Eventdetails

Endspiel

Samuel Beckett

„... Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende.“ So beginnt das Spiel. Vielleicht, sagt Beckett, sei das Schlüsselwort seiner Texte. Vielleicht ist das das Ende, vielleicht ist ja alles aber auch nur ein Spiel, Poesie, nicht Weltanschauung, sondern deren Parodie.

Vier Personen: Nell, die Mutter, Nagg, der Vater, Hamm, ihr Sohn – und Clov. Vielleicht der klassische Knecht, vielleicht der Sohn Hamms , jedenfalls der, der nichts anderes erlebt hat als das Jetzt und der sich sagen muss, „dass die Erde erloschen ist, obgleich ich sie nie glühen sah“. Die Personen sind defekt: Nell und Nagg ohne Beine, Hamm blind und gelähmt, Clov unfähig zu sitzen. Das Stück selbst ist auf Perfektion angelegt: „Nein, es gibt keine Zufälle im Endspiel, alles ist auf Analogien und Wiederholungen aufgebaut“, so der Regisseur Beckett. Das Ganze ein Kampf: um Liebe, um Berührung, Macht, um die eigene Biografie, auch die Sprache. Keine einzige Unvorsichtigkeit wird verziehen, immer ist jeder auf der Lauer, in Spannung, immer bemüht, die Lücke zu finden, um einen Treffer zu landen. Das Spiel zielt auf Abschiede. Nell und Nagg verschwinden, sie mit einem tiefen Blick ins Leere, er mit einem Fluch auf den Sohn. Hamm und Clov entlassen einander, ohne sich wirklich zu trennen.

Ein Ende und ein Spiel. Das Ende von allem, von Natur, Handeln, Wollen und zuletzt Sprechen, und das Spiel mit den Möglichkeiten, sich etwas vorzumachen, nicht nur sich, sondern auch den anderen.

Mit freundlicher Unterstützung von Optik Führinger

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Zeitplan

Dauer:
ca. 135 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

September 2017

  • Spielstätte und Datum:
    AKADEMIE

Dezember

Januar

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Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne und Kostüme
    Jürgen Rose
  • Licht
    Tobias Löffler
  • Dramaturgie
    Hans-Joachim Ruckhäberle

Medien und mehr

Endspiel-Trailer

Pressestimmen

  • Seit Sonntag ist nun auch in Wien zu sehen, was bei den Salzburger Festspielen viele begeisterte: Nicholas Ofczarek und Michael Maertens in unerbittlicher Umarmung als Hamm und Clov.

    Kurier
  • So schön kann einem die Unmöglichkeit des Lebens begegnen.

    Kronen Zeitung
  • Mindestens so gut wie im französischen Original sitzt dem Stück die deutsche Sprache. Überhaupt sitzt hier alles. Großer Applaus.

    Der Standard