Eventdetails

Endspiel

Samuel Beckett

„... Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende.“ So beginnt das Spiel. Vielleicht, sagt Beckett, sei das Schlüsselwort seiner Texte. Vielleicht ist das das Ende, vielleicht ist ja alles aber auch nur ein Spiel, Poesie, nicht Weltanschauung, sondern deren Parodie.

Vier Personen: Nell, die Mutter, Nagg, der Vater, Hamm, ihr Sohn – und Clov. Vielleicht der klassische Knecht, vielleicht der Sohn Hamms , jedenfalls der, der nichts anderes erlebt hat als das Jetzt und der sich sagen muss, „dass die Erde erloschen ist, obgleich ich sie nie glühen sah“. Die Personen sind defekt: Nell und Nagg ohne Beine, Hamm blind und gelähmt, Clov unfähig zu sitzen. Das Stück selbst ist auf Perfektion angelegt: „Nein, es gibt keine Zufälle im Endspiel, alles ist auf Analogien und Wiederholungen aufgebaut“, so der Regisseur Beckett. Das Ganze ein Kampf: um Liebe, um Berührung, Macht, um die eigene Biografie, auch die Sprache. Keine einzige Unvorsichtigkeit wird verziehen, immer ist jeder auf der Lauer, in Spannung, immer bemüht, die Lücke zu finden, um einen Treffer zu landen. Das Spiel zielt auf Abschiede. Nell und Nagg verschwinden, sie mit einem tiefen Blick ins Leere, er mit einem Fluch auf den Sohn. Hamm und Clov entlassen einander, ohne sich wirklich zu trennen.

Ein Ende und ein Spiel. Das Ende von allem, von Natur, Handeln, Wollen und zuletzt Sprechen, und das Spiel mit den Möglichkeiten, sich etwas vorzumachen, nicht nur sich, sondern auch den anderen.

Mit freundlicher Unterstützung von Optik Führinger

Bonuspunkte Plus

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23. October 2018 - Performance with English surtitles

Endgame

‘Finished, it’s finished, nearly finished, it must be nearly finished.’ This is how the game begins. Nearly, Beckett says, is one of the key words in his texts. It is nearly finished, it is nearly all a game, poetry, not a view of the world but a parody of one.

Four characters: Nell, the mother, Nagg, the father, Hamm, their son – and Clov. The characters are defective: Nell and Nagg without legs, Hamm blind and lamed, Clov unable to sit down. The play itself is designed to be perfect: ‘No, there are no coincidences in Endgame, everything is built on analogies and repetitions’, according to Beckett the director. The whole thing is a battle; for love, for contact, power, for one’s own biography, the language too.

Zeitplan

Dauer:
ca. 135 Min. Keine Pause
Beginn
Ende

Die nächsten Termine

Oktober 2018

  • Spielstätte und Datum:
    AKADEMIE
Alle Termine

Besetzung und Team

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie
  • Bühne und Kostüme
    Jürgen Rose
  • Licht
    Tobias Löffler
  • Dramaturgie
    Hans-Joachim Ruckhäberle

Medien und mehr

Endspiel_130
Endspiel-Trailer

Pressestimmen

  • Mindestens so gut wie im französischen Original sitzt dem Stück die deutsche Sprache. Überhaupt sitzt hier alles. Großer Applaus.

    Der Standard
  • So schön kann einem die Unmöglichkeit des Lebens begegnen.

    Kronen Zeitung
  • Seit Sonntag ist nun auch in Wien zu sehen, was bei den Salzburger Festspielen viele begeisterte: Nicholas Ofczarek und Michael Maertens in unerbittlicher Umarmung als Hamm und Clov.

    Kurier