger Trinker und Zyniker, der jüngere, Edmund, leidet an Tuberkulose, die Mutter, Mary Tyrone, hilft sich seit Jahren mit Morphium durchs Leben. Ein Krankheitsschub Edmunds und der Rückfall der Mutter konfrontieren die Familie mit der unerbittlichen Ausweglosigkeit ihrer Existenz. Während der Alkohol fließt, wird die Wahrheit über das Leben, die verpassten Chancen der Jugend und die gegenseitigen Abhängigkeiten in der Familie erbarmungslos ans Licht gezerrt. Mary Tyrone träumt am Ende des Tages mit glänzenden Augen von einem harmonischen Dasein in vollkommenem Frieden, während ihr Mann und die beiden Söhne volltrunken der Nacht entgegendämmern. 

Das aus dem Nachlass stammende Seelendrama sollte wegen der vielen autobiographischen Züge erst 25 Jahre nach Eugene O’Neills Tod aufgeführt werden. Auch O’Neills Vater war, wie James Tyrone im Stück, ein berühmter Schauspieler, seine Mutter morphiumabhängig. Eugene O’Neill hat sich aus dem Sumpf der Familie gezogen. Dem großen amerikanischen Dramatiker wurde 1936 der Nobelpreis für Literatur verliehen.


Performance with English surtitles

Long Day's Journey Into Night

Eugene O'Neill's Pulitzer Prize-winning play recounts one day in the life of the Tryone family in a seaside town in Connecticut. Andrea Breth dissects O’Neill’s semi-autobiographical tragedy of a family trapped in a nightmare of addiction, alcohol and hopelessness.

Zeitplan

Dauer:
ca. 225 Min. 1 Pause
Beginn
Ende

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Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne
    Martin Zehetgruber
  • Kostüme
    Françoise Clavel
  • Musik
    Bert Wrede
  • Licht
    Friedrich Rom
  • Dramaturgie
    Klaus Missbach

Medien und mehr

Eines langen Tages Reise in die Nacht - Trailer

Pressestimmen

  • Andrea Breth setzt Eugene O’Neills beklemmendes Psychogramm einer Familie meisterhaft in Szene.

    Tiroler Tageszeitung
  • Die Hingabe des grandiosen Ensembles, Andrea Breth auf diesem Pfad zu folgen, bewirkt einen der wohl aufregendsten Theaterabende der Saison. Begeisterter Applaus für ein Meisterwerk.

    Tiroler Tageszeitung
  • Es lohnt, sich diese Aufführung allein wegen Kirchhoff noch einmal anzuschauen. [...] Eine Mary wie diese, so fein ziseliert bis in die kleinsten Details mütterlicher Vereinnahmungswut und dem Überspielen der Sorge um die verblühende erotische Attraktivität gab es nie.

    Die Presse
  • August Diehl spielt Edmund, ihren fieberkranken Sohn, der Züge des Autors als junger Mann trägt. [...] Er ist ein trauriger Träumer, der gern im Schatten liegt und nietzscheanisch über die Welt nachdenkt. [...] Auf seinem schönen, klaren Gesicht spiegeln sich innere Stimmungen in zarter Prägnanz, tritt etwa die stille Verachtung für den angeberischen Vate...

    Frankfurter Allgemeine Zeitung

    Mehr erfahren

  • Mit einem ungemeinen Reichtum an Stimmen und Nuancen hat Andrea Breth „Eines langen Tages Reise in die Nacht" von Eugene O'Neill an der Wiener Burg in Szene gesetzt: ein Triumph realistischer Überhöhung.

    Der Standard
  • Corinna Kirchhoff gibt sie als dominante, um äußere Haltung bemühte Mater dolorosa, die noch in der tiefsten Verzweiflung Heroin bleibt und einen Giftpfeil gegen den geizigen Ehemann abschießt. [...] Was immer in ihrer Nähe ist, benutzt sie als Halt – selbst wenn es nur die aufgescheuerten Knie des Dienstmädchens (lustvoll-kokett: Andrea Wenzl) sind.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Nachtschwarzes Licht: Andrea Breth inszeniert Eugene O‘Neill an der Burg als wuchtiges Untergangsoratorium.

    Wiener Zeitung
  • Andrea Breth inszeniert fulminant das redselige, dennoch treffende Familiendrama „Eines langen Tages Reise in die Nacht" von US-Nobelpreisträger Eugene O'Neill. Corinna Kirchhoff spielt die Morphinistin: atemberaubend.

    Die Presse
  • Corinna Kirchhoff spielt sie mit erlesener Tragödinnengröße, unendlich stolz, unendlich traurig, eine White Lady im knöchellangen Sommermantel, mit wallender Spitze darunter (Frangoise Clavel hat für alle Figuren helle Leinenkostüme wie aus dem Sommer 1912 entworfen). Es hat etwas Rührendes, wie Kirchhoffs Mary um Würde ringt.

    Süddeutsche Zeitung
  • Martin Zehetgrubers drehbares Bühnenbild zeigt keineswegs das Wohnzimmer der Familie Tyrone, sondern dunkel und offen den Raum der Vergangenheit mit Steinen und Wasser und dem Skelett eines Wals. Jubel.

    Österreich
  • Und weil die große Andrea Breth im Hochsommer ihrer Kunst der angelsächsischen Dramatik in tiefer Liebe verfallen ist, darf jeder Schauspieler die tausend Facetten seiner Figur wie im Jazz erproben.

    Der Standard
  • Sven-Eric Bechtolf ist ein großartiger, robuster, wo es sein muss kaltschnäuziger und selbstgenüsslicher Schauspieler, der als Geizhals James Tyrone mit Zigarre im Maul und Bauch-raus-Haltung auch komische Züge hat. Bewegend die Szene, in der er von der bitteren Armut seiner Kindheit berichtet.

    Süddeutsche Zeitung
  • Am Burgtheater entwirft Andrea Breth ein Nachtstück: großes psychologisches Theater mit Verästelungen ins Groteske. Corinna Kirchhoff und Sven-Eric Bechtolf beeindrucken als Elternpaar, das an seinen beiden Söhnen schuldig geworden ist.

    Kronen Zeitung
  • August Diehl ist eine Idealbesetzung für diesen an der Lunge wie am Leben kranken Edmund (Eugen O'Neills Alter Ego). Bleich, fieberäugig und zart, ist dieser dem Tod geweihte Poet die einsamste Figur auf der Bühne. Und die feinfühligste.

    Süddeutsche Zeitung
  • Andrea Breth begeistert mit Eugene O’Neills Drama „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ am Burgtheater.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Facettenreich spielt Alexander Fehling den ältesten Tyrone- Sohn, Jamie, der jäh von teuflischen Bekenntnissen in greinende Sentimentalität stürzt. Und wunderbar ist Andrea Wenzl als Hausmädchen: So beredt steht keine.

    Die Presse
  • Die weitläufige Bühne des Burgtheaters ist in nachtschwarzes Licht (Friedrich Rom) getaucht. Ort der Handlung ist das Sommerhaus der Familie Tyron: Bühnenbildner Martin Zehetgruber entwirft dafür einen abstrakten Bühnenraum mit schwarzen Steinbrocken, eine Endzeit-Landschaft. Die Kostüme (Françoise Clavel) sind in Schwarz-Weiß gehalten.

    Wiener Zeitung
  • Das eindrückliche Geschick des Abends besteht darin, dass er alle Charaktere in seinen Grausamkeiten und Widersprüchlichkeiten verstehen will und keinen moralischen Wertemaßstab ansetzt.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung